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BNP Paribas Bank Polska meldet 689 Millionen Zloty Nettogewinn im dritten Quartal

BNP Paribas Bank Polska hat am 5. November 2026 einen Nettogewinn von 689 Millionen Zloty für das dritte Quartal gemeldet, 15 Prozent mehr als im Vorquartal und etwa auf Vorjahresniveau. Die Eigenkapitalrendite auf das materielle Eigenkapital erreichte 15 Prozent.

KonjunkturNachrichtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 7. November 20263 Min. LesezeitQuellen 38
BNP Paribas Bank Polska meldet 689 Millionen Zloty Nettogewinn im dritten Quartal

Gewinn im dritten Quartal

In der Telefonkonferenz zu den Zahlen vom 5. November teilte die Bank mit, der Umsatz sei gegenüber dem Vorquartal um 3 Prozent und gegenüber dem Vorjahr um fast 7 Prozent gestiegen, vor allem getragen vom Zinsergebnis. Die Zinsmarge verbesserte sich um 12 Basispunkte, und das Zinsergebnis machte 75 Prozent des Umsatzes aus. Die Eigenkapitalrendite auf das materielle Eigenkapital stieg um 2 Prozentpunkte auf 15 Prozent. Die Cost-Income-Ratio lag nach den ersten neun Monaten unter 41 Prozent und damit besser als nach den ersten beiden Quartalen.

Kredite, Einlagen und Kreditqualität

Die Bruttokredite legten laut Bank gegenüber dem Vorquartal um 3 Prozent und gegenüber dem Vorjahr um 9 Prozent zu. Am stärksten wuchs das Firmen- und Institutionengeschäft, die Kredite an kleine und mittlere Unternehmen stiegen im Quartal um mehr als 5 Prozent. Die Einlagen wuchsen im Quartal bei disziplinierter Preisgestaltung, vor allem im Privatkundengeschäft, und der Anteil unverzinslicher Girokontoguthaben nahm zu. Die Girokonten wuchsen im Privat- und Firmenkundengeschäft um 14 Prozent.

Die Risikokosten lagen im Quartal bei 22 Basispunkten und kumuliert bei 27 Basispunkten, sie stabilisieren sich um 30 Basispunkte. Notleidende Kredite blieben bei 2,6 Prozent des Portfolios stabil. Die Zahl der Klagen zu Franken-Hypotheken geht zurück, die Kosten des Rechtsrisikos sind laut Bank relativ niedrig.

Kunden und Ziele

Die Gewinnung von Privatkunden beschleunigte sich, gestützt auf ein verbessertes mobiles Onboarding und die Integration von mObywatel. Nach drei Quartalen gewann die Bank netto 204.000 neue Privatkunden, rund ein Fünftel ihres Ziels von 1.000.000 bis 2030. Sie meldete 6.000.000.000 Zloty an neuem nachhaltigen Geschäft gegenüber einer Zusage von 25.000.000.000 Zloty, also etwa ein Viertel davon.

Die Betriebskosten blieben gegenüber dem zweiten Quartal nahezu unverändert, was die Bank als unter Kontrolle bezeichnete. Die Bestände an Anlageprodukten standen unter Druck wegen eines schwierigen Marktumfelds, und das Verkaufsvolumen war kein vorrangiges Ziel.

Ausblick

Piotr Konieczny, Vizepräsident des Vorstands für Finanzen, sagte, die Bank sei bei ihrer Zinsmarge „moderat positiv“. Der Margendruck dürfte in den kommenden Quartalen anhalten, mit hartem Wettbewerb bei der Kreditbepreisung, besonders im Firmenkreditgeschäft, wo die Margen niedriger liegen als ursprünglich angenommen. Die kommende Benchmark POLSTR bringt ihm zufolge im nächsten Jahr Unsicherheit für die Kreditmargen. Die hohe Liquidität im Sektor sollte jedoch helfen, die Refinanzierungskosten zu stabilisieren, und das Geschäftswachstum dürfte den Ausblick für das Zinsergebnis stützen.

Die Hypothekenpreise liegen auf Breakeven-Niveau. Die Bank bezeichnet sich als selektiv und strebt in dem, was sie als Preiskampf auf diesem Niveau beschreibt, keine Marktführerschaft bei Hypotheken an. Das Management will der Strategie Accelerate 2030 folgen, die eine hälftige Aufteilung des Gewinns mit den Aktionären vorsieht. Bei günstigen Bedingungen könnte der Vorstand eine höhere Ausschüttung empfehlen, doch das Management ordnete dies dem Ausblick für die zweite Hälfte des Strategiezeitraums zu und nicht einer unmittelbaren Änderung der Dividendenpolitik. Das neue Programm OKI startet im Januar so früh wie möglich, und das Management sieht darin eine Ergänzung des Kundenangebots und kein wichtiges Instrument zur Kundengewinnung.

Die Bank verwies auf politische und regulatorische Risiken und auf mögliche weitere Belastungen für den Sektor, trotz bereits hoher effektiver Steuersätze. Sie erwartet ein einstelliges Kostenwachstum, doch das Umsatzwachstum könnte durch Margendruck und die Einführung der Benchmark POLSTR belastet werden.

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Quellen

38
  1. 01The euro area bank lending survey - Second quarter of 2026 - European Central BankEN
  2. 02ECB publishes supervisory banking statistics on significant institutions for the third quarter of 2025 - ECB Banking SupervisionEN
  3. 03BNP Paribas Bank Polska SA (FRA:82MA) (Q3 2026) Earnings Call Highlights: Net Profit Climbs 15% as ROTE hits 15% - GuruFocusEN
  4. 04UOB stock faces margin pressure after Q3 profit miss - ad-hoc-news.deEN
  5. 05European banks post stronger third-quarter profits as rates lift margins - Traders UnionEN
  6. 062026 banking and capital markets outlook - DeloitteEN
  7. 07Financial Stability Review, November 2025 - European Central BankEN
  8. 08The euro area bank lending survey - Third quarter of 2025 - European Central BankEN
  9. 09Financial Stability Review, May 2026 - European Central BankEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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