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Tansania sucht private Partner für zwei Frachtstrecken in Normalspur

Tansania sucht private Partner, die zwei Frachtstrecken in Normalspur im Norden und Süden finanzieren, bauen und betreiben. Das sagte Eric Kibona von der Tanzania Railways Corporation auf der InnoTrans 2026 in Berlin. Das Land will damit über seine zentrale Achse hinaus expandieren.

KonjunkturErklärtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 7. November 20264 Min. LesezeitQuellen 7
Tansania sucht private Partner für zwei Frachtstrecken in Normalspur

Die beiden Strecken sollen über eine öffentlich-private Partnerschaft entstehen und die Y-förmige elektrifizierte Normalspurstrecke ergänzen, die derzeit durch den zentralen Landesteil gebaut wird, berichtete die Railway Gazette International. Diese zentrale Route soll Daressalam mit Mwanza, Kigoma und Musongati in Burundi verbinden. Der Bericht von der InnoTrans schreibt den Endpunkt in Burundi Musuongati.

Benjamin Mbimbi, stellvertretender Direktor für Eisenbahnen im Verkehrsministerium, sagte, die vorläufigen Machbarkeitsarbeiten seien abgeschlossen, müssten aber aufgefrischt werden. Tansania wolle Firmen, die bereit sind, das Investment zu finanzieren und Bau und Betrieb zu übernehmen, sagte er.

Kibona sagte außerdem, die TRC wolle mehr Fahrzeuge kaufen, während Abschnitte des Normalspurnetzes kurz vor der Fertigstellung stehen. Die geplante Bestellung umfasst 34 Elektrolokomotiven, 10 Hybrid-Rangierlokomotiven, 1.000 Güterwagen, 60 Reisezugwagen, fünf Elektrotriebzüge, sechs Mehrzweck-Motor-Draisinen und acht Reachstacker. Die Ausschreibungsdetails würden derzeit finalisiert, und die Regierung finanziere die Käufe, sagte er.

Uchumi360 schätzte in einer eigenen Analyse des geplanten Netzes den südlichen Korridor auf 5.600.000.000 USD bis 12.000.000.000 USD und den nördlichen auf etwa 3.300.000.000 USD. Das gesamte geplante Netz bezifferte Uchumi360 auf annähernd 4.700 km, einschließlich beider Korridore. Die Suche nach privatem Kapital fällt in eine Zeit, in der der zentrale Korridor noch im Bau ist. Uchumi360 berichtete, der Nettoverlust der TRC von 224.000.000.000 TZS im Geschäftsjahr 2023/24 spiegele den kapitalintensiven Bau.

Süden: von Mtwara nach Mbamba Bay

Die TRC unterzeichnete am 16. Oktober 2026 eine Absichtserklärung mit dem ägyptischen Unternehmen Arab Contractors, um frühere Pläne für die Strecke wieder aufzunehmen. Arab Contractors werde die vorbereitenden Arbeiten auf eigene Kosten ausführen und voraussichtlich innerhalb von drei Monaten einen ersten Bericht vorlegen, sagte TRC-Generaldirektor Machibya Shiwa.

Verkehrsminister Makame Mbarawa nannte die Vereinbarung "einen vorbereitenden Schritt". Die Arbeiten müssten den tatsächlichen Transportbedarf, die Baukosten, den wirtschaftlichen Nutzen und mögliche Finanzierungen ermitteln, bevor Tansania weitergehe.

Die Strecke soll von Ost nach West vom Hafen Mtwara über Songea nach Mbamba Bay am Malawisee verlaufen. Zweigstrecken sollen das Kohlefeld Mchuchuma und die Eisenerzlagerstätten von Ludewa erschließen, zu denen das Projekt Liganga gehört.

Das Projekt wurde erstmals 2011 angekündigt, und 2015 wurde mit einem chinesischen Konsortium ein Rahmenabkommen geschlossen, berichtete die Railway Gazette International. Uchumi360 berichtete, eine frühere Machbarkeitsstudie von etwa 2016 sei später als überprüfungsbedürftig eingestuft worden. Bis 2024 habe die Regierung Mittel für einen Transaktionsberater bereitgestellt, um das Projekt zu aktualisieren und eine öffentlich-private Partnerschaft zu prüfen.

Die wirtschaftliche Grundlage der Bahn beruht auf Fracht aus den Kohle- und Stahlprojekten Mchuchuma und Liganga, schrieb Uchumi360. Diese Projekte hingen jahrelang zwischen Verhandlungen, Umplanungen und Verzögerungen fest. Die Regierung signalisierte 2026 erneut, sie von 2027 an in die Umsetzung führen zu wollen, während die Arbeiten am Hafen von Mbamba Bay voranschreiten.

Norden: von Tanga nach Musoma

Mbimbi gab den nördlichen Korridor mit rund 1.000 km an. Er verbindet den Hafen Tanga am Indischen Ozean mit Arusha und Musoma am Victoriasee, wo Fähren nach Uganda fahren. Uchumi360 nennt für den Korridor eine Länge von 1.108 km.

Die Strecke soll die Meterspur-Usambara-Bahn zwischen Tanga und Moshi verdoppeln oder ersetzen, die 2019 wieder in den Güterverkehr ging. Damals wurden Pläne angekündigt, den Abschnitt Moshi-Arusha wieder zu öffnen und den Personenverkehr wiederherzustellen. Die verlängerte Normalspurstrecke soll landwirtschaftliche Flächen südlich des Kilimandscharo queren und die Bergbauregion Minjingu bedienen. Kibona sagte, der Korridor sei vielversprechend, und verwies auf tansanische Kohle und Kupfer aus dem Kongo.

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Quellen

7
  1. 01Tanzania Seeks Private Partners for Two 1,000 km Standard Gauge Freight Railways - IndexBoxEN
  2. 02Tanzania Revives 1,000km Mtwara Railway Plan - Uchumi360EN
  3. 03Tanzania's SGR Is Building a Railway Network for All Africa - Uchumi360EN
  4. 04Standard Chartered Bank inks $2.3B in funding for Tanzania rail projectEN
  5. 05Tanzania: From Roadbed to Economic Transformation - SGR Lays the Track for Tanzania's Vision 2050EN
  6. 06 Protesters storm Microsoft AI data center construction site EN
  7. 07Yamaha unveils new NMAX E, bringing electric power to its popular motorbike lineupEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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