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UN: Familien in Tahtay Adiyabo sind erneut geflohen

Die Vereinten Nationen melden, dass Familien, die erst kürzlich in den Bezirk Tahtay Adiyabo im Nordwesten Tigrays zurückgekehrt waren, erneut geflohen sind. Tausende Vertriebene halten sich derzeit in Debre Birhan in Amhara und in Shire in Tigray auf, weil neue Kämpfe die Hilfe behindern.

WeltNachrichtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 7. November 20264 Min. LesezeitQuellen 21
UN: Familien in Tahtay Adiyabo sind erneut geflohen

Die UN teilen in einem Bericht über Vertreibung mit, über den Eastleigh Voice berichtet, dass sich derzeit Tausende Vertriebene in Debre Birhan in der Region Amhara und in der Stadt Shire im Nordwesten Tigrays aufhalten. In Debre Birhan leben bereits Binnenvertriebene, die aus den Zonen West Shewa, East Wollega und West Wollega in Oromia geflohen sind. Diese Gemeinschaften leiden seit langer Zeit unter Mangel an Nahrung, Unterkünften und anderer Hilfe.

Der Bericht schlüsselt die neu vertriebene Bevölkerung nicht nach Orten auf und nennt auch nicht den Zeitpunkt, zu dem die jüngsten Bewegungen begannen. Laut UN behindern Unsicherheit und Bewegungsbeschränkungen die Hilfe. In Amhara schränkt die anhaltende Unsicherheit die Bewegung auf wichtigen Straßen ein, die Gonder mit Debark und Metema verbinden.

Die UN und ihre humanitären Partner bereiten nach eigenen Angaben eine Ausweitung der Hilfe vor. Vorrang haben Menschen mit dem dringendsten humanitären Bedarf.

Rückkehr unter Druck

Im Oktober 2025 berichtete Addis Standard, dass 12.155 Binnenvertriebenen-Haushalte mit 62.707 Menschen in ihre Herkunftsgebiete in sechs Woredas Tigrays zurückgekehrt seien: Irob, Gulomekada, Zala Anbassa, Egela, Central Adiyabo und Tahtay Adiyabo. Nun erklären die UN, Familien, die erst kürzlich nach Tahtay Adiyabo zurückgekehrt waren, seien erneut zur Flucht gezwungen worden.

Kämpfe und Zugang

Der Bericht über die Vertreibung folgt auf neue Kämpfe in Tigray, Amhara und Afar. Sie brechen fast vier Jahre, nachdem das Pretoria-Abkommen vom November 2022 den zwei Jahre dauernden Krieg zwischen Regierungstruppen und der TPLF beendet hatte. Nach Angaben von Scroll begann am 23. September eine Bodenoffensive tigrayischer Kräfte, nachdem es im August und September wochenlang Luft- und Drohnenangriffe der Regierung gegeben hatte. Die Kämpfe seit dem 23. September sind laut Reuters die schwerste Eskalation seit dem Bürgerkrieg von 2020 bis 2022, bei dem Hunderttausende Menschen starben.

Was die nationale Zahl zeigt

Das Äthiopien-Datenblatt von UNHCR, gedruckt am 15. Oktober 2026, nennt als Stichtag den 31. August 2026 und gibt die Zahl der Binnenvertriebenen mit 1.919.993 an. Das Blatt führt diese Zahl auf Runde 37 der Site Assessment der Displacement Tracking Matrix zurück. Die Matrix ordnet diese Runde den Monaten Juli und August 2024 zu und führt keine spätere Runde auf.

Auf Tigray, einschließlich der im Blatt als umstritten geführten Gebiete, entfallen 761.284 der Gesamtzahl. Auf Oromia entfallen 749.534, auf Amhara 166.353 und auf Afar 123.767. Als Grund für 82% der Binnenvertreibung wird Konflikt angegeben. UNHCR führt zudem 2.813.489 zurückgekehrte Binnenvertriebene auf, darunter 1.123.137 in Tigray und 1.026.215 in Amhara.

Das Diagramm des Blatts zeigt 3.300.000 Vertriebene im Jahr 2024 und 1.900.000 ab Februar 2025. Es erklärt den Rückgang nicht, die beiden Zahlen sollten daher nicht als 1.400.000 Menschen gelesen werden, die nach Hause zurückgekehrt sind. Die Internationale Organisation für Migration, die die Erhebung durchführt, müsste eine neue nationale Runde veröffentlichen, um zu bestätigen, wie viele der 1.919.993 noch vertrieben sind. Das UNHCR-Blatt nennt dafür kein Datum und sagt auch nicht, ob die neuen Kämpfe seit August die Gesamtzahl erhöht haben.

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Quellen

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  1. 01Renewed fighting in Ethiopia forces families to flee again in TigrayEN
  2. 02Ethiopia Has 1.9 Million Displaced PeopleEN
  3. 03EXPLAINER - Why renewed Tigray fighting is raising fears of another Ethiopian warEN
  4. 04At least 17 killed as Ethiopia-Tigray conflict reignitesEN
  5. 05Airstrikes, artillery hit north Ethiopia as government and rebels clash, sources sayEN
  6. 06Tigray rebels claim 500 Ethiopian soldiers killed, 800 wounded in renewed fightingEN
  7. 07TPLF claims 500 Ethiopian soldiers killed in fresh clashes in TigrayEN
  8. 08Ethiopian forces kill Tigray rebel commander, capture 2 others: ActivistEN
  9. 09Ethiopia: Tigray Faces a Double Catastrophe - War and Worsening HungerEN
  10. 10W.H.O. Warns Ethiopia Health System Nears Collapse Amid Drone StrikesEN
  11. 11Will Ethiopia's neighbours intervene as Tigray war escalates?EN
  12. 12Tigray conflict revives fears of Ethiopia-Eritrea warEN
  13. 13Ethiopia’s Tigray war: Where do the UAE and Saudi Arabia stand?EN
  14. 14Ethiopia’s Tigray war: Where do the UAE and Saudi Arabia stand?EN
  15. 15Ethiopia is slipping into a war again that could expand to more countriesEN
  16. 16Hemodialysis Patients in Postwar Tigray Describe Silent Struggles in Qualitative Study - Bioengineer.orgEN
  17. 17Ethiopia and Sudan Expel Diplomats as Rivalry Threatens to Widen Horn of Africa Conflicts - Modern DiplomacyEN
  18. 18Ethiopian-American Spying for Ethiopia: Guilty Plea - https://kulu-media.com/EN
  19. 19US contractor secretly passed top-secret intelligence to Ethiopia for more than two years as Washington reveals how American secrets reached a wartime governmenEN
  20. 20Ethiopian Rebels Deploy Drones - Africa Defense ForumEN
  21. 21Ethiopia-Eritrea Conflict Could Open a Second Red Sea Front - Small Wars JournalEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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