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Apple bietet nach deutschem Vergleich alternativen EU-Zustimmungsbildschirm für Tracking an

Mit iOS 27.2 und iPadOS 27.2 führt Apple einen neu gestalteten Bildschirm für App Tracking Transparency ein. In fünf Ländern ist er aufgrund deutscher Verpflichtungen Pflicht, die am 17. August 2026 verbindlich wurden.

TechnologieNachrichtLena BrandtVeröffentlicht: 7. November 20264 Min. LesezeitQuellen 35
Apple bietet nach deutschem Vergleich alternativen EU-Zustimmungsbildschirm für Tracking an

Der alternative Bildschirm steht allen Entwicklern offen, die Apps in der EU vertreiben. In Deutschland, Frankreich, Italien, Polen und Rumänien müssen Apps ihn wegen rechtlicher Vorgaben einsetzen, teilte Apple mit. Die Änderungen sollen die Zustimmungsabfragen für Apples eigene Dienste und für fremde Entwickler besser vergleichbar machen, berichtete GuruFocus. Ab Zustellung der deutschen Entscheidung hat Apple vier Monate Zeit für die Umsetzung. Ein unabhängiger Treuhänder überwacht die Einhaltung sieben Jahre lang.

Was der neue Bildschirm leistet

Die Abfrage wird zu einer ganzseitigen Ansicht statt zu einem Pop-up, und das Wort "track" verschwindet aus dem Text, berichtete TechCrunch. Aus den Schaltflächen "Allow" und "Ask App Not to Track" werden "Allow" und "Reject". Farben und Formatierung ändern sich, und Entwickler können einen anklickbaren Link anhängen, der erklärt, welche Daten sie erheben und warum. Das Paket umfasst mehr als ein halbes Dutzend Änderungen.

Auch Drittanbieter erhalten mehr Spielraum, Apples Tracking-Abfrage mit eigenen datenschutzrechtlichen Einwilligungen zu verbinden, berichtete GuruFocus.

Entwickler dürfen EU-Nutzer ein Jahr nach deren früherer Entscheidung erneut abfragen, egal ob diese Zustimmung oder Ablehnung lautete, heißt es in Apples Entwicklerdokumentation. Die erneute Abfrage gilt nicht, wenn ein Nutzer die geräteweite Einstellung abgeschaltet hat, die Apps überhaupt erst erlaubt zu fragen.

Warum sich der Streit um die Zustimmung lohnt

Apples Dienstegeschäft erwirtschaftete im dritten Geschäftsquartal 30.700.000.000 Dollar, 12 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Apple nennt Werbung und Cloud-Dienste als wichtigste Wachstumstreiber. Die Dienste kommen auf eine Bruttomarge von 75,6 Prozent, deutlich mehr als das Produktgeschäft. Europa trug im selben Zeitraum 29.400.000.000 Dollar zum Quartalsumsatz bei, ein Plus von 22 Prozent, berichtete GuruFocus.

Nutzer antworten auf Zustimmungsabfragen in der Regel damit, dass Apps sie nicht verfolgen sollen. Das schadet werbefinanzierten Geschäften wie Meta und stärkt Apples eigene Werbung, berichtete TechCrunch. Entwickler sind für personalisierte Werbung auf diese Daten angewiesen. Formulierung und einfache Handhabung der Abfrage wirken deshalb direkt auf die Umsätze von Drittanbieter-Apps, berichtete Medianama.

Seit April 2023 ist es Apple nach dem deutschen Missbrauchsaufsichtsregime untersagt, eigene Angebote zu bevorzugen. Dasselbe Prinzip steht im EU Digital Markets Act, berichtete Medianama. Die Schieflage im Kern des Falls: Apples eigene Apps zeigten die Abfrage nicht, Apps von Drittanbietern mussten sie zeigen. Die Regulierer nannten das wettbewerbswidrig. Apple erklärt, die Bildschirme schützten die Privatsphäre der Verbraucher, obwohl das Unternehmen personalisierte Werbung mit Daten aus den eigenen Apps betreibt, berichtete TechCrunch. Apple hat bestritten, dass seine Datenschutzregeln das eigene Geschäft unfair begünstigen, und argumentiert, ATT schütze vor unternehmensübergreifendem Tracking, berichtete PYMNTS.

Frankreich und Italien hatten Apple wegen ATT bereits mit Geldbußen belegt. Frankreich verhängte im März 2025 eine Strafe von 150.000.000 Euro, Italien legte später im selben Jahr 98.600.000 Euro nach, berichtete GuruFocus. Beide Behörden richteten den Blick darauf, wie die Regeln Drittanbieter-Entwickler und den Werbewettbewerb trafen.

Wie der deutsche Fall endete

Das Bundeskartellamt eröffnete im Juni 2022 seine Untersuchung zu ATT, berichtete Medianama. Im Februar 2025 legte es vorläufige Feststellungen vor, wonach Apple Drittanbieter-Entwickler nicht gleich behandelte, und benannte mögliche Selbstbevorzugung. Im Dezember 2025 lief ein förmlicher Markttest von Apples vorgeschlagenen Abhilfemaßnahmen. Danach machte das Bundeskartellamt die Verpflichtungen rechtlich verbindlich und schloss das Verfahren.

Der Vergleich erfasst auch verwandte Verfahren in Frankreich und Italien. Damit endet eine breitere regulatorische Auseinandersetzung statt eines Einzelfalls, berichtete Medianama.

Wie es weitergeht

Die alternative Abfrage kommt mit iOS 27.2 und iPadOS 27.2, berichtete PYMNTS. Apple hat angekündigt, die Änderungen auf fast alle Länder der Europäischen Union auszuweiten. Die Vereinbarungen heben die Zustimmungspflicht nicht auf und ändern nichts daran, wann Entwickler erstmals fragen müssen, heißt es in Apples Entwicklerdokumentation.

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Quellen

35
  1. 01Apple will let EU apps use less-alarming tracking-consent screensEN
  2. 02Apple Wins Major Relief in Antitrust BattleEN
  3. 03Apple softens EU tracking prompts after antitrust pressureEN
  4. 04Apple Eases EU Tracking Rules After Antitrust ScrutinyEN
  5. 05Apple fined $2 billion by EU for impeding competition to App StoreEN
  6. 06Apple blasts EU over digital competition laws, warning they make "fraud and scams" more likelyEN
  7. 07European Antitrust Bimonthly Bulletin – July/August 2026EN
  8. 08In 2025, Apple gave a 'warning' to Europe, Google is giving same in 2026; says EU fails to ...EN
  9. 09Australia Orders Apple to Overhaul Its App Store Rules by 2027EN
  10. 10Apple führt Bleibeangebote beim Abo-Kündigen im App Store einEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Lena Brandt

Lena Brandt

KI, Modelle und Technik

Lena Brandt schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Studien und öffentlich zugängliche Datensätze, statt Pressemitteilungen ungeprüft zu übernehmen. Bei Modellvergleichen kontrolliert sie Benchmark-Werte, Trainingsdaten und Versionsnummern und rechnet Angaben zu Rechenleistung und Kosten selbst nach. Sie spricht mit Entwicklern und Forschern, wartet auf angekündigte Updates und vergleicht Releases, bevor sie eine Einschätzung abgibt. Privat beschäftigt sie sich mit 3D-Druck, alten Rechnern und der Frage, wie Modelle aus Internetmüll lernen – Themen, die regelmäßig in ihre Texte einfließen. Sie publiziert keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst überprüfen konnte.

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