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Trump kündigt 200 Milliarden Dollar aus Südkorea an, 54 Milliarden davon für Alaska LNG

US-Präsident Donald Trump will am Mittwoch rund 200 Milliarden Dollar südkoreanischer Investitionen in den Vereinigten Staaten bekannt geben, darunter etwa 54 Milliarden Dollar für das lange verzögerte Projekt Alaska LNG. Das berichtet Bloomberg News, zitiert von Seeking Alpha.

KonjunkturAnalyseDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 30. September 20264 Min. LesezeitQuellen 11
Trump kündigt 200 Milliarden Dollar aus Südkorea an, 54 Milliarden davon für Alaska LNG

Über die Ankündigung berichtete Seeking Alpha am 30. September unter Berufung auf Bloomberg. Das Geld soll in Schiffbau, Energieinfrastruktur und Kernkraft fließen, Bereiche, in denen Projekte wegen Finanzierungs- und Verhandlungsproblemen stocken. Bloombergs Quellen sind mit den Gesprächen vertraute Personen. Das endgültige Paket kann sich vor der Veröffentlichung noch ändern.

Laut Seeking Alpha liefert die Alaska-LNG-Tranche von 54 Milliarden Dollar die finanzielle Absicherung, die dem Gastransport- und Exportprojekt bislang fehlte. Der Rest verteilt sich auf Gaskraftwerke und Kernkraftwerke.

Die Netzausgaben laufen in dieselbe Richtung

Der Investitionsplan fällt in eine Woche mit vielen Meldungen zur Strominfrastruktur. Am 30. September veröffentlichte Microsoft Research eine Machine-Learning-Pipeline, die das Risiko von Weltraumwetter über 66.935 Umspannwerke im kontinentalen Teil der Vereinigten Staaten vorhersagt. Das System kombiniert Beobachtungen des Sonnenwinds, Vorhersagen der Indizes Auroral Electrojet (AE) und Disturbance Storm Time (Dst), physikalische Randbedingungen, die lokale geologische Leitfähigkeit und Netzdaten. Daraus entstehen Risikoschätzungen für einzelne Umspannwerke.

Microsoft Research gibt an, die Pipeline habe in ihrem Bewertungszeitraum fast 80 Prozent der großen Weltraumwetterereignisse erkannt und könne Betreiber 30 bis 60 Minuten vorher warnen. Der geomagnetische Sturm vom Mai 2024 gilt als Auslöser der Arbeit. Damals reichten Polarlichter weit über ihren üblichen Bereich hinaus und beeinträchtigten die GPS-Genauigkeit sowie den Satellitenbetrieb. Das Warnfenster ist wichtig, weil geomagnetisch induzierte Ströme Übertragungsanlagen beschädigen können.

Das ist eine Art von Netzrisiko. Eine andere ist die Nachfrage.

NL Times berichtete am 30. September, dass die meisten europäischen Rechenzentren ihren Wasser- und Stromverbrauch nicht offenlegen. Die europäische Energieeffizienzrichtlinie verpflichtet Betreiber mit mindestens 500 Kilowatt installierter Leistung zur Meldung. In den Niederlanden zählte die Dutch Datacenter Association Ende des vergangenen Jahres 186 kommerzielle Rechenzentren auf oder über dieser Schwelle. Die Netherlands Enterprise Agency (RVO) hat nur zu 104 von ihnen Daten. Öffentliche Zahlen decken den Stromverbrauch von 44 und den Wasserverbrauch von 47 ab.

Statistics Netherlands (CBS) beziffert den Stromverbrauch niederländischer Rechenzentren für 2024 auf 5,1 Milliarden Kilowattstunden. Das sind 4,6 Prozent des nationalen Verbrauchs und fast doppelt so viel wie fünf Jahre zuvor. Der Netzbetreiber TenneT rechnet bis 2030 mit 10 bis 15 Prozent. Im Sommer veröffentlichte RVO-Daten zeigten, dass allein das größte niederländische Rechenzentrum von Microsoft 1 Prozent des nationalen Stromverbrauchs ausmacht. Google legt keine vergleichbaren Zahlen offen. Die RVO sagte der Trouw, sie habe zu einigen Zentren mehr Daten, veröffentlichte die Zahlen aber nicht.

