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AEP: Entscheidung über Atomkraftwerk in Indiana frühestens 2030

Der Vorstandschef von AEP hat am 28. Oktober vor Investoren erklärt, die Vereinbarung mit Amazon und X-energy umfasse nur Entwicklungs- und Machbarkeitsarbeit für ein geplantes Atomkraftwerk mit 960 MW in Indiana. Eine endgültige Investitionsentscheidung könnte frühestens 2030 fallen. Der Plan sieht 12 Xe-100-Reaktoren am stillgelegten Standort Breed Generating Station im Sullivan County vor.

KI & ModelleAnalyseKatrin HoffmannVeröffentlicht: 5. November 20263 Min. LesezeitQuellen 24
AEP: Entscheidung über Atomkraftwerk in Indiana frühestens 2030

Die Äußerungen vom 28. Oktober folgten auf die Ankündigung von AEP und X-energy vom 19. Oktober, das Projekt prüfen zu wollen. Die gemeinsame Entwicklungsvereinbarung ist noch nicht endgültig, teilten die Unternehmen mit.

Amazon hat nicht offengelegt, wie viel Geld in das Projekt in Indiana fließt. Das Unternehmen spricht insgesamt von "Milliardeninvestitionen in Atomenergieprojekte".

Bei einem Bau würde AEP die Anlage besitzen und betreiben. Amazon würde Entwicklungsgelder bereitstellen und will den Strom über einen langfristigen Vertrag kaufen. Nach Angaben von AEP deckt dieser Vertrag die Kosten der Anlage und schützt die übrigen Kunden. Weder Kosten noch Baubeginn wurden veröffentlicht. Die Unternehmen rechnen für das County mit mehr als 1.000 Bauarbeitsplätzen und mehr als 100 dauerhaften Stellen. Die Reaktoren würden am öffentlichen Netz hängen und zugleich Amazon-Rechenzentren versorgen.

Was die Vereinbarung vom 19. Oktober besagt

AEP und X-energy kündigten am 19. Oktober an, den stillgelegten Standort Breed Generating Station im Sullivan County in Indiana als möglichen Bauplatz zu prüfen. Das Kohlekraftwerk dort wurde in den 1990er Jahren geschlossen. Der Entwurf sieht 12 Xe-100-Reaktoren in drei Blöcken zu je vier vor, jeder Block mit 320 MW, insgesamt 960 MW. Bill Fehrman, Chairman, President und Chief Executive von AEP, sagte, die Vereinbarungen gäben dem Versorger "alle notwendigen Kapitalschutzmaßnahmen und finanziellen Absicherungen".

Jeder Xe-100 ist auf 80 MW ausgelegt, wird mit Helium gekühlt und mit TRISO-Partikeln betrieben. In den Vereinigten Staaten ist kein kommerzieller kleiner modularer Reaktor in Betrieb, der Strom liefert.

X-energys erstes Projekt, vier Reaktoren am Standort Seadrift von Dow südöstlich von Houston, ist noch nicht in Bau. Die Baugenehmigung befindet sich in der letzten Prüfphase der Nuclear Regulatory Commission. Amazon führte im Oktober 2024 die Series-C-1-Runde von X-energy über 700.000.000 Dollar an und unterstützte damit Reaktorentwurf und Lizenzierung sowie die erste Phase einer TRISO-X-Brennelementfabrik in Oak Ridge, Tennessee. X-energy zufolge hält sein TRISO-Brennstoff extremen Temperaturen stand, und der Entwurf soll die Abhängigkeit von aktiven Sicherheitssystemen in bestimmten Unfallszenarien begrenzen.

X-energy ging im April zu 23 Dollar je Aktie an die Nasdaq. Am ersten Handelstag stieg die Aktie um 27 Prozent, seither ist sie um fast zwei Drittel gefallen.

Nach der Nachricht aus Indiana legte sie im vorbörslichen Handel um rund 10 Prozent zu, zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag sie jedoch knapp 2 Prozent im Minus.

