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Großbritannien nennt 2028 als Datum für KI-Cyberbedrohung, Malaysia und Moldau zählen die Schäden

Der britische Cyber-Chef sagte am 3. November, KI-gestützte Angriffe auf kritische Infrastruktur seien bis 2028 wahrscheinlich. Malaysia erklärt, nun auf der Zielliste zu stehen, und Moldau zählt noch, was ein Sicherheitsvorfall offengelegt hat.

WeltAnalyseDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 4. November 20263 Min. LesezeitQuellen 23
Großbritannien nennt 2028 als Datum für KI-Cyberbedrohung, Malaysia und Moldau zählen die Schäden

London setzt ein Datum für die KI-Bedrohung

Richard Horne leitet das britische National Cyber Security Centre. Er sagte am 3. November, Großbritannien werde bis 2028 wahrscheinlich KI-gestützte Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur erleben.

Horne sprach bei der Vorstellung des Jahresberichts des NCSC. KI könne Schwachstellen in Computersystemen in beispiellosem Ausmaß finden und ausnutzen, was die Stromversorgung, Wasseranlagen und andere lebenswichtige Dienste bedrohe. Der Bericht fällt nüchterner aus: KI dürfte eher bestehende Hacking-Techniken verstärken und ausweiten als völlig neue Angriffsmethoden schaffen. Der Unterschied ist wichtig. Die Bedrohung ist weniger eine neue Waffe als dieselben alten Schwachstellen, nur schneller und billiger gefunden.

Das NCSC nannte China als hartnäckigste Cyberbedrohung für Großbritannien. China und Russland würden beide KI zunehmend einsetzen, um ihre strategischen Ziele voranzutreiben, hieß es.

Die Rechnung ist bereits hoch. Böswillige Cyberaktivitäten kosten britische Organisationen laut NCSC fast 20.000.000.000 Dollar pro Jahr. Die Behörde verwies auf den Angriff von 2025 auf den Autobauer Jaguar Land Rover, der direkte Verluste von mehr als 260.000.000 Dollar verursachte. Anne Keast-Butler, Direktorin von GCHQ, der Aufsichtsbehörde des NCSC, sagte: „Cybersecurity is now part of the front line defense of our nation.“

Warum die Warnung jetzt kommt

Am selben Tag erklärte Malaysias Premierminister Anwar Ibrahim im Parlament, sein Land gehöre zu den als Ziel betrachteten Staaten. Die Geheimdienstinformationen könne er nicht öffentlich nennen.

Anwar sagte, der Nationale Sicherheitsrat habe am Montag eine Sondersitzung abgehalten, um die Bedrohung zu bewerten. Energie, Verkehr, Finanzdienstleistungen und Lebensmittelversorgung stünden ganz oben auf der Liste.

Er verwies auf weitere Vorfälle in öffentlichen Systemen. Belgien schaltete sein nationales Steuerportal nach einem Angriff ab. In Dänemark wurde das zentrale Bevölkerungsregister kompromittiert, betroffen waren Identitätsdaten von fast neun Millionen Menschen. Das elektronische Einreichungssystem der US-Bundeswahlkommission war 41 Stunden lang gestört. In Japan wurden persönliche Daten von mehr als 100.000 Polizeikräften offengelegt.

Malaysia schlug eine Sitzung aller Abgeordneten unter Ausschluss der Öffentlichkeit innerhalb von ein bis zwei Tagen vor, geleitet vom Generaldirektor des Nationalen Sicherheitsrats. Regierungschef Shamsul Azri Abu Bakar soll ein Treffen mit den zuständigen Ministerien leiten. Der Gouverneur der Bank Negara Malaysia, Abdul Rasheed Ghaffour, wird die Finanzinstitute zusammenrufen. Anwar nannte weder einen mutmaßlichen Angreifer noch ein wahrscheinliches Ziel.

Moldau zeigt die Schäden im Nachhinein

Moldau arbeitet die Folgen noch auf. Premierminister Vasile Tofan sagte am 28. Oktober, die Behörden untersuchten eine mögliche Beteiligung ausländischer Staaten an dem Sicherheitsvorfall.

Hacker nutzten zwischen dem 19. und 23. Oktober Regierungsdienste, die keine Authentifizierung verlangten. Sie stellten etwa 11.000.000 Anfragen und entnahmen Daten zu rund 750.000 Identifikationsnummern. Die Ausbeute war breit. Sie kann Namen, Geburtsdaten, Krankenversicherungsstatus, Renten, Führerscheine, Bankkontonummern und Steuerschulden umfassen.

Die Behörden überprüften 82 digitale öffentliche Dienste. Sie trennten die als anfällig eingestuften vorübergehend ab, zusammen mit mehr als 30 Regierungsinformationssystemen und Verwaltungsportalen.

SC World berichtete, die Offenlegung betreffe etwa ein Drittel der in Moldau lebenden Bevölkerung. Mihai Lupascu, Leiter der nationalen Cybersecurity-Behörde, bezeichnete die Operation als hochgradig ausgefeilt. Moldau hat rund 2.400.000 Einwohner. Die Behörden blockierten unbefugten Zugriff am 23. Oktober, entdeckten aber weitere Versuche am Sonntag und am Dienstag; beide scheiterten.

Was zu beobachten ist

Die nichtöffentliche Unterrichtung in Malaysia, erwartet innerhalb von ein bis zwei Tagen, ist der nächste feste Termin, an dem mehr bekannt werden könnte. Moldau stellt den Zugang nach zusätzlichen Sicherheitsprüfungen wieder her. Eine Zuschreibung gab es nicht.

Der Bericht nennt kein Datum für einen konkreten Vorfall und keine konkreten Ziele. Er führt Iran neben China und Russland als Bedrohung auf.

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Quellen

23
  1. 01UK warns AI-powered cyberattacks could threaten critical infrastructure by 2028EN
  2. 02Malaysia on cyberattack radar, government steps up security measuresEN
  3. 03Moldova investigates massive cyberattack on national identity infrastructureEN
  4. 04Moldova investigates possible foreign involvement in major government cyberattackEN
  5. 05Importance of timely Cyberattack Reporting for Critical Infrastructure - Cybersecurity InsidersEN
  6. 06Nigeria’s Digital Infrastructure Exposed As Cyberattacks Hit 4,361 Weekly - LEADERSHIP NewspapersEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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