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Science widmet Sonderausgabe weiblichem Schmerz und Menopause

Die Zeitschrift Science hat am Donnerstag eine Sonderausgabe zur Frauengesundheit veröffentlicht. Darin heißt es, dass geschlechtsspezifische Unterschiede bei vielen Krankheiten jenseits der Fortpflanzung nach wie vor unzureichend verstanden sind, während Frauen in klinischen Studien weiterhin unterrepräsentiert bleiben.

GesundheitNachrichtHanna VogtVeröffentlicht: 1. Oktober 20265 Min. LesezeitQuellen 14
Science widmet Sonderausgabe weiblichem Schmerz und Menopause

Ein rein weibliches Team aus vier Redakteurinnen hat die Ausgabe verantwortet: Yevgeniya Nusinovich, Sacha Vignieri, Joana Osório und Sarah Ross.

STAT berichtete am 1. Oktober, dass die Redakteurinnen politische Angriffe auf Frauenrechte und Gesundheitsversorgung sowie Kürzungen der Forschungsförderung als dringende Gründe für die Zusammenstellung der Beiträge nannten. Laut STAT sagten die Redakteurinnen, dass die Bedeutung klinischer Studien speziell an Frauen im Laufe der Jahre Anerkennung gefunden habe und diese weiterhin hervorgehoben werden müsse. Gerade angesichts der Förderkürzungen, die diese und andere frauenspezifische Forschung bedrohen, sei die Qualität der zukünftigen Gesundheitsversorgung von Frauen gefährdet. Eine Rezension in der Ausgabe befasst sich mit Schmerz. Frauen erleben funktionelle Schmerzen etwa doppelt so häufig wie Männer, und anhaltende Beckenschmerzen werden im Alltag oft zu einer Behinderung. Die Rezension deckt Sexualhormone, immun-neurale Wechselwirkungen, das Darmmikrobiom und die Rolle der Ovarhormone ab, weist aber auch darauf hin, wie wenig über weiblichen Schmerz bekannt ist.

„Frauen warten verzweifelt auf konkrete Antworten, die helfen könnten, den verbreiteten Ansatz, ihre Krankheiten seien nur in ihrem Kopf, zu überwinden“, schrieben die Autoren der Rezension.

Eine zweite Rezension argumentiert, dass die XX- und XY-Chromosomen das Altern und Krankheiten so stark beeinflussen, dass bei der Entwicklung von Strategien der Präzisionsmedizin immer die Geschlechtschromosomen berücksichtigt werden sollten. Weitere Beiträge fordern, die Menopause-Forschung und -Behandlung um die individuelle Patientin herum neu zu denken, untersuchen die Rolle des Immunsystems bei der Vorbereitung und Durchführung einer Schwangerschaft und betrachten die postmenopausale Funktion des Ovars.

Umbau der Erhebung streicht Fragen zur Behinderung

Am selben Tag berichtete STAT, dass ein vorgeschlagener Umbau der National Health Interview Survey mehrere Fragen zu Behinderungen streichen würde. Das National Center for Health Statistics der Centers for Disease Control and Prevention schlug die Überarbeitung im August vor. Die Erhebung sammelt seit 1957 eine breite Palette von Gesundheitsdaten von Amerikanern. Der Fragebogen für Erwachsene würde von 482 auf 150 Fragen schrumpfen, wobei Fragen zu Hörhilfen, Ermüdung, Kognition und Mobilitätsstützen wie Rollstühlen und Rollatoren aus dem Formular gestrichen würden. Ungefähr 25.000 Haushalte würden unter dem Umbau einen postalischen Fragebogen erhalten. Ein Sprecher des Ministeriums für Gesundheit und Soziales lehnte es ab, zu sagen, warum die Fragen zur Behinderung entfernt wurden, deutete aber an, dass die Änderungen von einem Bestreben getrieben seien, die Kosten der Datenerhebung zu senken.

