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Arms Lizenz- und sonstige Einnahmen steigen im zweiten Geschäftsquartal um 50 Prozent auf 773 Millionen Dollar

Arm hat für das am 30. September 2026 beendete Quartal einen Umsatz von 1,443 Milliarden Dollar gemeldet, 27 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Lizenz- und sonstigen Einnahmen legten um 50 Prozent auf 773 Millionen Dollar zu.

TechnologieNachrichtKatrin HoffmannVeröffentlicht: 7. November 20263 Min. LesezeitQuellen 40
Arms Lizenz- und sonstige Einnahmen steigen im zweiten Geschäftsquartal um 50 Prozent auf 773 Millionen Dollar

Was Arm vorgelegt hat

Arm veröffentlichte die Zahlen am 4. November. Der Umsatz lag über der eigenen Prognose von 1,38 Milliarden Dollar plus oder minus 50 Millionen Dollar und übertraf die 1,135 Milliarden Dollar des Vorjahres. Die Lizenz- und sonstigen Einnahmen stiegen von 515 Millionen Dollar. Die Royalty-Einnahmen, die an die Chip-Auslieferungen gekoppelt sind, wuchsen um 8 Prozent auf 670 Millionen Dollar, nach 620 Millionen Dollar im Vorjahr.

Laut Arm war es das fünfte Quartal in Folge mit einem Wachstum von mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vorstandschef Rene Haas nannte diese Zahl in der Telefonkonferenz zu den Zahlen. Finanzchef Jason Child sagte, das Lizenzgeschäft sei etwa 100 Millionen Dollar über den Erwartungen von Arm gelandet. Kunden hätten langfristige Verpflichtungen unterschrieben und nicht einfach verlängert. Der annualisierte Vertragswert stieg um 12 Prozent auf 1,79 Milliarden Dollar, von 1,60 Milliarden Dollar. Arm definiert diesen Wert als zugesagte Lizenzgebühren für laufende Verträge. Die Royalties im Rechenzentrumsgeschäft verdoppelten sich gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil an Server-CPUs bei den großen Hyperscalern sei von 15 Prozent im Kalenderjahr 2024 auf mehr als 50 Prozent im Kalenderjahr 2025 gestiegen, teilte das Unternehmen mit. Bis Ende des Kalenderjahres 2026 soll dieser Anteil nach Einschätzung von Arm 60 Prozent übersteigen.

Der Nettogewinn nach GAAP fiel um 45 Prozent auf 130 Millionen Dollar, von 238 Millionen Dollar. Die operative Marge sank auf 13,9 Prozent, von 14,4 Prozent. Einen Teil des Rückgangs beim Nettogewinn führte Arm auf einen Gewinn von 131 Millionen Dollar aus dem Verkauf der Foundation-IP von Artisan im Vorjahr zurück.

Der Royalty-Streit

Qualcomm, einer der größten Kunden von Arm, will von einem Richter in Delaware die Erlaubnis, bis zu fünf Jahre lang keine Royalties mehr zu zahlen. Die Klausel dahinter könnte rund 1,5 Milliarden Dollar wert sein. Qualcomm stand im Geschäftsjahr zum 31. März 2026 für etwa 9 Prozent des Umsatzes von Arm in Höhe von 4,92 Milliarden Dollar, also rund 443 Millionen Dollar. Das war fast die Hälfte des operativen Gewinns von 900 Millionen Dollar in diesem Jahr.

Eine Bundesjury in Delaware stellte am 14. Oktober fest, dass Arm gegen Abschnitt 5 seines Architecture License Agreement mit Qualcomm verstoßen hat, und sprach Qualcomm zwei Dollar Schadenersatz zu. Das Urteilsformular, D.I. 1024, listet sechs Ansprüche: Qualcomm gewann zwei, Arm vier.

In den Schlussplädoyers am 20. Oktober nannte Qualcomms Anwältin Karen Dunn die von Arm vorgeschlagenen v10-Royalties "exorbitant", in einigen Fällen das 15-Fache der rund 1,88 Dollar pro Chip, die Qualcomm für die meisten Einheiten zahlt. Arms Anwalt Gregg LoCascio sagte, die v10-Sätze orientierten sich unter anderem an dem, was Google und Microsoft zahlen. Richterin Maryellen Noreika bezeichnete Qualcomms Vorstoß, Verhandlungen zu erzwingen, als "sehr, sehr drastisch" und kündigte eine schriftliche Entscheidung nach den abschließenden Schriftsätzen an.

Wie es weitergeht

Für das dritte Geschäftsquartal stellt Arm einen Umsatz von 1,54 Milliarden Dollar plus oder minus 50 Millionen Dollar in Aussicht, beim Non-GAAP-Ergebnis je Aktie 0,56 Dollar plus oder minus 0,04 Dollar. Child sagte, das Lizenzgeschäft "wird im dritten und vierten Quartal anziehen". Die ersten kommerziellen Lieferungen der eigenen Arm-AGI-CPU sollen im vierten Geschäftsquartal 2027 starten. Die Zuversicht, in den Geschäftsjahren 2027 und 2028 bis zu 2 Milliarden Dollar Umsatz mit der AGI-CPU zu erreichen, sei gestiegen.

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Quellen

40
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  2. 02What ARM (ARM) Said on Its Q2 Earnings CallEN
  3. 03[Arm Holdings Q2 2027 Earnings Call] Arm Raises AI Chip Revenue Target to $2 Billion as Licensing Surges 50% to a Record $773 MillionEN
  4. 04Judge pumps the brakes on setting Arm-Qualcomm licensing termsEN
  5. 05Qualcomm Jury Finds Arm in Breach; $2 Verdict Unlocks Billion-Dollar Royalty Suspension FightEN
  6. 06Arm Holdings (ARM) Gains AI Licensing Momentum, Is The Upside Already Priced In?EN
  7. 07Arm's 136-Core AGI Chip Outpaces x86 in Data Centers [2026]EN
  8. 08Masayoshi Son Says Arm Holdings Could Be Worth $4 Trillion. Should You Believe Him? - 24/7 Wall St.EN
  9. 09Arm Stock Is Down More Than 40%. Here's Why I'm Staying on the Sidelines.EN
  10. 10[Arm Earnings] Revenue up 27%. Why is the CPU attracting attention in AI data centers?EN
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  12. 12Arm vs. Taiwan Semiconductor Manufacturing: Which Chip Stock Is a Better Buy in 2026?EN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Katrin Hoffmann

Katrin Hoffmann

KI, Modelle und Technik

Katrin Hoffmann schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Primärquellen wie Herstellerangaben, Studien und Protokolle statt auf Pressemitteilungen. Bei Benchmarks prüft sie Messmethoden, Testumgebungen und Reproduzierbarkeit, bevor sie Zahlen übernimmt. Für ihre Artikel spricht sie mit Entwicklern und Forschern, wartet auf Konferenzankündigungen und vergleicht Versionsstände von Modellen und Standards. Privat betreibt sie Selfhosting und Heimnetze und dokumentiert ihre eigene Infrastruktur, was ihrer Redaktionsarbeit zugutekommt. Sie veröffentlicht keine Zahlen ohne nachvollziehbare Quelle.

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