Wo die Fahrzeuge hineinpassen

Die Verkehrsnachfrage ist die andere Hälfte der Elektrifizierungsgleichung. Die neuesten Produktmeldungen zeigen je nach Markt in unterschiedliche Richtungen. Toyota ließ am 30. September auf dem Bentwaters airfield in Suffolk einen Wohnwagen von 1.675 Pfund (760 Kilogramm) aus 30 Fuß Höhe auf das Dach seines Hilux BEV fallen, wie Electrek berichtete. Der Wagen, Toyotas erster elektrischer Pick-up und erstes EV mit Leiterrahmen, fuhr nach dem Test aus eigener Kraft weg.

Der Hilux BEV hat eine wassergekühlte Lithium-Ionen-Batterie mit 59,2 Kilowattstunden und einen Allradantrieb mit zwei Motoren. Er leistet 278 PS (208 Kilowatt) und 348 Pfund-Fuß (473 Newtonmeter). Die WLTP-Reichweite liegt bei bis zu 160 Meilen (257 Kilometer), im Stadtzyklus bei 236 Meilen (380 Kilometer). Das Gleichstrom-Schnellladen mit 125 Kilowatt bringt den Akku in etwa 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent. In Großbritannien ist er ab 42.170 Pfund (56.500 Dollar) vor Mehrwertsteuer bestellbar.

Der am 29. September vorgestellte Range Rover Sport Electric von JLR ist ein anderes Angebot. WIRED nennt einen Startpreis von 109.810 Pfund ohne US-Preis, eine Batterie mit 118,5 Kilowattstunden, eine WLTP-Reichweite von bis zu 374 Meilen, eine 800-Volt-Architektur, 136 Meilen Reichweite in nur 10 Minuten und eine Ladung von 10 auf 80 Prozent in 22 Minuten. InsideEVs gibt die WLTP-Reichweite mit 378 Meilen (609 Kilometer) an, eine leichte Verbesserung gegenüber den 373 Meilen (600 Kilometer) des größeren Range Rover Electric. Laut einem Unternehmensvertreter kommt der Sport nicht als Modelljahr 2027 in die Vereinigten Staaten.

Die beiden Publikationen widersprechen sich bei der Reichweite, 374 Meilen gegen 378, und bei der Leistung: WIRED nennt 550 PS, InsideEVs 542 PS.

Die Richtung des US-Marktes ist Gegenstand eines Streits bei CleanTechnica. Der Bericht vom 30. September nennt für die Vereinigten Staaten einen BEV-Anteil von 5,9 Prozent im ersten Halbjahr 2026, gegenüber 45 Prozent in China im August und 26 Prozent in Europa im Juli. Der Text ist eine Kolumne und keine Datenveröffentlichung. Er fragt, ob die USA angesichts protektionistischer Politik und gestrichener EV-Projekte unter den großen Märkten auf dem letzten Platz landen könnten.

OilPrice rahmte dieselbe globale Frage am 30. September um ein anderes Ziel: ob die Welt bis 2035 eine Elektrifizierung von 35 Prozent des Energieverbrauchs erreichen kann. Diese Zahl erinnert an die Forderung von IRENA vom Mai 2026. Danach soll Strom bis 2035 einen Anteil von 35 Prozent am globalen Energieverbrauch erreichen, bei einer Verdopplung der Netzinvestitionen auf 1 Billionen Dollar pro Jahr. Die Zahl kursiert weithin, wird aber in dem Beitrag vom 30. September nicht erneut genannt.

Was das Material vom 30. September tatsächlich belegt, ist enger gefasst: eine für Mittwoch erwartete Investitionsankündigung über 200 Milliarden Dollar, ein Vorhersagewerkzeug für 66.935 Umspannwerke und Offenlegungslücken bei Rechenzentren, deren Last bereits in ganzen Prozentpunkten des nationalen Bedarfs gemessen wird.

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Quellen

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  1. 01Trump set to unveil $200B South Korean U.S. investment planEN
  2. 02Forecasting space weather risks on power gridsEN
  3. 03Most data centers refusing to say how much water, electricity they useEN
  4. 04Toyota dropped a 1,675 lb caravan on its electric truck, and it drove off unfazedEN
  5. 05Range Rover Sport Electric: Price, Specs, AvailabilityEN
  6. 06The Range Rover Sport Electric Is Here To Take On The Lucid GravityEN
  7. 07Is The US Going To End DEAD LAST In Vehicle Electrification?EN
  8. 08Can the World Hit 35% Electrification by 2035?EN
  9. 09Tesla patents 'Electric Fan Car' with 4 ducted fans ahead of Roadster revealEN
  10. 10So You Think You Could Be an Electrician?EN
  11. 11The Aviation HeraldEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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