US-Außenministerium verhandelt Stationierungsabkommen mit Venezuela
Das US-Außenministerium verhandelt mit Venezuela über ein Stationierungsabkommen, das eine langfristige Präsenz amerikanischer Truppen ermöglichen könnte, berichtete die New York Times am 4. November. Ein hochrangiger Beamter sagte, dauerhafte Stützpunkte seien "sehr, sehr weit entfernt".

Das US-Außenministerium unter Leitung von Marco Rubio verhandelt mit Venezuela über ein Stationierungsabkommen, das eine langfristige Präsenz amerikanischer Truppen ermöglichen könnte. Das berichtete die New York Times am 4. November unter Berufung auf US-Beamte, die anonym bleiben wollten.
Das Ministerium erklärte, solche Abkommen "fördern die Verteidigungskooperation, indem sie einen klaren, berechenbaren rechtlichen Rahmen für US-Streitkräfte schaffen, damit sie gemeinsam vereinbarte Aktivitäten mit unseren Sicherheitspartnern durchführen können, etwa Schiffsbesuche, Ausbildung, Übungen und humanitäre Hilfe". Wie viele Soldaten kommen, wohin sie gehen und wie lange sie bleiben, soll laut der Times in späteren Verhandlungen geklärt werden.
Ein hochrangiger Beamter des Außenministeriums sagte, jede Diskussion über dauerhafte Militärstützpunkte sei "sehr, sehr weit entfernt", und zu dieser Frage liefen keine Gespräche. Das berichtete CiberCuba unter Berufung auf die Times.
Nach Angaben des Außenministeriums hat die Regierung mit mehr als 100 Ländern Stationierungsabkommen geschlossen. In einigen Ländern unterhält die United States Zehntausende Soldaten, in anderen nur wenige Berater oder Einheiten. Die venezolanische Botschaft in Washington antwortete nicht auf eine Bitte um Stellungnahme, meldete die Times.
Warum die Gespräche eine Wende bedeuten
Den Gesprächen vorausgegangen ist eine US-Kampagne tödlicher Angriffe auf mutmaßliche Drogenschmugglerboote, die im September 2025 begann, sowie der Einmarsch des US-Militärs in Venezuela am 3. Januar, bei dem Nicolás Maduro herausgeholt wurde. Die Times beschrieb die beiden Länder als frühere Gegner, die nun auf militärische Zusammenarbeit zusteuern. Maduro wurde in ein Gefängnis in New York gebracht, wo er sich wegen Drogen-Terrorismus-Vorwürfen verantworten muss, berichtete CiberCuba. Seitdem führt Delcy Rodríguez Venezuela, laut der Times.
In einer Rede am Montag in Washington sprach Trump von "unserer Eroberung Venezuelas", meldete der San Juan Daily Star.
Für die militärische Zusammenarbeit gibt es bereits Vorbilder. Im Juni flog das Southern Command einen Luftangriff im Bundesstaat Bolívar, bei dem Héctor Rusthenford Guerrero Flores starb, ein Gründer der Tren de Aragua. Nach Angaben von Beamten beider Länder waren CIA-Informationen und venezolanische Kräfte beteiligt. Am 30. Oktober griff Venezuela ein Lager der ELN in Apure an, mit US-Informationen und Drohnenunterstützung; mindestens 23 Menschen starben, so Fundaredes.
Was ein Abkommen blockieren könnte
Der Chavismus, die anti-amerikanische Ideologie aus Maduros Bewegung, hat laut Experten, die mit der Times sprachen, noch Unterstützung bei 10% bis 20% der Venezolaner, auch in Militär und Sicherheitsbehörden. Diese Anhänger könnten zu lautstarken Gegnern der Verhandlungen werden. Auch außerhalb dieser Kreise beschreiben viele Venezolaner eine neue Form westlicher Kolonialherrschaft, besonders nachdem Trump damit geprahlt hat, das Öl des Landes zu nehmen, berichtete die Times. Der Anblick von US-Soldaten könnte diese Wut weiter anheizen.
Wie es weitergeht
Einzelheiten wie Truppenzahl und Standorte sollen in künftigen Abkommen geklärt werden, meldete die Times. Rubio traf am Montag Venezuelas neuen Außenminister Oliver Blanco in Washington. Sie sprachen über Aussöhnung, mögliche Wahlen und die Freilassung politischer Gefangener, teilte das Außenministerium mit. In seiner Zusammenfassung erwähnte es das Militärabkommen nicht.
Quellen
24- 01Trump Administration Negotiates Long-Term US Military Presence in VenezuelaEN
- 02Trump Administration Presses for Long-Term U.S. Military Occupation of VenezuelaEN
- 03Trump administration negotiates deal to establish a permanent U.S. military presence in VenezuelaEN
- 04Trump pushes Venezuela for agreement allowing US troops to stayEN
- 05Latest US military strike on alleged drug boat kills four in CaribbeanEN
- 06What to know about U.S. military strikes on alleged drug boatsEN
- 07Fact-checking Trump's claims after U.S. strike on Venezuela and capture of MaduroEN
- 08U.S. strikes a vessel in the eastern Pacific, killing 2 people in first attack in monthsEN
- 09Fact-checking U.S. military boat strikes in the Caribbean and Pacific as death toll passes 200EN
- 10The “boat strikes” are still happening. Five things you need to know. - Washington Office on Latin America | WOLAEN
- 11Venezuela's Maduro orders new military exercises after U.S. military blows up another alleged drug boat in Caribbean - CBS NewsEN
- 12A timeline of U.S. military strikes on boats off South America and what Congress has said - PBSEN
- 13U.S. military carries out 30th strike on alleged drug boat - PBSEN
- 14Trump weighs land strikes in Venezuela following attacks on suspected drug boats - PBSEN
- 15What legal experts say about second US strike on Venezuela boat - BBCEN
- 16Killing of survivors sparks outrage – but entire US ‘drug boat’ war is legally shaky - The GuardianEN
- 17US military says latest strike on alleged drug-smuggling boat in the Caribbean kills 4EN
- 18Venezuela military hits Colombian ELN camp in Apure border raid - HariciEN
- 19US Reportedly Took Part in a Bombing Operation Against the ELN in VenezuelaEN
- 20Venezuelan army allegedly bombs a camp near Colombian borderEN
- 21Venezuelan army attack on Colombian rebel camp leaves at least nine dead: NGOEN
- 22Venezuela’s Army Reportedly Bombs Colombian Paramilitary Group Camp in Apure State - Orinoco TribuneEN
- 23Venezuelan army strike on Colombian rebel camp leaves 19 deadEN
- 24Venezuelan Army Bombs ELN Camp Near Colombia Border in Apure, Leaving At Least 19 Dead: who 5 outlets blamed - NewsCordEN
Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
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