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Rohit Prasad wird Chef von Boston Dynamics

Rohit Prasad hat am 7. Oktober 2026 den Chefposten bei Boston Dynamics übernommen. Hyundai will ab 2028 insgesamt 25.000 Atlas-Roboter in seinen Kia-Werken und anderen Standorten weltweit einsetzen.

KI & ModelleAnalyseLena BrandtVeröffentlicht: 5. November 20264 Min. LesezeitQuellen 11
Rohit Prasad wird Chef von Boston Dynamics

Prasad wurde am 7. Oktober 2026 Chief Executive, wie das Unternehmen mitteilte. Er folgt auf Robert Playter, der im Februar 2026 nach sechs Jahren als Chief Executive und mehr als 30 Jahren im Unternehmen zurücktrat. Finanzchefin Amanda McMaster leitete das Unternehmen während der Suche kommissarisch. Playter war erst der zweite Chief Executive in der mehr als drei Jahrzehnte langen Geschichte von Boston Dynamics.

Für Käufer und Wettbewerber stellt sich die Frage, ob aus einer gefeierten Forschungsschmiede ein Zulieferer wird, der in Serie liefert. Erster Kunde sind die eigenen Werke von Hyundai: Der Konzern will 25.000 Atlas-Roboter in seinen Kia-Fabriken und anderen Standorten weltweit einsetzen, der erste Rollout ist für 2028 geplant. Das sind fünf Sechstel der 30.000 Einheiten pro Jahr, die Boston Dynamics für 2028 angepeilt hat.

Prasad war zwölf Jahre bei Amazon und stieg dort zum Senior Vice President und leitenden Wissenschaftler für Alexa und künstliche allgemeine Intelligenz auf. Er half, Alexa zu einem Dienst auszubauen, der in Hunderten Millionen Haushalten genutzt wird. Später leitete er die Entwicklung der Foundation-Modelle der Familie Amazon Nova, die mehrere globale Organisationen einsetzen. Vor Amazon verbrachte er 14 Jahre bei Raytheon BBN Technologies und leitete dort die Forschung zu maschinellem Lernen für US-Behörden und kommerzielle Kunden. Business Chief berichtete, dass er seit mehr als 25 Jahren im Großraum Boston lebt. Boston Dynamics erklärte, er solle in den Verwaltungsrat einziehen, vorbehaltlich eines Genehmigungsverfahrens.

Jaehoon Chang, Vorsitzender des Verwaltungsrats von Boston Dynamics und Vize-Vorsitzender der Hyundai Motor Group, verwies auf Prasads "nachgewiesene Fähigkeit, KI in Produkte im globalen Maßstab zu verwandeln". Diese Fähigkeit solle mit Hyundais Fertigung, Logistik und Mobilitätsgeschäft zusammenkommen. Prasad erklärte in seiner eigenen Stellungnahme, das Unternehmen sei "einzigartig positioniert, Physical AI durch seine weltklasse Robotik-Expertise voranzubringen".

Hyundais Fabrikplan setzt die Frist

Hyundai wurde im Juli Alleineigentümer von Boston Dynamics, nachdem der Konzern die restlichen Anteile von SoftBank gekauft hatte. Die Mehrheit hatte er bereits 2021 übernommen. Im Januar kündigte der Konzern das Ziel an, bis 2028 eine Fabrik zu bauen, die 30.000 Roboter pro Jahr produzieren kann. Kia hat separat einen Plan über 33.000.000.000 Dollar für den Ausbau bei Elektroautos und Robotik.

Boston Dynamics teilte Investoren mit, bis 2028 30.000 humanoide Roboter bauen zu wollen. Davon seien nur 5.000 für den Verkauf bestimmt, 25.000 sollten in den Automobilwerken von Hyundai und Kia arbeiten. Dieser eigene Abnehmer schützt Boston Dynamics davor, früh externe Käufer gewinnen zu müssen, und bedeutet, dass das erste Urteil über Atlas aus Hyundais eigenen Produktionslinien kommt.

Die Lücke zwischen viralen Videos und Fabrikschichten

Semafor berichtete im Mai, Boston Dynamics baue nur vier Atlas-Roboter pro Monat. Das sind rund 48 im Jahr, gemessen am erklärten Ziel von 30.000 pro Jahr bis 2028. Ehemalige Mitarbeiter sagten der Redaktion, sie stünden unter Druck, in den kommenden Jahren Zehntausende funktionierende humanoide Roboter in Hyundais Automobilwerke zu integrieren.

