Den USA droht der letzte Platz bei der Elektromobilität, während Brasilien und Uruguay vorpreschen
Die Vereinigten Staaten könnten im weltweiten Rennen um die Elektrifizierung von Autos am Ende ganz hinten landen, argumentierte CleanTechnica am 30. September. Brasilien und Uruguay kommen schneller voran, Washington blockiert konkurrenzfähige chinesische Modelle.

Am 30. September fragte CleanTechnica, ob die USA bei der Elektrifizierung von Fahrzeugen als Letzte ins Ziel kommen. Das Medium verwies auf einen Batterie-Elektro-Anteil von 50 Prozent in Uruguay und den schnellen Aufstieg Brasiliens. In den USA lag der BEV-Anteil im ersten Halbjahr 2026 bei 5,9 Prozent. Derselbe Beitrag nannte für China 45 Prozent im August und für Europa 26 Prozent im Juli.
Diese Lücke hat eine politische Seite. Die USA halten an einem extremen Protektionismus gegen chinesische Unternehmen fest, schrieb CleanTechnica, während sich Kanada für chinesische EV-Importe öffnet. Politische Änderungen und die Gleichgültigkeit der Autohersteller haben zudem zur Streichung von EV-Projekten geführt.
Die Nachfrageseite bewegt sich trotzdem. Am 30. September berichtete Electrek, dass Toyota einen Wohnwagen von 1,675 lb (760 kg) auf das Flugfeld Bentwaters in Suffolk hievte, ihn dort 30 Fuß hoch zog und auf seinen elektrischen Hilux fallen ließ. Der Pickup fuhr davon. Der Hilux BEV ist Toyotas erster elektrischer Pickup und erstes Elektroauto mit Leiterrahmen. Er hat eine wassergekühlte Lithium-Ionen-Batterie von 59,2 kWh, eine WLTP-Reichweite von bis zu 160 Meilen und einen britischen Grundpreis ab 42.170 Pfund (56.500 Dollar) ohne Mehrwertsteuer.
Die Netze werden zum Engpass
Elektroautos sind nur die Hälfte der Rechnung. Am 30. September berichtete NL Times, dass die meisten europäischen Rechenzentren ihren Wasser- und Stromverbrauch nicht offenlegen. Die Zeitung beruft sich auf eine Studie des Lighthouse Report mit Trouw und anderen Medien. In den Niederlanden zählte der niederländische Datacenter-Verband Ende letzten Jahres 186 kommerzielle Rechenzentren mit 500 kW oder mehr. Die Netherlands Enterprise Agency hat jedoch nur zu 104 von ihnen Daten. Öffentliche Zahlen zum Stromverbrauch gibt es für 44 Zentren und zum Wasserverbrauch für 47.
Daten von Statistics Netherlands zeigen, dass niederländische Rechenzentren 2024 5.100.000.000 kWh verbrauchten. Das sind 4,6 Prozent des nationalen Stromverbrauchs und fast doppelt so viel wie fünf Jahre zuvor. Der Netzbetreiber TenneT rechnet bis 2030 mit 10 bis 15 Prozent. RVO-Daten zeigten in diesem Sommer, dass allein das größte niederländische Rechenzentrum von Microsoft für 1 Prozent des nationalen Stromverbrauchs steht.
Weltraumwetter fügt eine weitere Risikoeebene hinzu. Microsoft Research erklärte am 30. September, dass eine Pipeline des maschinellen Lernens das Risiko für 66.935 Umspannwerke im kontinentalen Teil der Vereinigten Staaten vorhersagt. Bei der Bewertung erkannte sie fast 80 Prozent der großen Weltraumwetter-Ereignisse. Das gibt den Betreibern 30 bis 60 Minuten Vorwarnzeit.
Auch die Investitionsseite bewegt sich. Seeking Alpha berichtete am 30. September, dass Präsident Donald Trump voraussichtlich rund 200.000.000.000 Dollar südkoreanischer Investitionen in den Vereinigten Staaten vorstellen wird. Darunter sind etwa 54.000.000.000 Dollar für das Alaska-LNG-Projekt. Im Visier stehen Schiffbau, Energieinfrastruktur und Kernenergie.
OilPrice fragte am 30. September, ob die Welt bis 2035 eine Elektrifizierung von 35 Prozent erreichen kann. In den Marktdaten des Portals stand Brent bei 102,30 Dollar und Murban bei 109,40 Dollar.
Was die Straßenautos zeigen
Am 29. September berichtete WIRED, dass der Range Rover Sport Electric von JLR ab 109.810 Pfund startet, US-Preise gibt es noch nicht. Er hat zwei Motoren von 260 Kilowatt, bis zu 550 PS und 850 Nm sowie eine angegebene Reichweite von 374 Meilen nach WLTP. InsideEVs meldete am selben Tag, dass der 118,5 kWh große 800-Volt-Akku Schnellladen mit 350 kW und eine Ladesitzung von 10 auf 80 Prozent in 22 Minuten ermöglicht. Das Modell kommt aber nicht als 2027er-Modell in die Vereinigten Staaten.
Die Patentlage bietet eine andere Sicht auf den amerikanischen Ehrgeiz. Electrek berichtete am 29. September, dass das USPTO Tesla das Patent US 12.746.987 B1 für ein "Electric Fan Car" mit vier kanalisierten Lüftern im hinteren Diffusor erteilt hat. Die Anmeldung stammt vom Januar 2024 und geht auf eine vorläufige Anmeldung vom 17. Januar 2023 zurück. Die Zeichnungen zeigen ein Model S, dessen Bau Tesla im April eingestellt hat.
Nicht jede Zahl weist in eine Richtung. Das Asterisk Magazine argumentierte am 30. September, dass Hochschulabsolventen weiterhin mehr verdienen als Nicht-Absolventen. Die Löhne in Handwerksberufen sind außerhalb eines engen Bereichs von Spezialberufen während der COVID-Zeit nicht schnell gestiegen. Das ist für die Elektrifizierung der Netze wichtig, weil der Sektor sowohl Ingenieure als auch Elektriker braucht. Das Dossier nennt keine konkrete Zahl, wie viele von beiden Seiten kommen werden.
Quellen
10- 01Is The US Going To End DEAD LAST In Vehicle Electrification?EN
- 02Toyota dropped a 1,675 lb caravan on its electric truck, and it drove off unfazed [Video]EN
- 03Most data centers refusing to say how much water, electricity they useEN
- 04Forecasting space weather risks on power gridsEN
- 05Trump set to unveil $200B South Korean U.S. investment planEN
- 06Can the World Hit 35% Electrification by 2035?EN
- 07Range Rover Sport Electric: Price, Specs, AvailabilityEN
- 08The Range Rover Sport Electric Is Here To Take On The Lucid GravityEN
- 09Tesla patents 'Electric Fan Car' with 4 ducted fans ahead of Roadster revealEN
- 10So You Think You Could Be an Electrician?EN
Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
Kommentare
0- Noch keine Kommentare — seien Sie der Erste.