Katy Neas, CEO der Interessengruppe The Arc, nannte die Änderungen einen „Rätsel“.

„Wenn wir nicht die Regierung als vertrauenswürdige Quelle für Daten haben, die Fragen zu echten Menschen und ihren echten Erfahrungen stellt, werden wir nie bessere [Gesundheitsergebnisse] erzielen“, sagte sie. Scott Landes, Professor für Soziologie an der Syracuse University, formulierte es schärfer: „Ihr zwingt uns, zwischen schlecht und schlechter zu wählen.“ Ein kürzlich von CDC-Statistikern mitverfasster Paper deutet darauf hin, dass frühere Erhebungen möglicherweise 75 % der Menschen mit geistigen und entwicklungsbedingten Behinderungen verpasst haben. Jean Hall, eine Behindertenwissenschaftlerin und emeritierte Professorin an der University of Kansas, sagte gegenüber STAT, dass die Änderung bedeuten würde, dass weniger bekannt ist, wer in den USA behindert ist und wie ihre Erfahrungen aussehen.

KI-Codierung und die Frage nach fast 1.000.000.000 Dollar

Auch am 1. Oktober berichtete CNBC, dass die Blue Cross Blue Shield Association schätzte, dass die Nutzung von KI-gestützter medizinischer Codierung in Krankenhäusern zu zusätzlichen Kosten von fast 1.000.000.000 Dollar, also 942.000.000 Dollar, für ihre Gesundheitspläne zwischen 2023 und 2025 beigetragen hat.

BCBSA sagte, ein großer Teil des Anstiegs stamme aus Sekundärdiagnosen, die Patienten in höher bezahlte Vergütungskategorien verschoben, und dass etwa 70 %, also 653.000.000 Dollar, mit zusätzlichen Diagnosen verbunden seien, die nicht von einer Änderung der Versorgung begleitet wurden. „Es gibt eine klare Diskrepanz zwischen Codierung und Behandlung“, stellte die Analyse des Versicherers fest. Luke Chalker, Senior Vice President für Produkt und Data Science bei BCBSA, sagte gegenüber CNBC, dass mehrere Faktoren zur Codierungsintensität beitragen, aber die Erkenntnisse deuten darauf hin, dass KI-fähige Codierungs- und Dokumentationswerkzeuge eine Rolle spielen. Christopher Whaley, Gesundheitsökonom an der Brown University, der Krankenhaus-Codierung untersucht, sagte, dass die KI die bestehenden und systemischen Abrechnungsanreize offenbar „beschleunigt und in gewissem Sinne die Erfassung erleichtert“. Er fügte hinzu, dass in vielen Fällen die Diagnosen legitim seien und zuvor nicht erfasst wurden, während andere „klinisch einfach keine große Rolle spielen und die Versorgung des Patienten nicht beeinflussen“. Endpoints News berichtete am 1. Oktober ebenfalls über die Frage unter der Schlagzeile „Bläst die KI die Gesundheitskosten auf?“

Kleine Studie, vorsichtiges Signal bei ultraverarbeiteten Lebensmitteln

Abseits der Abrechnung fand eine kleine vorläufige Studie der UC San Francisco, die am 23. September in JAMA Psychiatry veröffentlicht wurde, dass Menschen mit Depressionen, die den Konsum ultraverarbeiteter Lebensmittel stark reduzierten, moderate bis große Verbesserungen in drei Maßen der Depression berichteten. Die Angstscores verbesserten sich moderat. Die Pilotstudie umfasste nur 20 Teilnehmer, mit einem Durchschnittsalter von 44, und 70 % waren weiblich. Die Teilnehmer reduzierten ihren Konsum von ultraverarbeiteten Lebensmitteln um mehr als 85 %.

