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Was eine Schlafstudie der UT mit Wearables tatsächlich maß und was nicht

Eine Studie der University of Texas at Austin begleitete 82 junge Erwachsene monatelang mit Trackern am Handgelenk. Körperliche Aktivität verlängerte die REM-Latenz, also die Zeit bis zum Eintritt in den REM-Schlaf. Das ist der konkreteste Befund einer Wearable-Studie, die sonst ebenso viele Fragen aufwirft, wie sie beantwortet.

GesundheitErklärtHanna VogtVeröffentlicht: 27. September 20263 Min. LesezeitQuellen 1
Was eine Schlafstudie der UT mit Wearables tatsächlich maß und was nicht

Die Studie erschien in Nature Scientific Reports. Sie beobachtete Schlaf und Aktivität im Alltag der Teilnehmer, nicht im Labor. Die Teilnehmer trugen ein Gerät am Handgelenk, das Bewegung und Herzfrequenz aufzeichnete. Daraus leiteten die Forscher Tiefschlaf (NREM), REM-Schlaf und körperliche Aktivität ab. Eine Smartphone-App sammelte die selbst berichteten Angaben zum Wohlbefinden.

Genau dieses Design ist der Punkt. Laut der Darstellung der UT Austin war die meiste frühere Arbeit im Labor entstanden und zog ihre Schlüsse aus einer einzigen Nacht.

„Man kann aus Laborstudien viel lernen, aber es gibt offensichtlich Grenzen, wenn man die Schlafmuster einzelner Teilnehmer in nur einer Nacht untersucht“, sagte Benjamin Baird, Forschungsassistent für Psychologie und einer der Autoren. Ein Labor sei eine ungewohnte, klinische Umgebung, die Stress verursachen könne, sagte er. Forscher könnten dort nicht wirklich über die Zeit beobachten. „Daher gibt es immer Fragen zur Verallgemeinerbarkeit dieser Art von Design.“

Was die Tracker zeigten

Das zentrale Ergebnis betrifft die Schlafarchitektur, also den Aufbau jedes Schlafzyklus. Ein Zyklus dauert 90 bis 120 Minuten und enthält drei Stadien des Non-REM-Schlafs, im Bericht der UT als leichter, tiefer und tiefster NREM beschrieben. Danach folgt der REM-Schlaf, der etwa die letzten 25 % jedes Zyklus ausmacht. Körperliche Aktivität verlängerte bei den Teilnehmern die REM-Latenz. Die Forscher vermuten, dass Bewegung hilft, tiefere Schlafstadien zu festigen, bevor das Gehirn in den REM-Schlaf übergeht.

Die Studie bestätigte zudem Befunde aus Schlaflabors: Sowohl Aktivität niedriger Intensität als auch mäßige bis starke Aktivität hingen mit tieferem, erholsamerem Schlaf zusammen. Besserer Schlaf ging wiederum mit mehr Energie und weniger Stress am folgenden Morgen einher. Diese zweite Verbindung macht die Wearable-Daten interessanter, weil sie von der Schlafstadienbestimmung zu dem übergeht, wie sich Menschen nach eigener Aussage fühlen.

David M. Schnyer, Mitautor und Leiter der Abteilung für Psychologie, bezeichnete das Gerät selbst als den bemerkenswerten Teil. „Wir haben mit einem Standard-Fitbit gezeigt, den jeder tragen könnte, nicht einmal einem teuren wissenschaftlichen Gerät, dass er tatsächlich empfindlich auf diese Art von Messungen der Schlafarchitektur reagiert, und zwar so, dass sich vorhersagende Ergebnisse zeigen“, sagte er. „Die Welt steht einem jetzt offen. Man kann dieses Gerät nutzen, um alle möglichen Daten zur Schlafarchitektur im Zusammenhang mit Lebensstil, mit Stimmung und Stimmungsstörungen im Feld zu untersuchen, nicht im Labor, was man früher für unmöglich gehalten hätte.“

Die Grenzen, die man nennen sollte

Zwei Dinge begrenzen, wie weit das Ergebnis trägt. Die Stichprobe umfasste 82 junge Erwachsene. Die Schlafstadien wurden aus Bewegungs- und Herzfrequenzsignalen abgeleitet, nicht direkt mit Polysomnographie gemessen, der klinischen Standardmethode. Die Studie ist zudem korrelativ: Sie zeigt, dass Aktivitätsmuster und Schlafarchitektur sich über die Zeit gemeinsam verändern, nicht dass Bewegung die Veränderung verursacht.

Die Arbeit der UT entstand aus einer Pilotstudie im Rahmen von Whole Communities-Whole Health, einem interdisziplinären Forschungsprogramm, das Gemeinden und Teilnehmer in die Erhebung von Gesundheitsdaten einbezieht. Diese Einordnung ist wichtig für alle, die das Ergebnis als Aussage über ein Verbraucherprodukt lesen. Der Befund betrifft eine Gruppe, die zu Hause einen Tracker in Verbraucherqualität trug. Er sagt nichts darüber, was der nächtliche Schlafwert eines Einzelnen bedeutet.

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Quellen

1
  1. 01Move More, Sleep Better, UT Study Finds - UT NewsEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Hanna Vogt

Hanna Vogt

Wissenschaft und Gesundheit

Hanna Vogt schreibt für FLASH24 über Wissenschaft und Gesundheit und stützt sich dabei auf Primärstudien, Behördenberichte und Rohdaten statt auf Pressemitteilungen. Bei Zahlen prüft sie Stichprobengrößen, Konfidenzintervalle und ob die zitierte Quelle die Aussage tatsächlich deckt. Für ihre Texte spricht sie mit Studienautorinnen, wartet auf Peer-Review-Fassungen und vergleicht Vorabdrucke mit der finalen Publikation. Dass sie privat Materialphysik verfolgt und mit eigenem Teleskop den Himmel beobachtet, erklärt, warum sie bei Messmethoden und Instrumenten genau nachfragt. Sie publiziert keine Ergebnisse, deren Datengrundlage sie nicht selbst eingesehen hat.

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