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Südkoreas Sonderermittler fordert im Berufungsverfahren um Aufstand die Todesstrafe für Yoon

Das Sonderermittlerteam unter Cho Eun-suk hat am Donnerstag vor dem Obersten Gericht in Seoul beantragt, den früheren Präsidenten Yoon Suk Yeol wegen der Anstiftung zu einem Aufstand zum Tode zu verurteilen. Yoon legt gegen seine lebenslange Haftstrafe Berufung ein.

WeltAnalyseDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 5. November 20263 Min. LesezeitQuellen 16
Südkoreas Sonderermittler fordert im Berufungsverfahren um Aufstand die Todesstrafe für Yoon

Forderung nach der Todesstrafe

Der Antrag fiel in einer Anhörung zu Yoons Berufung gegen die lebenslange Haftstrafe, die er im Februar erhalten hatte, wie die Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. Das Team bat das Oberste Gericht in Seoul, die Todesstrafe zu verhängen. Yoon habe einen Aufstand angezettelt, indem er das Kriegsrecht ausrief, obwohl weder Krieg noch ein Zwischenfall noch ein vergleichbarer nationaler Notstand vorlag.

Bereits im Januar hatten die Ermittler in der ersten Instanz die Todesstrafe gefordert. Das Bezirksgericht Seoul Zentrum verurteilte Yoon im Februar stattdessen zu lebenslanger Haft. Es sah es als erwiesen an, dass er Soldaten und Polizisten rechtswidrig mobilisierte, um das Parlament zu besetzen, politische Gegner festzunehmen und für eine "beträchtliche Zeit" eine unkontrollierte Herrschaft zu errichten.

Warum die Forderung Gewicht hat

Nach dem Gesetz kann der Anführer eines Aufstands bei einem Schuldspruch nur zum Tode oder zu lebenslanger Haft verurteilt werden. In Südkorea ist seit 1997 niemand mehr hingerichtet worden, das Land hält damit faktisch ein Moratorium der Todesstrafe aufrecht.

Chos Team argumentierte, nur die Todesstrafe könne Yoon für ein Verbrechen dieser Schwere, nämlich die Anstiftung zur Rebellion, voll zur Verantwortung ziehen. Die seit Langem ausgesetzte Vollstreckung dürfe Gerichte nicht daran hindern, Todesurteile zu verhängen. Auch gegen das Urteil selbst legte das Sonderermittlerteam Berufung ein. Es erklärte, Yoon verdiene die Todesstrafe, weil sein Vorgehen eine ernste Bedrohung für die Demokratie des Landes dargestellt habe. Eine Hinrichtung wäre unwahrscheinlich.

Yoons Anwälte sagten vor Journalisten, die Ermittler wiederholten ein Argument, das "frei von Beweisen und juristischer Logik" sei. Das Kriegsrecht habe die Öffentlichkeit auf das aufmerksam machen sollen, was Yoon als Versuche der oppositionell geführten Legislative bezeichnete, die Staatsgeschäfte lahmzulegen. Schaden habe er nicht anrichten und eine autoritäre Herrschaft nicht errichten wollen. Yoon bestreitet die Vorwürfe.

Kriegsrecht und Prozesse

Yoon rief das Kriegsrecht am späten Abend des 3. Dezember 2024 aus. Es galt nur wenige Stunden, bis genügend Abgeordnete eine Blockade schwer bewaffneter Soldaten und Polizisten vor der Nationalversammlung durchbrachen und für seine Aufhebung stimmten. Daraufhin musste sein Kabinett die Maßnahme zurücknehmen.

Das Parlament sprach ihm am 14. Dezember 2024 das Misstrauen aus, und das Verfassungsgericht enthob ihn im April 2025 förmlich seines Amtes. Im Juli 2025 wurde er erneut festgenommen. Im Januar 2025 war er in Untersuchungshaft angeklagt worden als mutmaßlicher Anführer eines Aufstands.

Er muss sich in acht Verfahren verantworten, im Zusammenhang mit seinem Versuch, das Kriegsrecht zu verhängen, mit der angeblichen Korruption seiner Frau und mit dem Tod eines Marineoffiziers im Jahr 2023. Im Februar entschuldigte sich Yoon für die "Frustration und Not", die sein Erlass über die Bevölkerung brachte, hielt aber an der "Aufrichtigkeit und Absicht" seines Handelns fest.

Wie es weitergeht

Das Oberste Gericht in Seoul hat noch keinen Termin für ein Urteil über Yoons Berufung gegen die lebenslange Haftstrafe gesetzt. Seit fast drei Jahrzehnten ist in Südkorea keine Hinrichtung mehr vollstreckt worden, und eine Hinrichtung bleibt unwahrscheinlich.

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Quellen

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  1. 01Seoul court upholds ex-president Yoon's election convictionEN
  2. 02South Korean prosecutor seeks death penalty for ex-President Yoon over martial law debacleEN
  3. 03South Korean special counsel seeks death penalty for ex-President Yoon over marital law declarationEN
  4. 04S. Korea's special counsel seeks death penalty for ex-president YoonEN
  5. 05Why South Korea's Prosecutor Is Pushing for Yoon's Execution, and Why It Still Won't HappenEN
  6. 06South Korea targets ' highest performance' sovereign AI modelEN
  7. 07Xpeng plans South Korea entry, appoints former Volvo exec to lead local businessEN
  8. 08Tesla Sold FSD To Koreans Who Still Can't Use It. Now It's Facing A ComplaintEN
  9. 09Tesla accused of selling FSD to Korean owners who can’t legally use itEN
  10. 10 AI chip smugglers exploit trade control loophole to bring banned HBM from South Korea into China EN
  11. 11South Korea is betting on startups to secure its future on the global stageEN
  12. 12VirtualTrialHarness: Coordinating Agentic Operationalization of Virtual Trial Protocols Across Complex Clinical SchemasEN
  13. 13Why North Korea's 'elite' hackers are the prime suspect in major Binance hackEN
  14. 14FBI Links North Korea's TraderTraitor to Record $6.43 Billion Binance Crypto HeistEN
  15. 15Tencent targets Southeast Asia as launch pad for AI agent WorkBuddy amid tough local marketEN
  16. 16Studying Fraudulent North Korean IT WorkersEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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