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NuScale schließt Vertrag mit Doosan über Kühlkreislauf des ersten Serienreaktors

NuScale Power hat mit Doosan Enerbility einen Vertrag über das obere Reaktorkühlsystem seines 77-Megawatt-Moduls geschlossen. Die Fertigung läuft damit im Werk Changwon in Korea in die First-Article-Produktion, während NuScale den kommerziellen Einsatz vorbereitet.

WissenschaftAnalyseHanna VogtVeröffentlicht: 7. November 20264 Min. LesezeitQuellen 36
NuScale schließt Vertrag mit Doosan über Kühlkreislauf des ersten Serienreaktors

Der Vertrag umfasst die weitere Fertigung zentraler Bauteile des oberen Reaktorkühlsystems im Produktionswerk von Doosan in Changwon, teilte NuScale mit. Er baut auf einer Partnerschaft auf, die 2019 begann. Seither haben die Unternehmen Fertigungsverfahren, Lieferkette und Produktionsinfrastruktur für die von der NRC zugelassene Technologie von NuScale entwickelt. Unterzeichnet wurde die Vereinbarung bei einer Zeremonie in der Zentrale von Doosan.

„Diese Vereinbarung ist ein bedeutender Schritt, um unser zugelassenes Design in lieferbare Module zu überführen“, sagte John Hopkins, Präsident und Vorstandsvorsitzender von NuScale. Das Nuklearfertigungswerk von Doosan und die Arbeit seit 2019 gäben NuScale die Kapazität und die ausgereiften Prozesse, um Module nach den Zeitplänen der Kunden zu liefern. Jongdoo Kim, Vorstandsvorsitzender des Nukleargeschäfts von Doosan, sagte, der Vertrag markiere den Übergang „von der technischen Validierung in die tatsächliche Fertigung“.

Designzulassung und Leistung der Module

Nach Angaben von NuScale ist sein Design das einzige kleine modulare Reaktordesign, das von der US-Atomaufsichtsbehörde Nuclear Regulatory Commission zertifiziert ist. Die Zulassung der NRC gilt für das Reaktordesign. Im Werk gebaute Komponenten lassen sich nach Angaben des Unternehmens zu den Baustellen transportieren. Jedes Modul leistet 77 Megawatt elektrisch oder 250 Megawatt thermisch brutto. NuScale kann Anlagen mit bis zu 12 Modulen für 924 MWe konfigurieren.

Am 1. September 2026 erklärten NuScale und MillenniTEK, sie hätten erstmals Boroxid-Pellets für das passive Notkühlsystem des Reaktorkerns gefertigt. Die Pellets sollen sich im Reaktorkühlmittel auflösen und die Reaktivität des Kerns ohne Eingriff des Bedienpersonals auf sicherem Niveau halten, so NuScale.

Der Auftragsbestand ist weiterhin unverbindlich

Der Vertrag betrifft eine Komponente, das obere Reaktorkühlsystem. Für komplette Module im TVA-Programm hat NuScale keinen verbindlichen Auftrag. Das größte angekündigte US-Programm mit Bezug zu NuScale ist der Plan von TVA, bis zu 6 Gigawatt Kernkraftkapazität zuzubauen, etwa 72 der 77-Megawatt-Module. Die Vereinbarung vom September 2025, auf der dieser Plan beruht, unterzeichneten TVA und ENTRA1 Energy, der exklusive Vermarktungspartner von NuScale. NuScale war nicht Vertragspartei. Die Vereinbarung ist unverbindlich.

Nach der angekündigten Struktur würde ENTRA1 die Anlagen entwickeln, finanzieren, besitzen und betreiben und den Strom über künftige Stromabnahmeverträge an TVA verkaufen. NuScale würde die Reaktortechnologie liefern. TVA und ENTRA1 zufolge könnte das Programm etwa 4,5 Millionen Haushalte oder 60 neue Rechenzentren versorgen. NuScale und ENTRA1 halten zudem ein Gemeinschaftsunternehmen zu gleichen Teilen namens ENTRA1 NuScale.

