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Türkische Delegation soll in Pakistan Gespräche über Afghanistan wiederbeleben

Die Türkei will noch in dieser Woche eine Delegation nach Pakistan schicken, um die Friedensgespräche über Afghanistan wieder in Gang zu bringen. Am Dienstag hatte sich ein Selbstmordattentäter an einem Gericht in Islamabad in die Luft gesprengt, wie Al Jazeera berichtet.

WeltNachrichtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 6. November 20263 Min. LesezeitQuellen 19
Türkische Delegation soll in Pakistan Gespräche über Afghanistan wiederbeleben

Türkische Delegation nach Anschlag in Islamabad erwartet

Die Delegation soll noch in dieser Woche eintreffen, meldet Al Jazeera. Nach der Explosion am Eingang des Bezirksgerichts in Islamabad am Dienstag nannte Verteidigungsminister Khawaja Asif den Angriff in einem Beitrag auf X einen „Weckruf“ und „einen Krieg für ganz Pakistan“. Das afghanische Außenministerium verurteilte die Explosion in Islamabad und einen Angriff in Wana in einer Erklärung.

Zwei Gesprächsrunden in Istanbul brachten keine Umwandlung der Waffenruhe in eine längerfristige Vereinbarung. Die zweite Runde endete am 30. Oktober mit der Zusage aller Parteien, die Waffenruhe fortzusetzen, wie das türkische Außenministerium mitteilte. Ein hochrangiges Folgetreffen wurde für den 6. November in Istanbul angesetzt. Dort sollte entschieden werden, wie der Mechanismus umgesetzt wird.

Wie die Waffenruhe begann

Nach Angaben des katarischen Außenministeriums einigten sich beide Seiten am 18. und 19. Oktober in Doha auf eine sofortige Waffenruhe. Vorausgegangen war eine Woche tödlicher Grenzkämpfe, die schwerste Konfrontation zwischen den Nachbarländern seit der Rückkehr der Taliban an die Macht 2021. Die Gespräche in Istanbul sollten auf dieser Waffenruhe aufbauen.

Die Waffenruhe hat nicht alle Kämpfe beendet. Das pakistanische Militär meldete, bei Gefechten am Wochenende seien fünf pakistanische Soldaten und 25 Kämpfer getötet worden, während die Delegationen in Istanbul zusammenkamen. Beide Seiten erklärten, die Waffenruhe halte trotz vereinzelter Zusammenstöße.

Der Grenzhandel blieb eingeschränkt. Pakistan öffnete den Übergang Chaman für den afghanischen Transithandel nach der Waffenruhe wieder, doch der Fußgängerverkehr blieb dort ausgesetzt. In Torkham blieben regulärer Handel und Fußgängerverkehr weiter gesperrt, berichtet Daily News Egypt. Später öffnete Pakistan Torkham teilweise wieder, damit gestrandete afghanische Flüchtlinge ausreisen konnten. Alle anderen Bewegungen einschließlich des Handels blieben eingeschränkt, meldet die Associated Press; die Schließung hatte fast drei Wochen gedauert.

Die UN-Mission in Afghanistan erklärte, die Gewalt habe in einer Woche mindestens 50 afghanische Zivilisten getötet und 447 weitere verletzt. Das pakistanische Militär meldete am 12. Oktober, 23 seiner Angehörigen seien getötet und 29 verletzt worden, ohne zivile Opfer auf eigener Seite zu nennen. Afghanische Behörden sprachen von 58 getöteten pakistanischen Soldaten, mehr als doppelt so vielen wie Pakistan angab.

Die TTP-Forderung, an der Istanbul scheiterte

Die zentrale Forderung Pakistans ist, dass Afghanistan klar, überprüfbar und wirksam gegen militante Gruppen vorgeht, wie das pakistanische Staatsfernsehen berichtet. Der Hauptstreitpunkt war die Zurückhaltung Kabuls, sich zur Zügelung der pakistanischen Taliban (TTP) zu verpflichten. Islamabad wirft der TTP vor, sich in Afghanistan ungestört zu bewegen.

Pakistans Verteidigungsminister Khawaja Asif sagte am 20. Oktober in einem Interview mit Reuters: „Alles hängt an dieser einen Klausel.“ Taliban-Sprecher Zabihullah Mujahid sagte, die Gespräche seien gescheitert, weil Islamabad darauf beharrte, Afghanistan solle die Verantwortung für Pakistans innere Sicherheit übernehmen. Diese Forderung gehe über die Möglichkeiten Afghanistans hinaus. Die Waffenruhe sei von der Taliban-Seite nicht verletzt worden und werde weiter eingehalten.

Feldmarschall Asim Munir, Pakistans Armeechef, sagte am Donnerstag zu Stammesältesten in Peschawar, Pakistan suche Frieden mit seinen Nachbarn, werde aber Terrorismus über die Grenze von afghanischem Boden nicht dulden.

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Quellen

19
  1. 01Afghanistan-Pakistan peace talks end in Turkiye without resolution - Al JazeeraEN
  2. 02Pakistan says ceasefire hinges on Afghanistan curbing armed groups - Al JazeeraEN
  3. 03Can Pakistan-Afghanistan peace talks survive Islamabad, Delhi blasts? - Al JazeeraEN
  4. 04'Based on mutual respect': Pakistan and Afghanistan agree to truce after Istanbul peace talks; follow-up - The Times of IndiaEN
  5. 05Peace talks between Afghanistan and Pakistan collapse amid mounting border clashes - The IndependentEN
  6. 06Pakistan and Afghanistan agree to maintain ceasefire after peace talks in IstanbulEN
  7. 07‘Some in Pakistan playing with fire’: Taliban's warning ahead of peace talksEN
  8. 08Trump says he will solve Afghanistan-Pakistan crisis 'very quickly' as peace talks enter second day - NBC NewsEN
  9. 09What we know about Pakistan-Afghanistan ceasefire, will it hold? - Al JazeeraEN
  10. 10Pakistan, Afghanistan ceasefire holds as focus shifts to Istanbul talks - Daily News EgyptEN
  11. 11Taliban and Pakistan agree to ceasefire after days of deadly clashes - BBCEN
  12. 12Pakistan, Afghanistan agree to immediate ceasefire in Doha talksEN
  13. 13Doha talks: Pakistan and Afghanistan agree to new truceEN
  14. 14Pakistan partially reopens Torkham border crossing to allow Afghan refugees to leaveEN
  15. 15The New York Times is in talks to buy Letterboxd for around $330 millionEN
  16. 16US Backs Pakistan Against Afghanistan-Linked Terrorism - ProPakistaniEN
  17. 17Opium Is Back in AfghanistanEN
  18. 18Pakistan’s Abrupt (and Aborted) Revocation of Taiwan’s Overflight PrivilegesEN
  19. 19The Al Mayeda Strike Shows the Limits of Pakistan’s Hormuz MediationEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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