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Ungarn will Atomabkommen mit den USA gesetzlich binden lassen

Ungarns Regierung hat das Parlament gebeten, ein ziviles Atomabkommen mit den Vereinigten Staaten aus dem Februar gesetzlich bindend zu machen. Damit hält sie an einer Vereinbarung fest, die unter Viktor Orban unterzeichnet wurde, während sie prüft, ob Russlands Rosatom im Kernkraftwerk Paks ersetzt wird.

WeltAnalyseDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 4. November 20263 Min. LesezeitQuellen 20
Ungarn will Atomabkommen mit den USA gesetzlich binden lassen

Gesetzentwurf im Parlament

Ungarns Regierung hat das Parlament gebeten, ein Abkommen über zivile nukleare Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten gesetzlich bindend zu machen. Die vorherige Regierung von Viktor Orban hatte es im Februar unterzeichnet, wie Reuters berichtete. Der Gesetzentwurf wurde einen Tag vor dem Treffen von Außenministerin Anita Orban mit US-Außenminister Marco Rubio am Donnerstag in Washington eingereicht.

Das Parlament dürfte dem Gesetz zustimmen. Die Regierung von Ministerpräsident Peter Magyar hat dort eine Zweidrittelmehrheit, berichtete Reuters.

Laut dem Gesetzentwurf soll das Abkommen, das während Rubios Besuch in Ungarn am 16. Februar unterzeichnet wurde, gesetzlich bindend werden. Es umfasst die zivile Kernenergie einschließlich kleiner modularer Reaktoren. Ungarn soll US-amerikanische Nukleartechnik und Unternehmen als Hauptlieferanten für neue Projekte wählen.

Warum Ungarn am Abkommen festhält

Der Schritt zeigt: Unter Ministerpräsident Peter Magyar, der Orban bei einer Wahl Anfang dieses Jahres ablöste, hält Ungarn am Atomabkommen fest. Washington hatte vor der Abstimmung im April offen seinen Vorgänger unterstützt, wie Reuters berichtete.

Anita Orban unterzeichnet Absichtserklärungen in Washington

Außenministerin Anita Orban, die nicht mit dem früheren Ministerpräsidenten verwandt ist, traf Rubio und unterzeichnete in Washington Absichtserklärungen zur Zusammenarbeit in den Bereichen Energie und Strafverfolgung. "Die Absichtserklärungen sind wichtige Meilensteine, aber sie sind Teil des Prozesses. Wir wollen handeln, Aktionspläne aufstellen und Abkommen haben", sagte sie nach der Unterzeichnung und vor Beginn ihres Gesprächs mit Rubio.

Die Entscheidung zu Paks

Ungarn erwägt, Russlands Rosatom als Hauptauftragnehmer beim Ausbau des russisch gebauten Kernkraftwerks Paks zu ersetzen. Im Rahmen einer Überprüfung des Projekts prüft das Land nun alternative Lieferanten. Die Regierung von Magyar will über den Ausbau von Paks voraussichtlich noch in diesem Jahr oder Anfang 2027 entscheiden.

Ungarn hat bereits zwei Schritte in Sachen Nukleartechnik unternommen. Im vergangenen Jahr ging das Land eine Partnerschaft mit Polens Synthos Green Energy ein, das die Rechte an der Technologie von GE Vernova Hitachi in Mitteleuropa hält. Im November 2025 unterzeichnete es ein Abkommen über den Kauf von amerikanischem Kernbrennstoff und US-Technik zur Lagerung abgebrannter Brennelemente in einem russisch gebauten Kraftwerk.

Wie es weitergeht

Die Zustimmung des Parlaments, mehr als acht Monate nach der Unterzeichnung im Februar, würde den Text gesetzlich bindend machen. Die Frage nach dem Auftragnehmer für Paks bliebe damit offen. Die Regierung will darüber nach eigenen Angaben noch in diesem Jahr oder Anfang 2027 entscheiden.

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Quellen

20
  1. 01Hungary to stick with Orban-era nuclear cooperation deal with USEN
  2. 02Has gambling changed in Hungary in the six months since Orbán lost election?EN
  3. 03How the downfall of Serbia's Vučiċ mirrored that of Hungary's OrbánEN
  4. 04How elections worldwide are testing Trump's influence abroadEN
  5. 05What’s next for US energy policy after the midterm elections?EN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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