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Hydro-Québec-Verhandlungen: Strompreis für Rechenzentren steigt, Kühlung auf 800 VDC

Hydro-Québec beantragte bei der Régie de l'énergie am 1. Oktober die Genehmigung eines neuen Stromtarifs für Rechenzentren über fünf Megawatt. Dieser soll im Schnitt 13 Cent pro kWh kosten, etwa das Doppelte des aktuellen Preises.

TechnologieAnalyseKatrin HoffmannVeröffentlicht: 1. Oktober 20265 Min. LesezeitQuellen 15
Hydro-Québec-Verhandlungen: Strompreis für Rechenzentren steigt, Kühlung auf 800 VDC

Die Verhandlung in Montreal begann am 1. Oktober und dauert bis zum 9. Oktober. Laut The Globe and Mail stehen sich dabei der Provinzversorger und Akteure der Tech-Branche, darunter Google, gegenüber. Hydro-Québec gibt an, dass Rechenzentren unter dem vorgeschlagenen Tarif aktuell 190 MW an Spitzenlast ziehen und bis 2035 auf 1.000 MW steigen könnten.

Energiekosten für Rechenzentren in Québec liegen heute bei etwa sechs Cent pro kWh, so der Energieanalyst Jean-François Blain. „Das erzeugt eine außergewöhnliche Anziehungskraft, die Québec zugutekommt, solange diese Unternehmen versorgt werden können“, sagte er. Der Versorger argumentiert, höhere Tarife würden begrenzen, wie viel der wachsenden Nachfrage des Sektors auf die Stromrechnungen der Haushalte durchgereicht wird.

Strombeschaffung ist jetzt das Projekt

Am selben Tag demonstrierte Trane Technologies einen Kältemittelverdampfer mit 800 Volt Gleichstrom, gebaut mit Eaton und Danfoss, der im Labor mehr als 1.000 Tonnen (3,5 MW) Kühlleistung lieferte. Trane behauptet bis zu 2 % bessere Systemeffizienz als Wechselstrom-Äquivalente. In einem 200-MW-Rechenzentrum könnte das bis zu 1,8 MW für die Berechnung freisetzen, genug für fünfzehn 120-kW-Racks, berichtet HPCwire.

Das ist eine Antwort auf ein strukturelles Problem. Entwickler bewerten zunehmend Erzeugung hinter dem Zähler, Mikror_netze, Batteriespeicher und erweiterte Umspannwerke, weil Hochspannungsleitungen, Umspannwerke und große Transformatoren Jahre in Entwicklung oder Beschaffung dauern können, schreibt Bill Tierney von ProLift Rigging in einem gesponserten Beitrag für Data Center Dynamics. Stromstrategien werden in Megawatt diskutiert; BauTeams erhalten Maße, Gewichte, Freiräume und Krancapazitäten.

„KI-Rechenzentren werden zunehmend zu Kraftwerken sowie zu Rechenzentren“, sagte Abhijit Sunil, Senior Analyst bei Forrester, gegenüber Data Center Knowledge. „KI-Infrastruktur kann jetzt schneller deployed werden, als traditionelle Genehmigungs- und Inspektionsprozesse ausgelegt sind, um sie zu überwachen.“

Sunils Kommentar kam in der Berichterstattung von Data Center Knowledge über eine Strafe von 1.070.000 US-Dollar, die das Department of Environmental Protection von New Jersey einem KI-Rechenzentren-Betreiber in Vineland auferlegte. Der Staat erklärte, die Anlage habe 62 Erdgasgeneratoren ohne erforderliche Genehmigungen betrieben; der Betreiber, identifiziert als DataOne, bestritt den Befund zu den temporären Generatoren, sagte aber, er werde Anträge auf Luftemissionsgenehmigungen stellen, so der New Jersey Monitor.

