Geothermie statt Fusion: Was das DOE am 21. September förderte
Die jüngste Forschungsförderung im Dossier betrifft nicht die Fusion: Am 21. September kündigte das US-Energieministerium laut CleanTechnica 99 Millionen Dollar für 21 Geothermieprojekte der nächsten Generation an. Die Fusion-Schlagzeilen derselben Woche drehen sich um Partnerschaften, nicht um Ergebnisse.

Der jüngste datierte Posten zur Forschungsförderung im Dossier ist eine Geothermie-Förderung. CleanTechnica berichtete am 26. September, das DOE habe die Runde über 99 Millionen Dollar am 21. September angekündigt, aufgeteilt auf 21 Projekte. Sechzehn Projekte erkunden und bewerten Geothermieressourcen, fünf testen die Technologien unter realen Bedingungen.
Das ist eine Förderentscheidung, kein Forschungsergebnis. Der Unterschied zählt, wenn jemand nach einem Forschungsergebnis zur Fusionsenergie fragt. Nichts im Dossier liefert ein Ergebnis eines Fusionsexperiments mit Datum.
Was die Fusion-Posten tatsächlich sind
Das Dossier enthält keine Fusion-Quelle mit vollständigem Text. Die Kontext-Schlagzeilen, in denen Fusion vorkommt, handeln von Institutionen und Geld: eine britisch-amerikanische Universitätsallianz, eine transatlantische Partnerschaft, ein Ingenieurvertrag von Kairos und Samsung über 100 Millionen Dollar und ein von der Abgeordneten Zoe Lofgren eingebrachter Gesetzentwurf. Das sind Nachrichten, aber keine Ergebnisse. Sie stehen nur als Kontext da, nicht als Fakten, auf die dieser Text sich stützen kann. Die ehrliche Antwort lautet also: Das frischeste überprüfbare Forschungsergebnis im gelieferten Material ist Geothermie, das Fusion-Material ist Hintergrund.
Die Zahlen der Geothermie selbst sind bescheiden. CleanTechnica merkt an, dass Geothermie etwa 1% der US-Stromerzeugung im Versorgungsmaßstab ausmacht. Kyle Haustveit, Under Secretary of Energy im DOE, beschrieb das Programm damit, dass es "riesige heimische Geothermieressourcen in zuverlässige und bezahlbare Energie" verwandeln solle. Das Ministerium erklärt, Projektdaten würden über das DOE Geothermal Data Repository öffentlich statt proprietär sein.
Quaise Energy kommt für bis zu 25 Millionen Dollar für das Projekt Obsidian in Zentral-Oregon infrage, das das Unternehmen "weltweit erstes kommerzielles Superhot-Geothermie-Kraftwerk" nennt. CEO Carlos Araque sagte in einer Erklärung, das Ziel sei immer gewesen, Superhot-Geothermie kommerziell Wirklichkeit werden zu lassen. Die Zuschläge sind ausgewählt, aber nicht endgültig: CleanTechnica berichtet, das eigentliche Verfahren müsse noch verhandelt werden.
Ein Ergebnis, das bereits vorliegt
Es gibt ein Geothermie-Ergebnis mit Datum und Zahl. The Register berichtete am 25. September, Fervo Energy, unterstützt von Google, habe am Standort Cape Station im Beaver County in Utah erstmals Strom erzeugt. Der erste von drei GeoBlocks mit 33 MW speist Strom ein und soll diese Woche den kommerziellen Betrieb erreichen, weitere 66 MW sollen bis Neujahr folgen. Fervo zufolge könnte der Standort irgendwann über vier Gigawatt hinauswachsen, und das Unternehmen arbeitet auf 900 MW vertraglich gesicherte Kapazität hin.
Die Berichterstattung von The Register benennt auch die Grenzen. Rhodium hat geschätzt, Geothermie könne bis Ende des Jahrzehnts bis zu 64 Prozent des Rechenzentrumsbedarfs decken, doch Rechenzentren könnten dafür einen Aufschlag von 20 Prozent zahlen. Google hat einen Vertrag über 150 MW mit Ormat und dem Stromversorger NV Energy aus Nevada, und Meta ging 2024 eine Partnerschaft mit Sage Geosystems über bis zu 150 MW ein.
Sage hat einen zweiten Strang. CleanTechnica berichtete, Sage habe am 22. September erklärt, seine Technologie im Versorgungsmaßstab unter dem Namen Project Vector auf Ormats Blue-Mountain-Anlage in Nevada anzuwenden und dabei bestehende Anlagenkapazität und Übertragungsleitungen mitzunutzen.
Uneinig sind sich die Quellen bei Maßstab und Risiko. The Register zitiert einen möglichen Aufschlag von 20 Prozent für Geothermiestrom, DOE und Quaise sprechen von riesigen, zuverlässigen und bezahlbaren Ressourcen. Diese Aussagen stehen in verschiedenen Dokumenten, und im Dossier gleicht keine Seite sie mit der anderen ab.
Quellen
6- 01The Geothermal Energy Wild Card Is Getting WilderEN
- 02Google-backed energy outfit brings 33 MW of 4 GW geothermal potential online in UtahEN
- 03The challenges and opportunities of clean energy in rural AmericaEN
- 04Why mathematicians are hiding research results in zero-knowledge proofsEN
- 05OpenAI says 80 to 90 percent of its research already targets GPT 7 and beyondEN
- 06REM sleep paradox: Dreaming may drain the brain's energy even as fuel supply risesEN
Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
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