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Kartografie: von Ptolemäus über die Karte von 1500 bis zu den Dreiecken der Cassinis

Das Wort „Kartografie“ kam erst in den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts aus dem Französischen ins Englische. Die Karte selbst ist deutlich älter, und die Vermessung Frankreichs beschäftigte die Akademie der Wissenschaften mehrere Jahrzehnte.

GeschichteErklärtIngrid BauerVeröffentlicht: 14. September 20266 Min. LesezeitQuellen 2
Kartografie: von Ptolemäus über die Karte von 1500 bis zu den Dreiecken der Cassinis

Der englische Begriff „cartography“ ist neu. Er wurde in den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts aus dem französischen Wort „cartographie“ entlehnt, das wiederum auf dem mittelalterlichen Latein „carta“ beruht, also Karte. Ob ein früherer Gegenstand eine Karte war oder etwas anderes, lässt sich nicht immer eindeutig entscheiden. Auch die Definition der Karte selbst ist nicht präzise. Deshalb gilt kein einzelnes Denkmal allgemein als erste Karte. Die Dokumentation des Raums begann mit Höhlenmalereien und Ritzungen auf Stoßzähnen und Steinen.

Die ältesten griechischen Weltkarten schufen die Ionier, unter ihnen Anaximander und Hekataios von Milet. Das fortgeschrittene geografische Wissen ging der griechischen Kolonisation voraus. Kartografen nutzten es zusammen mit den Beobachtungen von Reisenden und einem mathematischen Ansatz. In dieselbe Richtung gehört Claudius Ptolemäus. Seine Arbeiten beschreiben unter anderem die Ostsee, die Küste Galliens, Sizilien und einige weitere Regionen und Flüsse.

1500: zwei Amerikas auf einer Zeichnung

Der spanische Kartograf und Reisende Juan de la Cosa segelte mit Christoph Kolumbus. Er schuf die erste bekannte kartografische Darstellung, die gleichzeitig beide Amerikas zeigt, dazu Afrika und Eurasien. Die Zeit nach 1492 ist die Epoche des Kolumbianischen Austauschs, eines breiten Flusses von Tieren, Pflanzen, Menschen und Kultur zwischen den Kontinenten. Pedro Nunes argumentierte 1537 in der Abhandlung „Treatise in Defense of the Marine Chart“, dass auf einer Seekarte Breiten- und Längengrade gerade Linien sein sollten. Wie die Probleme zu lösen waren, die das verursacht, wusste er nicht. Das blieb so, bis Gerardus Mercator die nach ihm benannte Projektion entwickelte: konform, zylindrisch, erstmals 1569 dargestellt. Im 18. Jahrhundert wurde sie zur Standardprojektion für die Navigation, weil die Loxodromen auf ihr Geraden sind. Der Nachteil ist die Aufblähung der Größen von Gebieten abseits des Äquators. Grönland und die Antarktis wirken viel größer, als sie tatsächlich sind.

Dreiecke auf Befehl des Sonnenkönigs

Unter der Schirmherrschaft Ludwigs XIV. und Jean-Baptiste Colberts machten die Mitglieder der Académie des Sciences viele bahnbrechende Entdeckungen auf dem Gebiet der Kartografie, um die Genauigkeit ihrer Arbeiten zu sichern. Zu den wichtigsten gehörte das Werk Giovanni Domenico Cassinis, der die Methode zur Bestimmung der geografischen Länge durch Beobachtung der Bewegung der Jupitermonde verbesserte. Cassini entwickelte mit Hilfe und Unterstützung des Mathematikers Jean Picard ein System, um die topografischen Daten der Provinzen in einer einheitlichen Karte des Landes zusammenzuführen, und zwar mithilfe eines Triangulationsnetzes.

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Quellen

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  1. 01History of cartography (Wikipedia, en)EN
  2. 02Mercator projection (Wikipedia, en)EN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Ingrid Bauer

Ingrid Bauer

Kultur, Küche und Lebensstil

Ingrid Bauer schreibt für FLASH24 über Kultur, Küche, Mode und Design, Alltagsleben und Geschichte und stützt sich dabei auf Primärquellen wie Archivdokumente, historische Kochbücher und Gespräche mit Zeitzeugen. Bei Rezepten und Ernährungsratgebern prüft sie Zutatenlisten, Nährwertangaben und Herkunftsbezeichnungen gegen offizielle Register. Für ihre Kulturbeiträge vergleicht sie Spielpläne, Ausstellungskataloge und Marktpreise und wartet auf die Saisonberichte der Landwirtschaftskammern. Ihr eigenes Brot backt sie im Holzofen, kauft auf Wochenmärkten und sammelt alte Kochbücher, was ihre Geschichten über regionale Küche und Handwerk prägt. Sie veröffentlicht keine unbelegten Zahlen und keine Rezepte ohne getestete Mengenangaben.

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