Sateliot startet fünf Draconis-Satelliten und bringt seine 5G-IoT-Konstellation auf 11
Anfang Oktober hat Sateliot fünf Satelliten der Draconis-Mission ins All gebracht. Damit wächst die 5G-NTN-IoT-Konstellation des spanischen Betreibers auf 11 Einheiten. Laut Unternehmen verdoppeln die neuen Satelliten die durchschnittliche Zahl der täglichen Überflüge und halbieren die Wiederholungszeit.

Alle fünf Einheiten meldeten nach dem Start einen nominalen Ausgangszustand. Jeder Satellit umkreist die Erde in 510 km Höhe, misst 20 mal 10 mal 35 Zentimeter, wiegt 10 kg und soll fünf Jahre lang arbeiten. Gebaut hat sie Alén Space, die Integration an der Trägerrakete übernahm Exolaunch. Wie Telecompaper berichtete, flogen sie an Bord einer Falcon von SpaceX.
Die neuen Einheiten tragen nach Angaben des Unternehmens eine optimierte Nutzlast und einen zuverlässigeren Datenspeicher an Bord als die vier Satelliten aus dem Jahr 2024. Dazu kommen ein aufgerüsteter Zentralrechner und eine verbesserte Lageregelung, die laut Sateliot mehr Stabilität bringt und Manöver im Orbit erleichtert, sowie strahlungsresistentere Speichersysteme.
Was die Satelliten zusätzlich leisten
Die zusätzliche Kapazität erhöht nach Darstellung von Sateliot die Verbindungshäufigkeit und die Dienstkapazität in Gebieten ohne terrestrische Mobilfunkabdeckung. Mit den fünf neuen Satelliten verdoppelt sich die durchschnittliche Zahl der täglichen Überflüge, die Wiederholungszeit halbiert sich. Das Unternehmen beschreibt die Satelliten als Mobilfunkmasten im Weltraum, die Mobilfunkbetreiber über Großhandelsverträge nutzen, um IoT-Dienste außerhalb der Reichweite terrestrischer Netze anzubieten.
Konstellation und Finanzierung
Vor Draconis waren sechs Satelliten gestartet, darunter die vier, die Anfang 2024 mit der Transporter-11-Mission von SpaceX ins All gingen. Sateliot, 2018 gegründet, bezeichnet diesen Einsatz als erste Konstellation im niedrigen Erdorbit, die 5G-Standards für Narrowband-IoT verwendet. Die fünf neuen Satelliten sind Teil einer einzigen Konstellation, die mehr als 500 Satelliten umfassen soll und sich von Massive IoT zu kapazitätsstärkeren und missionskritischen Diensten einschließlich Direct-to-Device entwickeln soll. Sateliot peilt den vollständigen Aufbau für 2027/28 an; die bisher gestarteten 11 machen etwas mehr als 2 % dieser Gesamtzahl aus.
Im April 2026 sammelte das Unternehmen in einer Series-C-Runde 100 Millionen Euro ein. Das Geld sollte vor allem den Start von 16 Satelliten finanzieren. Sateliot prognostizierte einen Umsatz von 500 Millionen Euro für 2027 und 1 Milliarde Euro für 2030. Als Belege nannte das Unternehmen Vorverträge im Wert von 270 Millionen Euro, mehr als 400 Kunden in 60 Ländern und Vereinbarungen mit Betreibern wie Telefónica und Deutsche Telekom.
CEO Jaume Sanpera sagte, die Draconis-Mission zeige, wo das Unternehmen stehe: "Wir haben die Technologie validiert und erhöhen nun Kapazität und Regelmäßigkeit des Dienstes, um gemeinsam mit den Mobilfunkbetreibern zu skalieren." Ziel sei es, Satellitenkonnektivität zu einer "natürlichen Erweiterung" der Betreibernetze überall dort zu machen, wo terrestrische Abdeckung nicht hinreicht.
Das Netz von Sateliot nutzt den 3GPP-Release-17-Standard. Er erlaubt IoT-Geräten mit Mobilfunkmodul, sich über eine einzige SIM mit dem Satellitennetz zu verbinden, wenn keine terrestrische Abdeckung verfügbar ist. Das Unternehmen jagt einen 5G-NTN-Markt, den ResearchAndMarkets von 11.910.000.000 Dollar im Jahr 2026 auf 45.550.000.000 Dollar bis 2031 wachsen sieht. Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 30,8 %, getrieben von der Nachfrage nach Direct-to-Device-Diensten und NTN-fähigem IoT.
Quellen
32- 01Sateliot launches five new satellites for 5G NTN IoTEN
- 02Sateliot launches five new satellites into Draconis 5G NTN IoT constellationEN
- 03Sateliot puts five more satellites into 5G NTN IoT constellationEN
- 045G NTN Market Forecasts Growth from $11.91B (2026) to $45.55B by 2031, Profiling Thales, Qualcomm, SpaceX, Ericsson & NokiaEN
- 05SpaceX launched Google AI chips to orbit with Planet Labs satellitesEN
- 06What is Starshield? A look at SpaceX's military satellite networkEN
- 07 SpaceX launches mystery mission for US Space Force in gorgeous sunset liftoff from California (photos) EN
- 08Starlink Mobile: All the news on SpaceX’s major mobile carrier ambitionsEN
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