Die Durchsetzungspraxis ist dünn. Am 22. September kündigte ein staatlicher Beamte die Maßnahme an, etwa sechs Monate nach dem ersten Einwand der Anwohner bei einer Town Hall, berichtet Ars Technica, das berichtete, dass thermische Drohnenaufnahmen von The Guardian und Floodlight News zeigten, dass 45 der 62 Generatoren liefen. DataOne hat 45 Tage Zeit, um Genehmigungen zu beantragen oder den Betrieb einzustellen, kann die Motoren aber während des Antrags weiterlaufen lassen. Nichole Gardner von der lokalen Nichtregierungsorganisation Sustain SJ sagte gegenüber Ars, die Strafe sei „unzureichend, sowohl in der Dollarhöhe als auch in der Durchsetzung“.

Gaspläne stoßen auf Regulierer

In Texas veröffentlichten Verwaltungsrichter der Public Utilities Commission am 30. September einen vorgeschlagenen Beschluss, der feststellt, dass El Paso Electric Alternativen zu einem 366-MW-Gaskraftwerk nicht angemessen berücksichtigt und kein Angebot einholte, berichtete Inside Climate News. Das Kraftwerk würde das 10.000.000.000 US-Dollar teure, 1-GW-Rechenzentrum von Meta im Nordosten von El Paso versorgen. Die Richter empfahlen die Genehmigung nur, wenn der Versorger Kapital- und Betriebskosten nicht auf die Stromkunden überwälzt, andernfalls empfahlen sie die Ablehnung. Eine Anhörung fand im Juli statt; die fünf Kommissare haben noch keine Abstimmung angesetzt.

El Paso Electric behauptete zunächst, Solarstrom würde die Anlage versorgen, beantragte dann im Dezember den Bau von 813 modularen Gaserzeugern von Enchanted Rock zu einer geschätzten Kosten von 499.000.000 US-Dollar. Meta würde die Kosten für die ersten fünf Jahre tragen, danach könnten die Stromkunden zur Kasse gebeten werden. Die Richter stellten fest, dass Wurldwide, eine Tochtergesellschaft von Meta, den Prozess vorantrieb.

In Missouri reichte Ameren am 28. September einen langfristigen Energieplan ein, der bis 2032 5.400 MW Gas hinzukommt, eine Erhöhung von 1.700 MW, die Kohleausstiege in Sioux und zwei Einheiten in Labadie verzögert und die Solarinvestitionen vor 2030 um 900 MW reduziert, berichtet CleanTechnica. Der Versorger strich seine Kohlendioxid-Reduktionsziele aus den Werbeschriften für den Plan.

Übertragung ist die andere Hälfte der Gleichung. Ein parteiübergreifender Senat-Genehmigungsentwurf, der am 30. September vorgestellt wurde, würde regionale Netzbetreiber und Versorger verpflichten, Planung und Genehmigung zu verschlanken und fortschrittliche Übertragungstechnologien zu nutzen. Eine Analyse im Auftrag des Center for Climate and Energy Solutions ergab, dass die Reformen die Kosten für die Stromlieferung bis 2035 um etwa 7.000.000.000 US-Dollar senken und die Haushaltsstromrechnungen um etwa 1.100.000.000 US-Dollar reduzieren könnten, berichtete Canary Media.

Platz, Steuern und Offenlegung

Der erste Testsatellit von Googles Project Suncatcher startete am 1. Oktober an Bord einer SpaceX Falcon 9, berichtete Ars Technica. Das kühlboxgroße Trägersystem trägt vier TPUs und etwa ein Kilowatt Solarleistung; das Kühlsystem kann nur in etwa 15-Minuten-Bursts laufen, bevor die Chips heruntergefahren werden müssen, stellte Tom's Hardware fest. Ein separater Light-Reading-Bericht hatte den Start auf den 1. März datiert, eine Diskrepanz, die Google öffentlich nicht geklärt hat.

