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Somalias Verteidigungsministerium: Armee tötet fast 75 al-Shabaab-Kämpfer in der Region Bay

Somalias Verteidigungsministerium teilte am 27. Oktober mit, seine Truppen hätten in Jameeca im Distrikt Buurhakaba in der Region Bay während der Operation Banooda fast 75 al-Shabaab-Kämpfer getötet und 56 weitere verwundet. Al-Shabaab erklärte, 321 Soldaten seien getötet worden. Keine der beiden Zahlen ist unabhängig bestätigt.

WeltNachrichtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 7. November 20263 Min. LesezeitQuellen 10
Somalias Verteidigungsministerium: Armee tötet fast 75 al-Shabaab-Kämpfer in der Region Bay

Was das Verteidigungsministerium mitteilte

Die Somalischen Nationalen Streitkräfte starteten den Angriff am Montag, dem 26. Oktober. Er fand nach Angaben des Militärs und des Verteidigungsministeriums in Jameeca im Distrikt Buurhakaba statt, im Rahmen der Operation Banooda. Die Kämpfe dauerten mehrere Stunden und fanden an mehreren Orten statt, hieß es aus dem Ministerium. Es meldete fast 75 getötete al-Shabaab-Kämpfer und 56 weitere Verwundete, ohne zu erklären, wie die Zahlen ermittelt wurden.

Während der Kämpfe in Jameeca setzten al-Shabaab-Kämpfer Fahrzeuge voller Sprengstoff gegen Militärfahrzeuge ein und beschädigten einige davon, teilte das Ministerium mit. Ob Regierungssoldaten starben oder verwundet wurden und wie viele Fahrzeuge getroffen wurden, sagte es nicht.

Das Militär hatte die Operation Banooda zwei Tage zuvor mit einem Gefecht bei Leego angekündigt. Somalias staatliche Nachrichtenagentur SONNA berichtete am 24. Oktober, dort seien sieben al-Shabaab-Kämpfer getötet worden, weitere seien verwundet und Waffen beschlagnahmt worden. Das Ministerium nannte keinen Zeitplan für die nächste Phase der Operation und sagte nicht, ob Regierungstruppen Gebiet eingenommen oder Waffen erbeutet hatten.

Zwei Opferzahlen, keine Bestätigung

Al-Shabaab erklärte, bei einem dreistündigen Hinterhalt 321 Soldaten getötet und Gefangene, Waffen und Fahrzeuge erbeutet zu haben. Keine der beiden Darstellungen ist unabhängig bestätigt.

Auch beim Ort der Kämpfe gehen die Berichte auseinander. Dawn verortete die Kämpfe bei Lego in Lower Shabelle und schrieb, Militante hätten von der Türkei ausgebildete Regierungstruppen und eine verbündete Miliz angegriffen. Die Erklärung des Ministeriums und Eastleigh Voice nennen Jameeca in der Region Bay. Die Militäranalystin Samira Gaid sagte, ein Armeekonvoi sei auf einer engen Straße in sumpfigem Gelände Ziel einer Reihe von Selbstmordanschlägen geworden. Die Entscheidung, Truppen durch ein Gebiet zu schicken, das für Aufständische bekannt ist, zeige schlechte Planung, sagte sie. Der Angriff könnte die Moral und den Zusammenhalt einer Armee untergraben, die ohnehin erhebliche Kürzungen bei der Besoldung hinnehmen muss, sagte sie.

Die Lage in Bay

Eine Bewertung der Agentur der Europäischen Union für Asylfragen vom Juni 2026 stützte sich auf Konfliktdaten. Sie ergab, dass al-Shabaab mit Stand 31. März mehrere Städte und große ländliche Gebiete in Bay kontrollierte. Regierungsnahe Kräfte hielten wichtige Städte, darunter Baidoa und Buurhakaba. Dieselbe Bewertung verzeichnete 358 Sicherheitsvorfälle in ganz Bay zwischen April 2025 und März 2026 mit 403 Todesopfern.

Der Bericht der International Crisis Group stellte fest, dass die Gegenoffensive von al-Shabaab Anfang 2025 den größten Teil von Hiraan und Middle Shabelle zurückeroberte. Damit machte sie die Erfolge zunichtemachen, die Regierungstruppen und verbündete Clanmilizen 2022 und 2023 erzielt hatten; die Lage nähert sich wieder dem Stand vor 2022. Mogadischu hat Schwierigkeiten, zurückeroberte Gebiete zu halten, heißt es in dem Bericht. Rekruten verlassen die Armee nach der Ausbildung, und Korruption sowie logistische Mängel schwächen die Einsätze.

Die Reaktion in Mogadischu

Baidoa Online berichtete, die Regierung habe wegen erheblicher Verluste und des Verlusts von Militärausrüstung eine Dringlichkeitssitzung des Kabinetts einberufen. Eine Sicherheitsquelle sagte dem Portal, mindestens vier somalische Militärfahrzeuge seien zerstört worden, und äußerte Zweifel, dass Hunderte Soldaten getötet wurden. Der ehemalige Präsident Sharif Sheikh Ahmed forderte eine unabhängige Untersuchung der wiederholten Verluste der Armee und der Frage, ob Fahrlässigkeit eine Rolle spielte.

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Quellen

10
  1. 01Somalia reports dozens killed in fighting with Al-Shabaab — DawnEN
  2. 02Somali military says nearly 75 al-Shabaab militants killed in Bay operationEN
  3. 03Somalia's 2026 security impasse: The geography of an unwinnable warEN
  4. 04Somalia army kills 75 Al-Shabaab fighters in Operation BanoodaEN
  5. 05African Union Warns Uganda Troop Withdrawal Could Leave Somalia Vulnerable to Al-ShabaabEN
  6. 06US forces accused of ‘weaponising’ Somalia’s floods by trapping women and children in the path of El NiñoEN
  7. 07Somalia's Al Shabaab ends bloody decade resurgent and unbowedEN
  8. 08US Military Accused of “Weaponizing” El Niño Against Somali CiviliansEN
  9. 09Al-Shabab pulls out of key Somali town ahead of army offensiveEN
  10. 10What the Galgala Strike Tell Us About the UAE Somalia and Al ShabaabEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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