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IOM: 7.029 Menschen flohen zwischen 21. September und 27. Oktober 2026 vor Gewalt in Cabo Delgado

Zwischen dem 21. September und dem 27. Oktober 2026 sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) 7.029 Menschen aus ihren Häusern in der mosambikanischen Provinz Cabo Delgado geflohen. Fast 80 Prozent der neu Vertriebenen sind Frauen und Kinder.

WeltAnalyseDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 6. November 20263 Min. LesezeitQuellen 15
IOM: 7.029 Menschen flohen zwischen 21. September und 27. Oktober 2026 vor Gewalt in Cabo Delgado

Neue Ankömmlinge

Einige Familien wurden nach IOM-Angaben mehr als einmal vertrieben. Unter den Geflohenen sind schwangere Frauen, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und unbegleitete Kinder. Am dringendsten fehlt es an Nahrung, danach an Unterkünften und medizinischer Versorgung. Die meisten Neuankömmlinge kommen bei aufnehmenden Gemeinden unter.

Dana Graber Ladek, IOM-Länderchefin in Mosambik, sagte, die Welle erhöhe den Druck auf Gemeinden, die seit Jahren Vertriebene des Konflikts aufnehmen. „Diese Gemeinden brauchen Hilfe bei Nahrung, Unterkunft und Gesundheitsversorgung. Ohne rechtzeitige Unterstützung könnte das Leben für vertriebene Familien und ihre Gastgeber deutlich härter werden“, sagte sie.

Die IOM warnte, sinkende humanitäre Mittel und anhaltende Vertreibung erschwerten die Hilfsarbeit, während der Bedarf wächst.

Gesamtzahl der Vertriebenen

Im Oktober 2026 lebten nach IOM-Angaben mehr als 205.000 Vertriebene in 84 Vertreibungslagern in Cabo Delgado. Kinder machten mehr als die Hälfte dieser Menschen aus. Die Zahl erfasst nur die Menschen in den Lagern, nicht alle, die der Konflikt vertrieben hat.

Die Schätzungen zur Gesamtzahl der Vertriebenen gehen auseinander. Das UNHCR schätzt, dass seit 2017 rund 1.300.000 Menschen vertrieben wurden. Das ISS gab im Oktober 2025 an, der Konflikt habe mehr als 1.100.000 Menschen vertrieben, etwa die Hälfte der Bevölkerung der Provinz. Das UNHCR meldete zudem, dass zwischen Januar und Juni 2026 mehr als 26.000 Menschen flohen.

Die fünfwöchige Zählung der IOM folgt auf Jahre der Vertreibung. Allein im September 2025 töteten etwa 30 Angriffe mindestens 40 Menschen, darunter 39 Zivilisten, und zwangen rund 20.000 zur Flucht, berichtete das ISS. Der Aufstand begann im Oktober 2017 im Distrikt Mocímboa da Praia und hat sich auf 16 der 17 Distrikte von Cabo Delgado ausgeweitet. Pemba, die Provinzhauptstadt, ist weiterhin der einzige Ort, der keinen Angriff der mit dem Islamischen Staat verbundenen Aufständischen erlebt hat.

Gewalt hinter der Vertreibung

OCHA verzeichnete im Juni 2026 44 Vorfälle von Gewalt gegen Zivilisten, 59 Prozent aller in diesem Monat erfassten Vorfälle. Diese Vorfälle forderten 10 zivile Todesopfer und die Entführung von 72 Menschen. Fünf Vorfälle in Macomia und Mocímboa da Praia betrafen improvisierte Sprengsätze, durch die drei Mädchen verletzt wurden. OCHA teilte mit, die Unsicherheit habe sich auf zuvor weniger betroffene Gebiete ausgeweitet; der Distrikt Namuno erlebte den ersten Angriff seit 2022.

ACLED verzeichnete mindestens 11 Ereignisse politischer Gewalt in Cabo Delgado zwischen dem 1. und 14. Juni 2026, mit mindestens acht gemeldeten Todesfällen, darunter mindestens vier Zivilisten. Seit dem 1. Oktober 2017 zählt ACLED mindestens 2.408 Ereignisse und mindestens 6.632 gemeldete Tote, darunter mindestens 2.772 Zivilisten.

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Quellen

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  1. 01Fresh Cabo Delgado violence displaces 7,000 – IOMEN
  2. 02Insurgency displaces one million in northern MozambiqueEN
  3. 03Mozambique: Insurgents kill 10, abduct 72 in Cabo Delgado in June — UN OCHAEN
  4. 04Mozambique Conflict Monitor Update: 17 June 2026EN
  5. 05Islamic State Mozambique Terrorists Make IEDs Central to Attack StrategyEN
  6. 06Cabo Delgado insurgency persists amid failed military strategyEN
  7. 07Dialogue must complement military action in Cabo Delgado - ISS AfricaEN
  8. 08Can Mozambique’s new counter-terrorism centre deliver? - ISS AfricaEN
  9. 09China and resource-rich Mozambique sign minerals and security agreement - South China Morning PostEN
  10. 10Man killed by insurgents gave up helicopter place - BBCEN
  11. 11Mozambique: Insurgents getting bolder eight years after first attack – João Feijó - Club of MozambiqueEN
  12. 12Mozambique: Fight against Cabo Delgado insurgency a major challenge – president - Club of MozambiqueEN
  13. 13The many roots of Mozambique’s deadly insurgencyEN
  14. 14Eight years of conflict in Cabo Delgado insurgency highlight need for holistic solutionEN
  15. 15Russia, Mozambique Bilateral Relations: October 2026 Update - russia's pivot to asiaEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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