Armenien plant Sitzung am 12. November 2026 zu Gesetzen für die Trump-Route
Die armenische Regierung hat am 5. November 2026 eine außerordentliche Parlamentssitzung für den 12. November beantragt. Dort sollen Gesetze für das gemeinsame armenisch-amerikanische Unternehmen beraten werden, das die Trump-Route umsetzt, berichtete die Jerusalem Post. Zuvor hatte das Parlament am 28. Oktober die TRIPP-Erklärung mit 63 zu 32 Stimmen angenommen.

Bedingungen des Unternehmens
Das Parlament nahm die TRIPP-Erklärung am 28. Oktober 2026 mit 63 zu 32 Stimmen an, berichtete die Jerusalem Post. Die Erklärung ist kein Vertrag; das separate Friedensabkommen mit 17 Artikeln ist weiterhin nicht unterzeichnet. Am 12. November 2026 sollen die Abgeordneten Gesetze beraten, die die Gründung des gemeinsamen armenisch-amerikanischen Unternehmens erleichtern. Dieses Unternehmen soll das Projekt umsetzen.
Laut Jerusalem Post sieht das veröffentlichte Abkommen einen Anteil von 74 Prozent für die amerikanische Seite und 26 Prozent für Armenien an einer in Armenien eingetragenen Entwicklungsgesellschaft vor. Die US International Development Finance Corporation, eine Regierungsbehörde, soll alleiniger Eigentümer des amerikanischen Anteils sein. Das Unternehmen soll bei der Auswahl von Auftragnehmern und Betreibern mitwirken.
Der Text sieht bestimmte Ausnahmen von der armenischen Gesetzgebung vor und erkennt die Souveränität und Gerichtsbarkeit Armeniens über das Projektgebiet an. Oppositionsabgeordnete stimmten gegen die Zustimmung vom 28. Oktober. Sie verwiesen auf Bedenken wegen der armenischen Souveränität, der Beziehungen zum Iran und der wachsenden Abhängigkeit von Washington, berichtete die Jerusalem Post.
Was die Route ist
TRIPP soll als Verkehrsverbindung vom Festland Aserbaidschan zu seiner Exklave Nachitschewan durch den Süden Armeniens dienen, nahe der iranischen Grenze. Die Washingtoner Erklärung, eine am 8. August 2025 unterzeichnete gemeinsame Erklärung, legte den Rahmen für die Konnektivität fest und ist kein Vertrag. Das separate Abkommen über die Aufnahme von Frieden und zwischenstaatlichen Beziehungen wurde am selben Tag paraphiert und ist weiterhin nicht unterzeichnet.
Laut RAND kann das Friedensabkommen vom August 2025 Handels- und Verkehrswege von Asien nach Europa eröffnen, die sowohl Russland als auch den Iran umgehen. Viele wichtige operative Details sind noch ungeklärt, darunter die Rolle der USA bei der Sicherung der Route, Zollregeln für aserbaidschanische Waren und die Finanzierung des Baus, berichtete Eurasianet. Armenische Vertreter hätten in diesem Jahr zusätzliche Investoren gesucht, jedoch ohne feste Zusagen, so Eurasianet.
In einer Erklärung vom 8. August 2026 sagte US-Außenminister Marco Rubio, die Vermessung für eine Eisenbahnstrecke durch armenisches Gebiet habe begonnen. Er verwies auf die Gründung eines Trans-Caspian Enterprise Fund mit 201.000.000 US-Dollar Anfangskapital, berichtete Eurasianet.
Vertrag weiterhin nicht unterzeichnet
Das Abkommen über die Aufnahme von Frieden und zwischenstaatlichen Beziehungen mit 17 Artikeln wurde fünf Monate vor dem Gipfel in Washington fertiggestellt, berichtete EVN Report. Außenminister Ararat Mirzojan sagte am 5. November 2026 vor einer gemeinsamen Sitzung von Ausschüssen der Nationalversammlung, Armenien verpflichte sich, die Unterzeichnung so bald wie möglich zu ermöglichen, gefolgt von der Ratifizierung.
Baku erklärt, es werde nicht unterzeichnen, bevor Armenien aus seiner Verfassung entferne, was Aserbaidschan als Ansprüche auf aserbaidschanisches Territorium bezeichnet. Armenien bereitet Verfassungsänderungen vor, doch ein für 2027 angesetztes Referendum muss sie billigen. Paschinjan errang bei der Parlamentswahl im Juni 2026 einen klaren Sieg, doch seine Partei Zivilvertrag verfehlte eine Zweidrittelmehrheit der Parlamentssitze, berichtete Eurasianet. Ein Termin für die Unterzeichnung ist nicht festgelegt.
Mirzojan sagte außerdem, aserbaidschanische Fracht werde armenisches Gebiet für den Transit nutzen.
Quellen
19- 01Armenia's Donald Trump corridor draws antisemitic claimsEN
- 02Our commitment is to make the signing of a peace agreement with Azerbaijan possible as soon as possible. Ararat MirzoyanEN
- 03Sahakyan warns of serious risks in withdrawing Armenia-Azerbaijan lawsuitsEN
- 04Assessing Armenian-Azerbaijani peace deal one year laterEN
- 05One Year After the Washington AccordsEN
- 06What Prospects for Lasting Peace Between Armenia and Azerbaijan?EN
- 07Azerbaijan 'postponed' civil society visit to Armenia 'until tensions subside'EN
- 08Will the U.S.-Facilitated Armenia-Azerbaijan Peace Deal Advance the WPS Agenda? - New Lines InstituteEN
- 09Peace agreement signed for Nagorno-Karabakh, 'painful' for ArmeniansEN
- 10Azerbaijan, Armenia and Russia sign peace deal over Nagorno-KarabakhEN
- 11Nearly 100 killed in Armenia-Azerbaijan border clashesEN
- 12Madrid principles for Nagorno-Karabakh: war over detailsEN
- 13U.S. co-chair: Good talks held in Yerevan on peaceful settlement of Nagorno-Karabakh conflictEN
- 14Azerbaijan misrepresents Nagorno-Karabakh conflict, Armenian Deputy FM statesEN
- 15Hungary supports peaceful settlement of Nagorno-Karabakh conflict within Azerbaijan’s territorial integrityEN
- 16The price of peace for Armenia - AsiaNewsEN
- 17Sodium-ion batteries approach cost parity with LFP, with 70 GWh covered by supply agreementsEN
- 18Russia–Azerbaijan Military Cooperation Expands Amid Baku–Ankara Tensions - The Times Of Central AsiaEN
- 19Peace Cannot Depend on Aliyev’s Restraint - MassisPostEN
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Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
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