Adif-Präsident tritt einen Tag nach Spaniens Verkehrsminister zurück
Luis Pedro Marco de la Peña, Präsident des spanischen Schienennetzbetreibers Adif, ist am 4. November 2026 zurückgetreten. Einen Tag zuvor hatte Verkehrsminister Óscar Puente wegen zweier tödlicher Hochgeschwindigkeitsunfälle auf der Strecke Madrid-Sevilla sein Amt aufgegeben.

Marco de la Peña trat am 4. November 2026 nach einem Gespräch mit Carlos Cuerpo zurück. Sein Rücktritt folgte auf die Kollision von Urda am 28. Oktober und den Abgang Puentes.
Puente erklärte seinen Rücktritt am 3. November 2026 im Kongress. Zuvor war er etwa vier Stunden lang vor dem Ständigen Ausschuss befragt worden. Er sollte den Unfall von Urda erklären und strich anschließend seinen Namen von den Listen der PSOE für die Parlamentswahl am 29. November.
Nach Puentes eigener Darstellung erfuhr Pedro Sánchez erst wenige Minuten vor der Veröffentlichung von der Entscheidung. „Der Präsident wusste nichts“, sagte er Reportern in den Gängen des Unterhauses.
Am 4. November kündigte Sánchez an, dass Cuerpo das Verkehrsressort vorübergehend übernimmt. Cuerpo ist Wirtschaftsminister und erster stellvertretender Ministerpräsident. Der Ministerpräsident lobte Cuerpos Führungsfähigkeit und Integrität. Puente, Jurist und früherer Bürgermeister, hatte das Ministerium seit November 2023 inne und galt als enger Verbündeter von Sánchez.
Zwei Unfälle, ein Jahr und eine Wahl in drei Wochen
Die Kollision von Urda ereignete sich am 28. Oktober 2026 außerhalb des Dorfes Urda, rund 130 Kilometer südlich von Madrid. Ein AVE-Zug von Renfe fuhr auf das Heck eines stehenden Zuges von Iryo auf. Mindestens 69 Menschen starben, mehr als 100 wurden verletzt, wie die BBC berichtet; Demócrata nannte 74 Tote.
Es war der zweite tödliche Unfall auf dem Korridor Madrid-Sevilla binnen weniger als eines Jahres. Im Januar 2026 starben bei einer Kollision in Adamuz 46 Menschen.
Spanien wählt am 29. November 2026, und Sánchez liegt in den Umfragen zurück. Umfragen nach dem Unfall vom 28. Oktober zeigten einen leichten Rückgang der Unterstützung für die Regierungspartei, berichtete Gossip Lanka News.
Puente stellte die Entscheidung als Frage des Amtes dar, nicht als persönliche Schuld. „Ein Verkehrsminister in einem Land wie Spanien kann nach zwei so schweren Unfällen in weniger als einem Jahr nicht im Amt bleiben“, sagte er den Abgeordneten.
Was das Kontrollzentrum tat
Die Ermittler prüfen das Versagen des Zugsicherungssystems LZB. Es hatte sechs Züge auf einem 63 Kilometer langen Abschnitt der Strecke Madrid-Sevilla automatisch zum Halt gebracht. Das Kontrollzentrum von Adif in Madrid genehmigte danach dem Renfe-Zug die Wiederaufnahme der normalen Fahrt.
Die Untersuchung prüft, ob der Renfe-Zug bei eingeschränkter Sicht höchstens 40 km/h hätte fahren dürfen, wie es die normalen Protokolle verlangen. Der Zug von Iryo stand vor ihm. Der Renfe-Zug stieß bei Kilometer 118 der Strecke, außerhalb von Urda, mit dem Iryo-Zug zusammen.
Gewerkschaften und Oppositionsparteien hatten Puentes Rücktritt gefordert. Kritiker warfen ihm vor, die Verantwortung für den Unfall zu stark einem Mitarbeiter im Kontrollzentrum zuzuschreiben. Raquel Ayllon, Gewerkschaftsführerin bei Adif, sagte, die Menschen richteten ihren Blick nicht auf den Kern: das Versagen des Sicherheitssystems.
