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Betsi Cadwaladr prüft Ende der dringenden Versorgung an drei Kliniken bis März 2027

Der Gesundheitsverbund Betsi Cadwaladr will die dringende Primärversorgung an drei Kliniken in Nordwales bis zum 31. März 2027 einstellen und hat dazu eine Konsultation gestartet. Als Gründe nennt er Finanzdruck und Probleme bei der Personalgewinnung. Lokale Politiker lehnen den Schritt ab.

GesundheitAnalyseHanna VogtVeröffentlicht: 6. November 20264 Min. LesezeitQuellen 18
Betsi Cadwaladr prüft Ende der dringenden Versorgung an drei Kliniken bis März 2027

Drei Kliniken betroffen

Der Vorschlag betrifft Ysbyty Penrhos Stanley in Holyhead, Ysbyty Alltwen in Tremadog und Ysbyty Gwynedd in Bangor. Keith Amos, beim Verbund zuständig für die Führung der verwalteten Praxen im Westen, bestätigt in einem Schreiben die Genehmigung für eine formelle Konsultation zur organisatorischen Veränderung. Ziel ist die Einstellung des Dienstes West urgent primary care centre (UPCC) zum 31. März 2027, wie der North Wales Chronicle berichtete.

Der Verbund erklärte, der Zugang zur dringenden Versorgung habe Priorität. Die Zentren seien jedoch unter finanziellem Druck und hätten anhaltende Schwierigkeiten, Personal zu finden und zu halten. Der Dienst stütze sich zunehmend auf Aushilfskräfte. In den Zentren arbeiten Hausärzte, spezialisierte Pflegekräfte und Physiotherapeuten. Sie behandeln Patienten mit dringenden Gesundheitsproblemen noch am selben Tag, wie die BBC berichtete.

Die drei Zentren öffneten 2022, nachdem der Verbund Mittel der walisischen Regierung gesichert hatte, so der North Wales Chronicle. Seit 2020 entstanden in ganz Wales UPCCs, um Hausarztpraxen und Notaufnahmen zu entlasten, wie der Guardian berichtete. Die Pläne hätten keine Auswirkungen auf die UPCC-Dienste am Mold Community Hospital und am Wrexham Maelor Hospital, berichtete die BBC.

Widerstand über Parteigrenzen hinweg

Die Abgeordnete von Gwynedd, Beca Brown, und Liz Saville Roberts, die Parlamentsabgeordnete der Region, schrieben wegen Ysbyty Alltwen an Vorstandschefin Carol Shillabeer. Der Vorschlag habe bei Anwohnern, die auf das Zentrum angewiesen sind, erhebliche Angst ausgelöst. Das betreffe besonders ältere Menschen, Familien mit kleinen Kindern und Menschen, denen eine Fahrt zu weiter entfernten Behandlungsorten schwerfällt, meldete der Cambrian News. Sie forderten den Verbund auf, die Belege hinter dem Plan offenzulegen und vor Änderungen eine transparente und umfassende Konsultation durchzuführen. Zudem verlangten sie ein dringendes Treffen mit Vertretern des Verbunds.

Janet Finch-Saunders, konservative Abgeordnete für Bangor Conwy Môn, sagte, die Zentren entlasteten die Notaufnahmen, wenn Menschen keinen Hausarzttermin bekommen, aber sofortige Hilfe brauchen. Ohne sie könnten die bestehenden Wartezeiten steigen und Behandlungen sich verzögern. Sie schrieb außerdem an Mabon ap Gwynfor MS, den Kabinettsminister für Gesundheit und Pflege in Wales, und bat ihn einzugreifen, damit das Zentrum in Holyhead offen bleibt, wie der North Wales Chronicle berichtete.

Der Kreisrat von Holyhead, Jeff Evans, sagte, die Schließung hätte "verheerende Folgen für die Gemeinde und die Patienten". Er fragte, wohin die Menschen dann gehen sollten, so die BBC. Zu den weiteren Personen, die an den Verbund schrieben, gehören Llinos Medi, Plaid-Cymru-Abgeordnete für Ynys Môn, und Helen Jenner, Vorsitzende von Reform Wales und Abgeordnete für Bangor Conwy Môn. Elwyn Vaughan MS sagte, Anwohner bis aus Bro Dysynni nutzten Ysbyty Alltwen. Jeder Vorschlag müsse die ländliche Lage und die Entfernungen berücksichtigen, berichtete der Cambrian News.