Indiana Michigan Power erwartet, dass die Spitzenlast des Staates bis 2030 von 2.800 MW auf mehr als 7.000 MW steigt, berichtete Utility Dive unter Berufung auf eine Entscheidung der Regulierungsbehörde von Indiana. Treiber dieses Wachstums sind vor allem Rechenzentren. Indiana ist nach Cascade im Bundesstaat Washington das zweite Projekt der Zusammenarbeit von Amazon und X-energy; dort sind 12 Reaktoren und 960 MW geplant, beginnend mit einem Block von 320 MW. Die beiden Unternehmen wollen bis 2039 mehr als 5 GW neue Atomkapazität in den USA errichten. Amazons Climate-Pledge-Ziel ist Netto-Null-CO2 über alle Geschäftsbereiche bis 2040. Amazon betreibt einen Rechenzentrumscampus nahe New Carlisle in Indiana.

Andre Woodson, Manager für regionale Außenkommunikation bei Amazon, sagte, die Anlage stütze "die Infrastruktur hinter den digitalen Werkzeugen, auf die Millionen Amerikaner jeden Tag angewiesen sind".

Wie es weitergeht

Der Zeitplan hängt davon ab, ob X-energy seine erste Anlage in Seadrift liefert. Fachleute sagen, dass es bei Serienfertigung oft etwa ein Jahrzehnt dauert, bis sich Kostenvorteile einstellen. Die jüngsten US-Atomkraftwerke lagen über Budget und im Zeitplan zurück. AEP hat erklärt, solche Kapitalschutzmaßnahmen seien für jedes Atomprojekt Voraussetzung. Gebaut wird nur, wenn die Entwicklung zu einer endgültigen Investitionsentscheidung führt, die Fehrman frühestens für 2030 ansetzt.

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Quellen

24
  1. 01Amazon to fund 12 small nuclear reactors at former Indiana coal plantEN
  2. 02Amazon, AEP announce nuclear energy plant partnership in IndianaEN
  3. 03X-energy and Amazon plan 12 nuclear reactors at a retired Indiana coal siteEN
  4. 04AEP, X-energy Eye 960-MW Nuclear Plant at Retired Indiana Coal Site, Backed by AmazonEN
  5. 05Amazon, AEP, X-energy explore SMR feasibility in IndianaEN
  6. 06Amazon will fund the development of 12 small nuclear reactors on the site of a former coal plant on Indiana's Wabash RiverEN
  7. 07Kazakhstan Eyes Ambitious 2035 Goal for 2 Nuclear Power PlantsEN
  8. 08Amazon ditches Grubhub, taps Uber Eats for PrimeEN
  9. 09Amazon teams with Uber Eats for new Prime perksEN
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  11. 11AI Data Centers Are Fueling a Nuclear ComebackEN
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  13. 13Virtual power plants can help avoid overbuilt grid if AI boom goes bustEN
  14. 14A Michigan utility’s iffy plan to trap CO2 from its new gas plantsEN
  15. 15Large Hadron Collider reveals evidence of Big Bang matter in surprisingly small collisionsEN
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  24. 24The DOE announces $5B loan to Constellation for nuclear upratesEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Katrin Hoffmann

Katrin Hoffmann

KI, Modelle und Technik

Katrin Hoffmann schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Primärquellen wie Herstellerangaben, Studien und Protokolle statt auf Pressemitteilungen. Bei Benchmarks prüft sie Messmethoden, Testumgebungen und Reproduzierbarkeit, bevor sie Zahlen übernimmt. Für ihre Artikel spricht sie mit Entwicklern und Forschern, wartet auf Konferenzankündigungen und vergleicht Versionsstände von Modellen und Standards. Privat betreibt sie Selfhosting und Heimnetze und dokumentiert ihre eigene Infrastruktur, was ihrer Redaktionsarbeit zugutekommt. Sie veröffentlicht keine Zahlen ohne nachvollziehbare Quelle.

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