Der Sicherheitsplan und das Geld
Wenige Stunden vor seinem Rücktritt stellte Puente am 3. November einen außerordentlichen Plan für die Sicherheit im Bahnverkehr vor. Er schreibt einen zweiten Fahrdienstleiter vor, der Entscheidungen bestätigt, wenn die automatische Zugsicherung nicht verfügbar ist. Zudem ergänzt er Software für die Kontrollzentren mit automatischen Warnungen und elektronischen Aufzeichnungen der Kommunikation.
Längerfristige Vorschläge umfassen eine Überwachung mit künstlicher Intelligenz und einen digitalen Zwilling des Netzes, dazu mehr Personal in der Zugüberwachung, überarbeitete Regelungen zur Ermüdung und Schulungen am Simulator. Die Regierung kündigte zudem ein Sofortpaket von 30.000.000 Euro an, etwa 33.500.000 Dollar. Es ist aufgeteilt in 15.000.000 Euro direkte Hilfe und 15.000.000 Euro Vorschussentschädigung für Opfer und ihre Familien. Das Dekret richtet außerdem Unterstützungsbüros und zusätzliche Schutzregeln für Beschäftigte ein.
Adif will vorsorglich rund 400 Meter Gleis erneuern, obwohl der direkte Schaden etwas mehr als 40 Meter umfasst.
Wie es weitergeht
Die Strecke Madrid-Sevilla blieb am 5. November gesperrt, wie das jüngste Verkehrsbulletin von Adif zeigt. Die Verbindungen Madrid-Toledo und Málaga-Sevilla fahren weiter.
Adif hat einen Richter um Genehmigung für den Beginn der Reparaturen gebeten. Die Regierung schätzt, dass die Arbeiten innerhalb von zehn Kalendertagen nach der Genehmigung abgeschlossen sein könnten. Ein Termin für die Wiedereröffnung steht nicht fest. Auch danach wird die Strecke Madrid-Sevilla mit weniger Fahrten betrieben, bis eine außerordentliche Sicherheitsprüfung abgeschlossen ist und ERTMS Level 2 installiert ist. Das wird für Anfang 2027 erwartet. Die Strecke Madrid-Sevilla war Spaniens erste Hochgeschwindigkeitsstrecke und wurde 1992 eröffnet.
Quellen
25- 01Urda crash triggers resignations at Spain's transport ministry and Adif, high-speed line remains closedEN
- 02Óscar Puente reveals that Sánchez learned of his resignation only a few minutes before announcing it in CongressEN
- 03Two train disasters in a year: Spain's transport minister resigns ahead of November 29 pollsEN
- 04Spain's transport minister steps down 6 days after fatal high-speed rail crashEN
- 05What we know so far about Spain train crashEN
- 06Spanish minister refuses to resign over second major train crash on his watchEN
- 07Spain's Transport Minister resigns after two fatal train accidentsEN
- 08Spanish transport minister resigns after deadly train crashEN
- 09Spain's Sanchez reshuffles cabinet after transport minister quits over train crashesEN
- 10Spanish Socialists’ #MeToo movement puts Sánchez government in check - POLITICO.euEN
- 11Spain transport minister Oscar Puente offers resignation in wake of train accident - The Eastleigh VoiceEN
- 12Train crash in Spain, Transport Minister resignsEN
- 13 NASA's Swift space telescope crashes back to Earth after failed rescue attempt EN
- 14MIGONet: a multiple-input graph neural operator with solver-free discrete manufactured-solution trainingEN
- 15BYD’s 3,000-hp EV crashes at about 280 mph — Watch the driver escape unharmedEN
- 16Congress Is Cutting Off Transportation Investments that Help Families Save MoneyEN
- 17Powered by GPT-6, Unitree humanoid robots master painting, chess without training, says CEOEN
- 18Whose Transparency is it Anyway? Understanding Generative AI Transparency Needs and Gaps Across StakeholdersEN
- 19Split-KV: Efficient Context Parallelism for Training Diffusion DraftersEN
- 20Transport along Local Annealing Paths: Wasserstein Geometry and Multimodal SamplingEN
- 21Catastrophic Overfitting is Weight Drift the Training Loss Cannot SeeEN
- 22Tutor Intelligence raises Series B to scale model training, robot deploymentsEN
- 23China touts AI milestone: models generate more tokens than used in trainingEN
- 24Making it easier for websites to express AI training preferencesEN
- 25Securing our frontier model training environmentEN
Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
Kommentare
0- Noch keine Kommentare — seien Sie der Erste.