Derzeit fließt Geld von NuScale an ENTRA1, wenn das Programm Meilensteine erreicht. Im Rahmen einer im August 2025 unterzeichneten Vereinbarung über Partnerschaftsmeilensteine verbuchte NuScale für den ersten Meilenstein einen Aufwand von 507,4 Millionen Dollar, den seine Berichte als 15 Prozent der Gesamtsumme ausweisen. Davon zahlte das Unternehmen 2025 247,5 Millionen Dollar und in der ersten Hälfte des Jahres 2026 259,9 Millionen Dollar. Der operative Mittelabfluss erreichte in der ersten Hälfte des Jahres 2026 372,9 Millionen Dollar, gegenüber 56,1 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Der Umsatz im zweiten Quartal 2026 lag bei 75.000 Dollar, nach 8,1 Millionen Dollar ein Jahr zuvor.

Wie es weitergeht

NuScale zufolge setzt ENTRA1 die Gespräche mit TVA über einen endgültigen Stromabnahmevertrag fort. Solange keiner unterzeichnet ist, ist nichts vertraglich gebunden. Der Vertrag mit Doosan bringt das obere Reaktorkühlsystem in die First-Article-Produktion. Nach Angaben von NuScale stärkt die Vereinbarung seine Fähigkeit, mit fortschreitenden Kundenprojekten von der Designzertifizierung zur Auslieferung von Modulen zu kommen.

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Quellen

36
  1. 01NuScale Power and Doosan Enerbility Sign Agreement for Manufacturing of NuScale Power ModuleEN
  2. 02NuScale Wouldn't Own a Reactor in the Deal Driving Its StockEN
  3. 03NuScale's Modular Reactors Offer Flexible Clean Energy SupplyEN
  4. 04Small Modular Reactor Market Outlook 2026-2035 - Featuring Profiles of NuScale Power, Rolls-Royce SMR, and GE Hitachi Nuclear EnergyEN
  5. 05Small Modular Reactor Market Outlook 2026-2035 - Featuring Profiles Of Nuscale Power, Rolls-Royce SMR, And GE Hitachi Nuclear EnergyEN
  6. 06NuScale Power and MillenniTEK Advance Manufacturing Technology for First-of-a-Kind Reactor Safety ComponentEN
  7. 07Could Industrial Heat Unlock New Growth for NuScale Stock?EN
  8. 08NuScale and Nucor's SMR talks put firm power back in industrial planningEN
  9. 09NuScale Wouldn't Own a Reactor in the Deal Driving Its StockEN
  10. 10Will PG&E’s $2B grid cutbacks derail California’s clean energy buildout?EN
  11. 11Democrats' state wins open the door for major clean energy progressEN
  12. 12Top clean energy wins from the midterm electionsEN
  13. 13Blue Wave Not Climate Related, But Critical To Clean Energy & Electric VehiclesEN
  14. 14Lame-duck Congress might actually do something: speed up energy projectsEN
  15. 15Tampa Community Turns Out for Sierra Club’s ‘Power & Perspectives: The Energy Dialogue’EN
  16. 16The wins and weak spots in America's solar supply chainEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Hanna Vogt

Hanna Vogt

Wissenschaft und Gesundheit

Hanna Vogt schreibt für FLASH24 über Wissenschaft und Gesundheit und stützt sich dabei auf Primärstudien, Behördenberichte und Rohdaten statt auf Pressemitteilungen. Bei Zahlen prüft sie Stichprobengrößen, Konfidenzintervalle und ob die zitierte Quelle die Aussage tatsächlich deckt. Für ihre Texte spricht sie mit Studienautorinnen, wartet auf Peer-Review-Fassungen und vergleicht Vorabdrucke mit der finalen Publikation. Dass sie privat Materialphysik verfolgt und mit eigenem Teleskop den Himmel beobachtet, erklärt, warum sie bei Messmethoden und Instrumenten genau nachfragt. Sie publiziert keine Ergebnisse, deren Datengrundlage sie nicht selbst eingesehen hat.

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