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Won soll nach demokratischem Sieg bei US-Midterms erstarken

Der Won dürfte gegenüber dem Dollar erstarken, nachdem die Demokraten bei den US-Midterms beide Kammern des Kongresses gewonnen haben. Koreanische Ökonomen rechnen damit, weil politischer Stillstand die US-Vermögenswerte belasten könnte.

WeltErklärtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 5. November 20263 Min. LesezeitQuellen 24
Won soll nach demokratischem Sieg bei US-Midterms erstarken

Der Won dürfte gegenüber dem Dollar erstarken, nachdem die Demokraten bei den US-Midterms beide Kammern des Kongresses gewonnen haben. Das berichtet die Korea Times am 4. November unter Berufung auf koreanische Ökonomen. Die demokratische Mehrheit dürfte Donald Trumps Steuersenkungen und seine Pläne für höhere Ausgaben erschweren. Zugleich bekommen die Abgeordneten mehr Macht, die Regierung zu kontrollieren.

Die Wirkung der Midterms

Shin Se-don, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Sookmyung Women's University, rechnet mit einer harten Konfrontation zwischen Kongress und Weißem Haus. Dieser Streit könnte das Wachstum der gesamten US-Wirtschaft bremsen. Eine Korrektur an den Märkten mache US-Finanzanlagen weniger attraktiv und schwäche den Dollar, argumentiert er. Der Won ist bereits gestiegen. Der Monatsdurchschnitt fiel von 1.527,95 Won je Dollar im Juni auf 1.335,70 im Oktober, wie Daten der Bank of Korea zeigen.

Was ein stärkerer Won verändert

Kim Dae-jong, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Sejong University, sagt, ein schwächerer Dollar senke Koreas Importkosten für Rohöl und Rohstoffe. Das dämpfe die Energie- und Lebensmittelpreise. Ein stärkerer Won schadet allerdings den Exporteuren, weil die in Dollar erzielten Erlöse in Won gerechnet weniger wert sind.

Die Bank of Korea ließ ihren Leitzins im Oktober bei 3%, während sie zwei frühere Erhöhungen bewertete. Sie verwies auf die Unsicherheit über „das Ausmaß der Expansion im Halbleitersektor und deren Übergreifen auf die Binnennachfrage“.

Exporte und das Argument für höhere Zinsen

Die Exporte stiegen im Oktober um 93,7% gegenüber dem Vorjahr auf 115,28 Mrd. Dollar, das schnellste Wachstum seit Januar 1974, wie das Handelsministerium mitteilt. Im September hatte das Plus 83,7% betragen.

Die Halbleiterexporte sprangen um 259,4%, die Computerexporte um 496,6%. Weltweit halten Technologiekonzerne ihre Ausgaben für Recheninfrastruktur für künstliche Intelligenz hoch. Die Ausfuhren erreichten in den ersten zehn Monaten des Jahres 2026 930 Mrd. Dollar und lagen damit erstmals über 900 Mrd. Dollar, nach Daten des Korea Customs Service. Im laufenden Jahr liegen die Exporte Südkoreas 57% höher, in Taiwan sind es 44% und in China 21%, so die Analyse der Bank of America. Das Handelsministerium verweist auch auf Kalendereffekte: Wegen der unterschiedlichen Lage des Chuseok-Feiertags hatte der Oktober mehr Arbeitstage als ein Jahr zuvor. Präsident Lee Jae Myung sagte, das Land sei nahe an einer Billion Dollar Jahresexporte.

Die Importe stiegen um 36% gegenüber dem Vorjahr auf 72,78 Mrd. Dollar, das schnellste Wachstum seit Januar 2022. Der Handelsüberschuss schrumpfte von 49,97 Mrd. Dollar im September auf 42,50 Mrd. Dollar.

Das Zinsargument der Bank of America

Die Bank of America sieht die zentrale makroökonomische Frage darin, warum derselbe externe Schock unterschiedliche Binnenwirkungen hat und wie Fiskal- und Geldpolitik darauf reagieren werden. Die Binnenausstrahlung und positive Produktionslücken verstärkten den Inflationsdruck in Korea und Taiwan und stützten weitere Zinserhöhungen, schreibt die Bank. Die größte Binnenausstrahlung erwartet sie in Taiwan, gefolgt von Korea, wegen der Größe der jeweiligen Technologiebranche und der Kapazitätsgrenzen. Der Exportboom treibt in allen drei Volkswirtschaften die Steuereinnahmen und finanziert in Taiwan und Korea Transfers und Investitionen, heißt es weiter. China stehe vor der entgegengesetzten Entscheidung, weil die schwächere Binnennachfrage auf eine weitere geldpolitische Lockerung hindeute.

Die Währung bewegt sich nicht allein aufgrund von Handelszahlen. Der Won gab am Montag trotz des Exportbooms um 0,71% auf 1.343,09 je Dollar nach.

Wie es weitergeht

Kim Dae-jong warnt, der Won könnte längerfristig drehen und schwächer werden, falls der Schwung bei den Halbleiterexporten nachlässt. Außerdem könnte ein Nachlassen der US-Unterstützung für KI unter einem demokratisch kontrollierten Kongress Koreas Chip-Exporte belasten, sagte er.

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Quellen

24
  1. 01Korean won to strengthen against dollar following Democrats' midterm sweepEN
  2. 02Korean Won Outlook: AI Exports Could Support Further Rate HikesEN
  3. 03South Korea exports surge 93.7% in October, fastest growth since 1974EN
  4. 04South Korea targets 'highest performance' sovereign AI modelEN
  5. 05Who are the spillover winners from the AI export boom in Asia?EN
  6. 06Food Week Korea opens in Seoul with focus on exports, food technology - The Korea HeraldEN
  7. 07Tesla accused of selling FSD to Korean owners who can’t legally use itEN
  8. 08 AI chip smugglers exploit trade control loophole to bring banned HBM from South Korea into China EN
  9. 09Xpeng plans South Korea entry, appoints former Volvo exec to lead local businessEN
  10. 10Tesla Sold FSD To Koreans Who Still Can't Use It. Now It's Facing A ComplaintEN
  11. 11Choosing The Right Power Transistor: Why Application Fit Matters More Than TechnologyEN
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  21. 21Comments to USTR on Foreign Trade Barriers for the 2027 National Trade Estimate Report. - Information Technology and Innovation FoundationEN
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  23. 23How Beta Technologies Is Clearing the Runway for Electric FlightEN
  24. 24Studying Fraudulent North Korean IT WorkersEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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