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OpenAI verkauft GPT-6-Modelle über Googles Cloud Model Garden

OpenAI verkauft GPT-6 Astra, GPT-6.1 Sol und GPT-6 Luna über das Model Garden von Google Cloud. Die Ankündigung kam am 21. Oktober und bringt die Modelle eines Konkurrenten in Googles Enterprise-Storefront. Die private Vorschau läuft, die allgemeine Verfügbarkeit ist „in den kommenden Wochen“ geplant.

KI & ModelleNachrichtLena BrandtVeröffentlicht: 5. November 20263 Min. LesezeitQuellen 38
OpenAI verkauft GPT-6-Modelle über Googles Cloud Model Garden

Kunden kaufen die Modelle über den Google Cloud Marketplace. Die Nutzung von OpenAI erscheint damit auf derselben Rechnung wie andere Google-Cloud-Dienste und zählt auf bestehende Ausgabenverpflichtungen und Flexible Savings Plans an. Google zufolge ist der Konzern damit die einzige Hyperscale-Cloud, die alle drei führenden geschlossenen Modellfamilien anbietet: Gemini, Claude von Anthropic und GPT von OpenAI.

Drei Modelle, ein Regal

Das Angebot teilt sich dreifach auf. GPT-6 Astra richtet sich an anspruchsvolle Programmieraufgaben, Computer Use, professionelle Arbeit und wissenschaftliche Forschung. GPT-6.1 Sol liegt bei der Intelligenz nahe an Astra, kostet aber weniger und ist auf agentisches Programmieren und professionelle Arbeit ausgelegt. GPT-6 Luna ist die schnelle, günstige Stufe für Alltagsarbeit in großem Umfang. Vorschaukunden können die Modelle über Googles APIs aufrufen und lokale Abläufe der Codex CLI und von Codex Desktop für die Inferenz auf Googles Gemini-Plattform richten. Über Model Garden lassen sich Modelle für jeden Anwendungsfall auswählen oder austauschen. Dort liegen nach Angaben von Google mehr als 200 Modelle aus eigener Entwicklung, von Drittanbietern und offene Modelle. Claudes Modelle von Anthropic waren dort schon einige Zeit vor dem OpenAI-Deal verfügbar.

Daten bleiben im Perimeter

Prompts, Kontext und Ausgaben bleiben laut Google im vorgesehenen Datenperimeter des Kunden und werden nicht zum Training von Foundation Models verwendet. Die OpenAI-Modelle laufen über isolierte Gateways auf dedizierter Google-Cloud-Infrastruktur. Google zufolge erhalten Modellanbieter von Drittanbietern keinen unbefugten Zugriff auf die Cloud-Umgebungen der Kunden. Zero Data Retention und Confidential Compute sind für spätere Phasen geplant und zum Start nicht verfügbar. Box erklärte, die Regelung erlaube es, die Frontier-Modelle von OpenAI mit den Sicherheits- und Compliance-Kontrollen von Google Cloud für Unternehmensinhalte zu kombinieren.

Was die Token kosten

Die veröffentlichten Preise von OpenAI setzen GPT-6.1 Sol bei 2 US-Dollar pro Million Eingabe-Token an, bei 0,10 US-Dollar pro Million gecachter Eingabe-Token und bei 10 US-Dollar pro Million Ausgabe-Token. Der gecachte Eingabepreis von 0,10 US-Dollar entspricht einem Zwanzigstel des Standardpreises von 2 US-Dollar.

Für die Ultrafast-Stufe von GPT-6.1 Sol nennt OpenAI 12 US-Dollar pro Million Eingabe-Token und 60 US-Dollar pro Million Ausgabe-Token, was laut OpenAI dem 1,2-Fachen der Kosten von Astra entspricht. Daraus ergeben sich für Astra 10 US-Dollar pro Million Eingabe-Token und 50 US-Dollar pro Million Ausgabe-Token. Die Ausgabe von Sol liegt damit bei einem Fünftel der von Astra.

Google hat eigene Kanalpreise, Regionen und einen Termin für die allgemeine Verfügbarkeit der OpenAI-Modelle nicht veröffentlicht.

Warum Google die Modelle eines Konkurrenten verkauft

Thomas Kurian, Chef von Google Cloud, sagte, das Unternehmen wolle Kunden eine breite Auswahl an Modellen bieten, auch die von OpenAI, damit sie für jede Aufgabe das passende wählen können. Greg Brockman, Präsident und Mitgründer von OpenAI, sagte, die Partnerschaft bringe die leistungsfähigsten Modelle und Codex dorthin, wo Kunden ohnehin entwickeln. OpenAI erklärte, Microsoft bleibe der primäre Cloud-Partner.

Vertrieb über Clouds bringt echte Umsätze. Anthropic erzielte 47 % seines Umsatzes 2025 über die Cloud-Plattformen von Amazon und Google, wie aus der IPO-Einreichung hervorgeht; Reuters berichtete darüber. Die Vereinbarung mit OpenAI ist in keine Richtung exklusiv: AWS hostet die Modelle von OpenAI seit April, nachdem Microsofts exklusive Lizenz ausgelaufen war, und OpenAI hat seine Agenten im vergangenen Monat zu Amazon Bedrock hinzugefügt. Mike Leone von Moor Insights & Strategy sagte gegenüber Axios, Gemini müsse diese Kunden nun gewinnen, während OpenAI direkt daneben sitze.

Wie es weitergeht

Die allgemeine Verfügbarkeit ist „in den kommenden Wochen“ geplant. Google will die OpenAI-Modelle außerdem zu Gemini for Business und zu Antigravity bringen, seinem agentengestützten Programmierwerkzeug. Der Vorschauzugang läuft über ein Interessenformular, weitere Kunden sollen später folgen.

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Quellen

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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Lena Brandt

Lena Brandt

KI, Modelle und Technik

Lena Brandt schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Studien und öffentlich zugängliche Datensätze, statt Pressemitteilungen ungeprüft zu übernehmen. Bei Modellvergleichen kontrolliert sie Benchmark-Werte, Trainingsdaten und Versionsnummern und rechnet Angaben zu Rechenleistung und Kosten selbst nach. Sie spricht mit Entwicklern und Forschern, wartet auf angekündigte Updates und vergleicht Releases, bevor sie eine Einschätzung abgibt. Privat beschäftigt sie sich mit 3D-Druck, alten Rechnern und der Frage, wie Modelle aus Internetmüll lernen – Themen, die regelmäßig in ihre Texte einfließen. Sie publiziert keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst überprüfen konnte.

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