Geld fließt in die gleiche Richtung wie die Hardware. Bain and Company schätzt, dass die KI-Branche bis 2031 6.000.000.000.000 US-Dollar Jahresumsatz erzielen muss, um Infrastrukturinvestitionen zu rechtfertigen, die bis zu 1.500.000.000.000 US-Dollar pro Jahr erreichen könnten, wobei die Größe und die Kosten von Rechenzentren sich etwa alle 12 bis 16 Monate verdoppeln, berichtete The National. Gleichzeitig sparte Meta 3.900.000.000 US-Dollar im Jahr 2025, indem es KI-Rechenzentren als „Pilotmodelle“ nach einem föderalen Forschungsteuerkredit klassifizierte, hoch von 2.000.000.000 US-Dollar im Vorjahr, so The Decoder, unter Berufung auf die New York Times. Metas SEC-Meldungen warnen, dass die Ersparnisse angefochten werden könnten; seine Rückstellung für unklare Steuerpositionen stieg um 45 % auf 18.740.000.000 US-Dollar.

Offenlegung bleibt die schwächste Stelle. Lighthouse Reports reichte am 28. September eine Beschwerde gegen die Europäische Kommission nach der Aarhus-Konvention ein und beschuldigte sie, den Energie- und Wasserverbrauch von Rechenzentren vor öffentlicher Prüfung zu schützen, berichtete POLITICO. Kommissionszahlen zeigen, dass europäische Rechenzentren 2025 20,7 TWh Strom verbraucht haben, ein Anstieg von 26 %, und mehr als 8.000.000 Kubikmeter Wasser, ein Anstieg von 52 %, aber die Gesamtwerte sind unvollständig und werden nur aggregiert veröffentlicht.

In den Niederlanden veröffentlichen weniger als ein Viertel der größeren Rechenzentren Strom- und Wasserdaten, so eine Studie von Lighthouse Reports mit Trouw und anderen europäischen Medien, berichtete NL Times. Die niederländische Unternehmensagentur RVO hat Daten zu nur 104 von 186 kommerziellen Rechenzentren über 500 kW. Das Statistische Amt der Niederlande beziffert den Stromverbrauch niederländischer Rechenzentren 2024 auf 5.100.000.000 kWh, 4,6 % des nationalen Verbrauchs, und der Netzbetreiber TenneT prognostiziert 10 bis 15 % bis 2030.

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Quellen

15
  1. 01Hydro-Québec asks regulator to hike energy rates for large data centresEN
  2. 02Trane Technologies Demonstrates 800-Volt Direct Current Chiller for Next-Gen AI Data CentersEN
  3. 03Sponsored: The data center is becoming a power projectEN
  4. 04Data Center On-Site Power Brings Pollution Risks Closer to HomeEN
  5. 05New Jersey fines data center $1.1M after drone pics expose 62 gas generatorsEN
  6. 06Texas Electric Utility Only Considered Gas to Power $10B Meta Data CenterEN
  7. 07Ameren Missouri Proposes Pollution-Heavy Future to Power Data CentersEN
  8. 08Senate permitting bill could greatly expand power lines and clean energyEN
  9. 09Google's first Suncatcher orbital data center test launches October 1EN
  10. 10Google's orbital AI data center test packs four TPUs and 1,000W of solar powerEN
  11. 11Google sets 'Suncatcher' AI orbital data center test launch for March 1EN
  12. 12AI needs $6tn in annual revenue to justify data centre boom, Bain saysEN
  13. 13Meta dodges billions in US taxes by calling its AI data centers experimentsEN
  14. 14EU accused of hiding environmental impact of data centersEN
  15. 15Most data centers refusing to say how much water, electricity they useEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Katrin Hoffmann

Katrin Hoffmann

KI, Modelle und Technik

Katrin Hoffmann schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Primärquellen wie Herstellerangaben, Studien und Protokolle statt auf Pressemitteilungen. Bei Benchmarks prüft sie Messmethoden, Testumgebungen und Reproduzierbarkeit, bevor sie Zahlen übernimmt. Für ihre Artikel spricht sie mit Entwicklern und Forschern, wartet auf Konferenzankündigungen und vergleicht Versionsstände von Modellen und Standards. Privat betreibt sie Selfhosting und Heimnetze und dokumentiert ihre eigene Infrastruktur, was ihrer Redaktionsarbeit zugutekommt. Sie veröffentlicht keine Zahlen ohne nachvollziehbare Quelle.

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