Verbund unter Sonderaufsicht

Der Verbund steht seit 2015 unter Sonderaufsicht. Grund waren Bedenken zur Qualität der Versorgung, zur Patientensicherheit und zur Führung, wie der Guardian berichtete. Die BBC berichtete, der Verbund habe neun Jahre unter Sonderaufsicht gestanden, als er im Juni eine "letzte Chance" zur Besserung erhielt. Ysbyty Penrhos Stanley verlor 2025 bereits seine vier Betten umfassende Hospizeinheit, die von St David's Hospice betrieben wurde.

Laut Guardian versorgt der Verbund etwa ein Viertel der Bevölkerung von Wales. Die Ausgaben des NHS machen fast die Hälfte des walisischen Regierungsbudgets von 27.500.000.000 Pfund aus. Bei sechs der sieben Gesundheitsverbände in Wales stellte sich kürzlich heraus, dass sie ihre gesetzliche Pflicht verfehlt haben, über einen Zeitraum von drei Jahren kostendeckend zu wirtschaften, weil sie ihre laufenden Kosten kaum unter Kontrolle haben.

Wie es weitergeht

Shillabeer sagte, der Zugang zur dringenden und notfallmäßigen Versorgung bleibe eine Priorität. Der Verbund prüfe derzeit das bestehende UPCC-Angebot und spreche mit dem Personal. "Das Ergebnis der Prüfung und das mögliche weitere Vorgehen werden in den kommenden Monaten erarbeitet", sagte sie.

Die walisische Regierung erklärte, Entscheidungen über die Ausgestaltung der lokalen NHS-Dienste lägen beim Gesundheitsverbund. Er könne die Bedürfnisse seiner Bevölkerung am besten einschätzen. Von den Organisationen des NHS Wales erwarte sie, dass sie sich offen und transparent mit den Beteiligten austauschen, wie es die nationalen Vorgaben verlangen.

Finch-Saunders ermutigte Beschäftigte im Gesundheitswesen und Anwohner, ihre Meinung zu äußern, wie der North Wales Chronicle berichtete.

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Quellen

18
  1. 01Gwynedd hospitals face urgent care centre closures, sparking safety fearsEN
  2. 02Betsi Cadwaladr proposes closure of three Gwynedd urgent care centresEN
  3. 03Welsh health board considers closing urgent primary care centres at three hospitalsEN
  4. 04Future of Anglesey urgent primary care centre under threatEN
  5. 05Cardiff and Vale health's boards systemic problems are unacceptable, says health minister - BBCEN
  6. 06Local patient watchdogs to stay open after U-turn - AOL.comEN
  7. 07Single-payer health care system proponents were thrown a big bone this electionEN
  8. 08Rural health board shake-up opposed as locals fight cuts to hospital beds - AOL.comEN
  9. 09Google’s first Wyoming data centre will run on gas with carbon captureEN
  10. 10STAT+: What the midterms could mean for the future of health AIEN
  11. 11STAT+: As more doctors consult chatbots, health systems can block them — or buy in EN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Hanna Vogt

Hanna Vogt

Wissenschaft und Gesundheit

Hanna Vogt schreibt für FLASH24 über Wissenschaft und Gesundheit und stützt sich dabei auf Primärstudien, Behördenberichte und Rohdaten statt auf Pressemitteilungen. Bei Zahlen prüft sie Stichprobengrößen, Konfidenzintervalle und ob die zitierte Quelle die Aussage tatsächlich deckt. Für ihre Texte spricht sie mit Studienautorinnen, wartet auf Peer-Review-Fassungen und vergleicht Vorabdrucke mit der finalen Publikation. Dass sie privat Materialphysik verfolgt und mit eigenem Teleskop den Himmel beobachtet, erklärt, warum sie bei Messmethoden und Instrumenten genau nachfragt. Sie publiziert keine Ergebnisse, deren Datengrundlage sie nicht selbst eingesehen hat.

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