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Moldau prüft mögliche Beteiligung eines ausländischen Staates an Cyberangriff auf Identitätsdatenbank

Moldaus Regierungschef sagte am 3. November, Ermittler prüften eine mögliche Beteiligung eines ausländischen Staates an einem Cyberangriff zwischen dem 19. und 23. Oktober. Dabei wurden rund eine Million Identifikationsnummern abgefragt, und in etwa 750.000 Fällen erbeuteten die Angreifer mindestens ein Datenelement.

WeltErklärtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 5. November 20263 Min. LesezeitQuellen 23
Moldau prüft mögliche Beteiligung eines ausländischen Staates an Cyberangriff auf Identitätsdatenbank

Moldaus Regierungschef sagte am 3. November, die Behörden untersuchten eine mögliche Beteiligung eines ausländischen Staates an dem Cyberangriff auf Regierungsdatenbanken. Welchen Staat er verdächtigt, wollte er nicht sagen, berichtete EU Today. Ein Täter ist bislang nicht identifiziert, die Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren eröffnet.

Nach Darstellung der Regierung fragten die Angreifer zwischen dem 19. und 23. Oktober rund eine Million Personenkennnummern ab. In etwa 750.000 Fällen erhielten sie mindestens ein Element der zugehörigen Informationen. Premierminister Vasile Tofan schränkte ein, das bedeute nicht zwangsläufig, dass 750.000 einzelne Konten kompromittiert worden seien. Die erbeuteten Angaben könnten Namen, Nachnamen oder Geburtsjahre umfassen.

Biometric Update berichtete, möglicherweise betroffene Felder seien Namen, Geburtsdaten, Status der Krankenversicherung, Bankkontonummern und Steuerinformationen. Mihai Lupascu, Leiter der nationalen Cybersicherheitsbehörde, nannte die Operation hochgradig ausgefeilt und sagte, sie betreffe etwa ein Drittel der ansässigen Bevölkerung.

Die Regierung trennte gefährdete Systeme vorübergehend vom Netz, um die Bedrohung einzudämmen, und stellt die Dienste nach Sicherheitsprüfungen wieder her. Präsidentin Maia Sandu setzte eine Krisensitzung an, um über die Lage und künftige Sicherheitsmaßnahmen zu beraten, meldete Biometric Update. Die Angreifer nutzten Regierungsdienste, die keine Authentifizierung verlangten, um sensible Datensätze auszulesen.

Warum eine Nummer zählte

Cybersicherheitsexperten richten den Blick auf Moldaus Personenkennnummer IDNP und darauf, wie sie in den Regierungsdatenbanken verwendet wird. Sergiu Bozianu, Datenschutzfachmann beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk Moldaus, benannte Schwächen bei der Zentralisierung der Dienste und eine unzureichende Trennung personenbezogener Kennungen zwischen den Systemen, berichtete EU Today. Diese Architektur machte eine einzige Nummer in vielen Datenbanken nutzbar und vergrößerte die möglichen Folgen eines unbefugten Zugriffs.

Zeitpunkt und nächste Schritte

Der Vorfall fiel kurz nachdem Brüssel und Chișinău am 13. Oktober weitere Kapitel der EU-Beitrittsverhandlungen eröffnet hatten, darunter Binnenmarkt, Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Entwicklung. Moldaus Beitrittsverfahren begann formal im Jahr 2022. Im März 2026 erhielt das Land weitere 189.000.000 € aus der Reform- und Wachstumsfazilität der EU, nach Fortschritten bei Reformen einschließlich Cybersicherheit und Digitalisierung öffentlicher Dienste, berichtete EU Today.

Moldau hat den Angriff nicht Russland zugeschrieben. Moskau wurde in der Vergangenheit politische Einflussnahme und Destabilisierung in Moldau vorgeworfen, doch frühere Vorwürfe belegen keine Verantwortung für diesen Zugriff, berichtete EU Today. Die Behörden müssen weiter klären, wie die Datenbanken erreicht wurden, ob Schwachstellen wiederholt ausgenutzt wurden und ob die Operation Teil einer größeren Kampagne war.

Das Strafverfahren gibt der Staatsanwaltschaft einen rechtlichen Rahmen, um die Entnahme personenbezogener Daten zu untersuchen. Die Regierung stellt die Dienste nach den Sicherheitsprüfungen weiterhin wieder her.

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Quellen

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  1. 01Moldova's Massive Cyberattack Exposes a New Front in Europe's Security CrisisEN
  2. 02Moldova investigates possible foreign involvement in major government cyberattackEN
  3. 03Moldova investigates massive cyberattack on national identity infrastructureEN
  4. 04Importance of timely Cyberattack Reporting for Critical InfrastructureEN
  5. 05Albanese government warned it is ‘sleepwalking into another robodebt scenario’ over use of algorithms and AIEN
  6. 06Malaysia on cyberattack radar, government steps up security measuresEN
  7. 07Nigeria’s Digital Infrastructure Exposed As Cyberattacks Hit 4,361 Weekly - LEADERSHIP NewspapersEN
  8. 08Binance breach puts custody at center of crypto infrastructure tradeEN
  9. 09Supermarket fridges hit with cyberattacks across Europe — here's what's happeningEN
  10. 10Cyberattack disrupts blood storage refrigeration systems in FranceEN
  11. 11Belgium's Tax Portal Goes Dark After Cyberattack, Forcing Government to Push Back Filing DeadlineEN
  12. 12EU Commission to probe supermarket cyberattacksEN
  13. 13Docker Urges Isolation and Governance for AI Agent SecurityEN
  14. 14Russian Police Arrest 3 Suspected VasyGrek Hackers, Dismantle Criminal InfrastructureEN
  15. 15Lee calls for 'cybersecurity czar' amid wave of cyberattacks - The Korea HeraldEN
  16. 16Suspected cyberattacks target US military, European supermarket freezers - SC MediaEN
  17. 17Government Linux Servers Targeted With SysGoRAT and Suspected AI-Generated ScriptsEN
  18. 18UK to face more AI Cyber Attacks on Critical Infrastructure - Cybersecurity InsidersEN
  19. 19Malaysia a potential cyberattack target, Anwar warns - The Edge MalaysiaEN
  20. 20DarkBlinders Compromises Israeli Target and Iraqi Kurdish Government Cloud EnvironmentEN
  21. 21North Korea-linked hacking group likely behind GMO cyberattack: sources - 毎日新聞EN
  22. 22NetamLoader Malware Targets Government Windows 10 Systems in Asia via .NET InjectionEN
  23. 23Beijing pushes for UN-led governance of artificial intelligence at global forumEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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