Burna Boy: Toni Braxton bekommt 60 Prozent der Streaming-Tantiemen von „Last Last“
Toni Braxton erhält nach Angaben von Burna Boy 60 Prozent der Streaming-Tantiemen seines Hits „Last Last“ aus dem Jahr 2022. Das berichtete The Guardian Nigeria am 3. November. Für einen Sample-Deal ist diese Zahl ungewöhnlich konkret, denn Künstler sprechen selten öffentlich über solche Vereinbarungen.

Die 60-Prozent-Aufteilung beim Sample
Burna Boy machte die Angabe im Podcast Million Dollaz Worth of Game. Der Anteil bezieht sich auf das Sample von Braxtons Single „He Wasn't Man Enough“ aus dem Jahr 2000.
„Aber sie nimmt 60 Prozent davon. Ich beschwere mich nicht“, sagte er im Podcast.
Für Künstler und Songwriter sagt die Streaming-Summe eines Hits wenig über das tatsächliche Einkommen aus, denn Sample-Freigaben und Verträge entscheiden über die Aufteilung. Die meisten Vertragsbedingungen bleiben vertraulich.
Später stellte er in der Show Shopping for Sneakers klar, dass sich die Zahl auf die Streaming-Tantiemen bezieht und nicht auf die gesamten Einnahmen des Songs. „Last Last“ erschien im Mai 2022 und wurde zu einem seiner prägenden Stücke. Damals sagte er, der Song habe ihm mehr Geld eingebracht als jeder andere seiner Karriere.
Labels verzeichnen Wachstum im Streaming
UMG meldete am 29. Oktober für das dritte Quartal 2026 einen Umsatz von 3.394.000.000 EUR, 12,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der bezahlten Konten im Tonträgergeschäft stieg um 19,2 Prozent, gesponsertes Streaming legte um 4,7 Prozent zu, und der physische Verkauf wuchs zu konstanten Wechselkursen um 17,4 Prozent. Der Konzern führte das auf höhere Großhandelspreise und stetiges Abonnentenwachstum zurück. Der Global Music Report 2026 der IFPI, veröffentlicht am 18. März, bezifferte den Branchenumsatz für 2025 auf 31.700.000.000 USD, ein Plus von 6,4 Prozent und das elfte Wachstumsjahr in Folge. Auf Streaming entfielen mehr als 22.000.000.000 USD oder 69,6 Prozent des Gesamtumsatzes. Bezahldienste hielten 52,4 Prozent Marktanteil bei 837.000.000 Abonnenten weltweit.
Wie die Erlöse aufgeteilt werden
Spotify for Artists zufolge erzeugt ein einziger Stream zwei Tantiemen: Aufnahme-Tantiemen für den Rechteinhaber der Aufnahme und Verlags-Tantiemen für den Textdichter und Komponisten.
Spotify zahlt nach eigenen Angaben keine feste Vergütung pro Stream, sondern nutzt einen Streamshare-Mechanismus. Die Auszahlungen richten sich deshalb nach der Gesamtzahl der Streams und den Abonnementerlösen. Ein Sample-Deal kommt auf beide Tantiemenströme obendrauf. Er wird zwischen den Rechteinhabern ausgehandelt und nicht von der Plattform festgelegt.
Kataloginvestoren und regionales Wachstum
IPNation mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten, im August gestartet, will 100.000.000 USD einsammeln, um arabische Musikkataloge und Unterhaltungsrechte zu kaufen. Eine erste Übernahme hat das Unternehmen noch nicht angekündigt.
Geplant sind 10 bis 20 Kataloge mit Einzelvolumina zwischen 2.000.000 USD und 10.000.000 USD. Eddy Maroun, Mitgründer von Anghami und Vorsitzender von IPNation, sagte gegenüber Music Business Worldwide, man wolle „ikonische, gereifte Kataloge mit in der Regel fünf Jahren stabilisierter Tantiemen“. Die IFPI bezifferte das Wachstum der Tonträgerumsätze in der MENA-Region für 2025 auf 15,2 Prozent, gleichauf mit Subsahara-Afrika und hinter Lateinamerika mit 17,1 Prozent. Streaming machte 97,5 Prozent der Tonträgerumsätze der Region aus. PopArabia, der Abu-Dhabi-Partner von Reservoir Media, kaufte im April das MENA-Label und den Vertrieb Viral Wave und verwaltet nach eigenen Angaben fast 100.000 arabische Songs.
Betrug und KI-Kennzeichnung
Nicht alles Geld in dieser Kette ist echt. Michael Smith wurde zu 18 Monaten Haft verurteilt, weil er mit KI-generierter Musik und Bots mehr als 8.000.000 USD an gefälschten Streaming-Tantiemen kassierte, wie RouteNote berichtete.
Sein Betrugsmodell lief zwischen 2017 und 2024 über Milliarden gefälschter Streams, und er muss das Geld zurückzahlen. Deezer gibt an, mehr als 42.000.000 KI-generierte Titel identifiziert zu haben. Das Unternehmen plant einen globalen Filter, mit dem Hörer vollständig KI-generierte Musik bis Ende 2026 aus den Suchergebnissen ausschließen können. YouTube Music kennzeichnet Titel, die überwiegend mit generativer KI entstanden sind.
Was weiterhin offen ist
Die vollständigen Vertragsbedingungen hinter „Last Last“ sind nicht öffentlich. Wegen Spotifys Streamshare-Modell schwanken die Auszahlungen pro Stream je nach Monat und Markt. Eine einzelne Rate zeigt daher nicht, was ein Künstler tatsächlich erhält.
Quellen
10- 01Toni Braxton gets 60% of 'Last Last' royalties – Burna Boy - The Guardian Nigeria NewsEN
- 02When streaming becomes a 'gold mine' for the music industry. - Vietnam.vnEN
- 03The biggest music industry news | October 2026 roundup - RouteNoteEN
- 04'Arabic music is not a niche waiting to be discovered.' - Music Business WorldwideEN
- 05Billboard Publishes Streaming Guide for Florida-Georgia College Football Rivalry - Music Industry WeeklyEN
- 06Hit Songs, Empty Pockets? The Debate Over Music Royalties in TanzaniaEN
- 07Chip Industry Technical Paper Roundup: Nov. 3EN
- 08What Europe Can Learn From China If It Wants To Save Its IndustryEN
- 09AI, fuelled by advanced chips, set to power semiconductor manufacturing: industry veteranEN
- 10ASRock Industrial AI Box-A395 Review: Taking Strix Halo to WorkEN
Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
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