Senior-Autor Andrew Krystal sagte, die Studie habe „erfolgreich die Machbarkeit festgestellt, diese Forschung in einer großangelegten Studie durchzuführen“. Korrespondierende Autorin Nyasha Chagwedera verwies auf einen möglichen Mechanismus: ein „undichtes, aus dem Gleichgewicht geratenes Darm“, das eine niedriggradige chronische Entzündung verursachen kann. „Anders gesagt, kann schädliche Verarbeitung Ihren Darm auf Arten schädigen, die sich bis zu Ihrem Gehirn ausbreiten“, sagte sie. Die Rekrutierung für eine Phase-2-Studie sollte bald beginnen, laut der ScienceDaily-Berichterstattung vom 1. Oktober.

Zwei andere kürzliche Studien runden das Bild ab. Eine von der Barcelona Institute for Global Health geleitete Forschung, die in JAMA Psychiatry veröffentlicht und von ScienceDaily am 24. September berichtet wurde, analysierte mehr als 2.100.000 Kinder und Jugendliche in Dänemark und stellte fest, dass junge Menschen, die jetzt mit ADHS oder Autismus diagnostiziert werden, der Allgemeinbevölkerung ähnlicher sind als diejenigen, die vor einem Jahrzehnt diagnostiziert wurden. Die Lücke für niedriges Geburtsgewicht fiel beispielsweise von 54 % auf 17 % während des Studienzeitraums.

Auf der regulatorischen Seite begann Deutschland am 1. Oktober mit der Ausgabe digitaler Führungszeugnisse, berichtete heise. Das PDF kommt im BundID-Postfach mit einem qualifizierten elektronischen Siegel und einem QR-Code an, kostet die gleichen 13 Euro wie die Papierversion und kann immer noch keine Apostille für die Nutzung im Ausland tragen. Das Bundesamt für Justiz sagte, einige Telefonmodelle, einschließlich des Samsung Galaxy A36 5G und A13 5G, hätten Einschränkungen mit der Verifizierungs-App.

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Quellen

14
  1. 01Top journal's special issue on women's health casts spotlight on menopause and painEN
  2. 02As CDC redesigns annual health survey, it removes questions about disabilitiesEN
  3. 03Health insurer points finger at AI as nearly $1 billion in questionable hospital charges appearEN
  4. 04Is AI jacking up healthcare costs?EN
  5. 05Could quitting ultra-processed food boost your mental health?EN
  6. 06ADHD and autism diagnoses have surged. A massive study may help explain whyEN
  7. 07Führungszeugnis seit 1. Oktober auch digital bestellbarDE
  8. 08Two key Senate health committees face major shake-upsEN
  9. 09Parakeet Health raises $10M to automate patient outreachEN
  10. 10Insurer startup Devoted Health raises $1.2B as it revs up growthEN
  11. 11SoftBank closes DigitalBridge acquisitionEN
  12. 12Digital Realty Plans Cable Landing Station at Los Angeles Data CenterEN
  13. 13China leads drone patent volume but US matches quality as start-ups drive innovation: studyEN
  14. 14China is excelling in health tech. That's good news for the worldEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Hanna Vogt

Hanna Vogt

Wissenschaft und Gesundheit

Hanna Vogt schreibt für FLASH24 über Wissenschaft und Gesundheit und stützt sich dabei auf Primärstudien, Behördenberichte und Rohdaten statt auf Pressemitteilungen. Bei Zahlen prüft sie Stichprobengrößen, Konfidenzintervalle und ob die zitierte Quelle die Aussage tatsächlich deckt. Für ihre Texte spricht sie mit Studienautorinnen, wartet auf Peer-Review-Fassungen und vergleicht Vorabdrucke mit der finalen Publikation. Dass sie privat Materialphysik verfolgt und mit eigenem Teleskop den Himmel beobachtet, erklärt, warum sie bei Messmethoden und Instrumenten genau nachfragt. Sie publiziert keine Ergebnisse, deren Datengrundlage sie nicht selbst eingesehen hat.

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