A.P. Moller Capital kauft Portek von Mitsui
A.P. Moller Capital hat am 15. Oktober 2026 vereinbart, den in Singapur ansässigen Betreiber Portek International von Japans Mitsui & Co. zu übernehmen. Damit kommen sieben Terminals in Afrika, Asien und Europa zum Hafenportfolio des Unternehmens hinzu. Der Preis wurde nicht genannt.

Die Portek-Transaktion umfasst 100 % des in Singapur ansässigen Betreibers. Bekannt wurde sie weniger als drei Wochen nach einer Vereinbarung vom 28. September 2026. Damals hatte sich A.P. Moller Capital eine Mehrheitsbeteiligung von 53,35 % an der Thaumas N.V. gesichert, der Muttergesellschaft von Euroports. Verkäufer sind Anteilseigner, zu denen auch R-Logitech gehört. Die Euroports-Beteiligung läuft über ein separat verwaltetes Anlagevehikel.
Die Größe der Terminalnetze
Euroports betreibt mehr als 50 See- und Binnenhafenterminals in 10 europäischen Ländern und in China. Jährlich werden dort über 70.000.000 Tonnen Fracht umgeschlagen. Über die Anlagen laufen Düngemittel, Metalle, Mineralien und Forstprodukte, die von internationalen Handelszentren aus gehandelt werden.
Zahlen, die Moody's anführt, beziffern den Umsatz von Euroports für 2024 auf 1.028.000.000 €, ein Plus von 11 % gegenüber dem Vorjahr, bei 108.000.000 € EBITDA.
Die Terminals von Portek schlagen jährlich sieben Millionen Tonnen Massengut, 700.000 Container und 90.000 Fahrzeuge um. Zusammen kämen die beiden Unternehmen auf mehr als 50 Terminals in Europa und China sowie auf sieben weitere Terminals in Afrika, Asien und Europa, darunter Anlagen in Algerien und Gabun.
Der Käufer und sein Portfolio
A.P. Moller Capital ist ein Infrastruktur-Investmentmanager und Schwestergesellschaft des dänischen Reeders A.P. Moller-Maersk. Die Vereinbarungen zu Portek und Euroports folgen auf eine Investition des Unternehmens in den spanischen Hafen- und Logistikbetreiber Berge.
Die Übernahmen würden die Präsenz von A.P. Moller Capital im europäischen Massen- und Stückgutgeschäft stärken. Portek würde ein geografisch breit gestreutes Terminalnetz in Afrika, Asien und Europa beisteuern. Zudem bringt Portek Containerumschlag, Fahrzeugverladung, Massengutbetrieb und Hafentechnikdienstleistungen ins Portfolio ein.
Kim Fejfer, Vorstandsvorsitzender von A.P. Moller Capital, sagte, die Investition spiegle die Bedeutung sicherer Handelsnetze wider.
"In einer sich wandelnden Welt sind widerstandsfähige Lieferketten und sichere Handelsströme für wirtschaftliche Stabilität und Wachstum zunehmend unverzichtbar."
Semih Gokmen, Partner des Unternehmens, sagte, Portek sei "ein etabliertes Unternehmen mit einem diversifizierten Portfolio an Hafenbetrieben, die wichtige Handelsströme auf drei Kontinenten bedienen".
Die Terminals von Portek in Afrika und Asien
Portek ist an sieben Terminals in Afrika, Asien und Europa beteiligt, darunter in Algerien und Gabun. Außerdem bietet das Unternehmen Hafentechnik und Wartungsdienste an.
In Algerien betreibt Portek das Bejaia Mediterranean Terminal über eine Partnerschaft mit der örtlichen Hafenbehörde. Die Anlage hat eine jährliche Containerkapazität von 300.000 TEU. In Gabun ist das Unternehmen über Gabon Port Management tätig. Diese verwaltet Anlagen in Owendo bei Libreville und in Port-Gentil und fertigt dort Container, Fahrzeuge und Stückgut ab.
Zum Netz von Euroports gehören Betriebe in Antwerpen-Brügge in Belgien, Rostock in Deutschland, Venedig in Italien und Port-la-Nouvelle in Frankreich.
Wie es weitergeht
Beide Transaktionen stehen noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und üblicher Vollzugsbedingungen. Die belgischen Investmentgesellschaften SFPIM und PMV behalten nach Abschluss Anteile an Euroports.
Quellen
11- 01World's second-largest shipping company's investment arm moves to acquire port operators in Singapore and Belgium in deal covering two African countriesEN
- 02Maersk eyes trade in deals for more than 50 terminalsEN
- 03Brazilian antitrust authority will reassess ... - BNamericasEN
- 04MSC’s TIL withdraws request for approval of Tercat takeover - WorldCargo NewsEN
- 05Danish A.P. Moller–Maersk acquired 37.5% in Jeddah Port terminalEN
- 06Maersk Deepens Saudi Footprint With Stake In Jeddah TerminalEN
- 07Maersk Panama Terminal Move Reshapes Canal Control And Investor QuestionsEN
- 08Industry experts discuss China blocking SoftBank acquisition of ABB RoboticsEN
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- 10Chinese regulators block SoftBank’s $5.4B acquisition of ABB RoboticsEN
- 11Federal Reserve Board announces termination of enforcement action with Allegiant United Holdings, LLC, Nano Financial Holdings, Inc., and Nano BancEN
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