Auf Playters Abgang folgten laut Semafor die Weggänge von Technikchef Aaron Saunders sowie des Betriebs- und des Strategiechefs. Im Juni begann Boston Dynamics mit Pilottraining im Robotics Metaplant Application Center im Elektroauto-Werk von Hyundai bei Savannah in Georgia, im September eröffnete das Unternehmen dort ein Robotikzentrum.

Boston Dynamics hat seinen Ruf mit Vorführungen aufgebaut. Gizmodo merkte an, das Unternehmen habe in diesem Jahr auf der CES eine Performance mit einem humanoiden Roboter inszeniert und sich als "die vernünftige, stabile Alternative zu Tesla und dessen abenteuerlichen Behauptungen" präsentiert. Ein Fabrikvertrag wird an Verfügbarkeit, Taktzeit und Stückkosten gemessen, nicht an einem Video.

Was Atlas kann und was er kostet

Einer Pressemitteilung von Boston Dynamics zufolge erreicht ein Atlas-Roboter Gegenstände bis 7,5 Fuß Höhe und hebt 110 Pfund. Das sind technische Daten, keine Produktivitätszahlen. Weder offizielle Produktionskosten noch einen endgültigen Verkaufspreis hat das Unternehmen veröffentlicht.

Von der Korea Herald zitierte Expertenschätzungen beziffern die Baukosten eines Atlas auf 130.000 bis 140.000 Dollar. Dieselben Schätzungen nennen Stückkosten von 30.000 Dollar, sobald das Unternehmen 50.000 Stück gebaut hat, was nach dem aktuellen Zeitplan deutlich nach 2028 wäre. Der Abstand zwischen diesen beiden Zahlen ist das Geschäftsargument für Stückzahlen.

Wie es weitergeht

Prasads Sitz im Verwaltungsrat hängt von einem Genehmigungsverfahren ab, für das das Unternehmen kein Datum genannt hat. Der erste Einsatz von Atlas in den Werken von Hyundai und Kia ist für 2028 geplant. Boston Dynamics will nach eigenen Angaben im kommenden Jahr beginnen, Anwendungsfälle für andere Branchen zu prüfen.

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Quellen

11
  1. 01Amid Its Big Humanoid Robot Rollout, an Ex-Amazon AI Chief Will Now Lead Boston DynamicsEN
  2. 02Boston Dynamics Appoints Former Amazon AI Leader as CEOEN
  3. 03Who is Rohit Prasad? The Indian-origin former Amazon AI executive now leading humanoid robot maker Boston DynamicsEN
  4. 04Boston Dynamics hires former Amazon AI leader as CEOEN
  5. 05The Robot in Unitree’s New Ad Looks Ready to Commit—and Fight—Crimes - GizmodoEN
  6. 06Xiaomi’s humanoid robots work a full 8-hour shift in its EV factoryEN
  7. 07TechCrunch Founder Summit 2026: Doors open at 9 a.m. ET in BostonEN
  8. 08Learning Implicit Solves for Dynamic SimulationsEN
  9. 09Attraction-Ranking Mismatch in Out-of-Distribution Detection: Theory and Evidence from Hamiltonian Feature DynamicsEN
  10. 10Churchill Capital XI shareholders approve $2.5B Agility Robotics humanoid SPACEN
  11. 11FCC names new Space Bureau ChiefEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Lena Brandt

Lena Brandt

KI, Modelle und Technik

Lena Brandt schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Studien und öffentlich zugängliche Datensätze, statt Pressemitteilungen ungeprüft zu übernehmen. Bei Modellvergleichen kontrolliert sie Benchmark-Werte, Trainingsdaten und Versionsnummern und rechnet Angaben zu Rechenleistung und Kosten selbst nach. Sie spricht mit Entwicklern und Forschern, wartet auf angekündigte Updates und vergleicht Releases, bevor sie eine Einschätzung abgibt. Privat beschäftigt sie sich mit 3D-Druck, alten Rechnern und der Frage, wie Modelle aus Internetmüll lernen – Themen, die regelmäßig in ihre Texte einfließen. Sie publiziert keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst überprüfen konnte.

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