UMG und Sony fordern von DistroKid Daten zu KI-Musik, während die Streaming-Tantiemen steigen
Universal Music Group, Sony Music und DistroKid haben einem Bundesgericht in Manhattan am 28. Oktober mitgeteilt, sie "arbeiteten an einer Lösung" in der Auseinandersetzung um die Forderung der Labels nach den KI-Musikdaten des Distributors. DistroKid hat bis zum 6. November Zeit zu antworten.

Gewinnen die Labels die Anordnung, werden die Anteile KI-markierter Tracks und ihre Tantiemen zu beeideten Beweismitteln im Suno-Urheberrechtsfall. In diesem Verfahren geht es um Marktschaden.
Eine Vorladung, eine Frist und 30-40% der neuen Musik
Geprüft wird, ob KI-Output dem Markt für lizenzierte Musik schadet. Das Gericht hat über die von den Labels beantragte Anordnung noch nicht entschieden. Keine der beiden Seiten hat gesagt, was eine Lösung beinhalten würde. Richter Arun Subramanian genehmigte die gemeinsame Eingabe in Manhattan am 28. Oktober. Die Anwälte beider Seiten hatten sie einen Tag zuvor unterzeichnet. Die Labels hatten DistroKid die Vorladung im September zugestellt. In ihrem Antrag schrieben die Labels, DistroKid "weigere sich, auch nur ein einziges Dokument vorzulegen". Sie nannten den Distributor außerdem "einen der Hauptkanäle, über die der Streamingmarkt mit KI-generierten Aufnahmen überschwemmt wird".
DistroKid gibt an, 30-40% "aller neuen Musik weltweit" zu vertreiben. Diese Zahl steht im Zentrum des Streits.
Die Labels wollen monatliche Zahlen darüber, wie viele Tracks an Streamingdienste geliefert und wie viele davon getestet wurden. Sie wollen außerdem wissen, wie viele als wahrscheinlich KI-generiert eingestuft wurden und welche Streams und Tantiemen diese Aufnahmen insgesamt erzielten. Digital Music News berichtete, dass DistroKids Antwortfrist vom 4. November auf den 6. November verschoben wurde. Die Daten sind Beweismittel für die Urheberrechtsklage der Labels von 2024 gegen Suno vor dem Bundesgericht in Massachusetts. Suno beruft sich darauf, das Training seiner Modelle mit den Aufnahmen sei Fair Use gewesen. Geprüft wird, ob diese Nutzung dem Markt für die Originalwerke geschadet hat.
Warum die Labels die Zahlen wollen
Der erste Fall umfasst 560 Aufnahmen. Bei bis zu 150.000 US-Dollar pro verletztem Werk ergibt sich rechnerisch ein Maximum von rund 84.000.000 US-Dollar.
UMG und Sony verklagten Suno im September ein zweites Mal, wegen 60.202 weiterer Aufnahmen. Bei derselben Obergrenze pro Werk ergäbe das rechnerisch ein Maximum von knapp über 9.000.000.000 US-Dollar. Warner Music Group, ursprünglich Mitklägerin, einigte sich im November 2025 mit Suno. Apple beantragte am 13. Oktober bei einem Bundesgericht in Kalifornien, Sunos Antrag auf eine Zeugenvernehmung zu blockieren. Suno reichte seine Erwiderung am 27. Oktober ein. In Sunos Schriftsatz heißt es, die Labels behaupteten, der Output von Suno "überschwemme Streamingdienste wie Apple Music" und verwässere die Tantiemenpools, die diese Dienste ausschütten.
Das Geld an der Spitze steigt weiter
Universal Music Group meldete am 29. Oktober für das dritte Quartal 2026 einen Umsatz von 3.394.000.000 Euro. Das waren 12,3% mehr als im Vorjahr.
Die Umsätze mit bezahlten Abonnements im Segment Recorded Music stiegen um 19,2%, gesponsertes Streaming legte um 4,7% zu, und der physische Verkauf wuchs zu konstanten Wechselkursen um 17,4%. Der Global Music Report 2026 der IFPI, veröffentlicht am 18. März 2026, bezifferte den Branchenumsatz 2025 auf 31.700.000.000 US-Dollar, ein Plus von 6,4% und das elfte Wachstumsjahr in Folge. Streaming trug mehr als 22.000.000.000 US-Dollar bei, 69,6% des Gesamten. Bezahldienste machten 52,4% des Marktes aus, mit 837.000.000 Abonnenten weltweit. Bei SiriusXM stiegen die Umsatzbeteiligungs- und Tantiemekosten im Jahresvergleich um 5.000.000 US-Dollar auf 726.000.000 US-Dollar.
Wo das Tantiemegeld landet
Nach Berechnung von Music Business Worldwide entspricht das 33,7% des Gesamtumsatzes. Ein Jahr zuvor lag die Zahl bei 33,4%.
Pandora, im Besitz von SiriusXM, beendete den September mit 38.810.000 monatlich aktiven Nutzern, 6,6% weniger als die 41.560.000 ein Jahr zuvor. Die Zahl der Selbstzahler-Abonnenten sank um 177.000 auf 5.510.000, und die Hörstunden im werbefinanzierten Angebot fielen um 10% auf 2.250.000.000. Die Copyright Society Tansanias, COSOTA, gibt an, dass 70% der eingezogenen Lizenzgebühren an Rechteinhaber gehen und 30% an Verwaltungskosten. Bandcamp behält 15% der digitalen Einnahmen ein. Ab 5.000 US-Dollar kumuliertem Verkauf sinkt der Anteil auf 10%. Ein dort verkauftes Album für 10 US-Dollar bringt laut Ones To Watch etwa so viel ein wie 2.000 bis 3.000 Spotify-Streams.
Quellen
12- 01UMG, Sony, and DistroKid tell court they are 'working on a resolution' in dispute over AI music data for Suno caseEN
- 02DistroKid to Respond to UMG Subpoena Demand by November 6thEN
- 03Suno fights to make Apple testify on whether Apple Music could survive without UMG and SonyEN
- 04When streaming becomes a 'gold mine' for the music industryEN
- 05Pandora's monthly user base fell by 2.75m YoY in Q3, while SiriusXM's total revenue share and royalty costs rose to $726MEN
- 06Hit Songs, Empty Pockets? The Debate Over Music Royalties in TanzaniaEN
- 07Best Platforms for Independent Music Careers in 2026EN
- 08Chip Industry Technical Paper Roundup: Nov. 3EN
- 09What Europe Can Learn From China If It Wants To Save Its IndustryEN
- 10AI, fuelled by advanced chips, set to power semiconductor manufacturing: industry veteranEN
- 11ASRock Industrial AI Box-A395 Review: Taking Strix Halo to WorkEN
- 12Advice for optimizing the space industry with Laura CrabtreeEN
Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
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