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Kazatomprom bestätigt Förder- und Absatzprognose für Uran 2026

Kazatomprom hat am 3. August die Förderprognose für 2026 von 27.500 bis 29.000 Tonnen und die Absatzprognose von 19.500 bis 20.500 Tonnen bestätigt. Die Produktion im ersten Halbjahr stieg um 9%, die Kosten legten zu.

KonjunkturErklärtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 7. November 20265 Min. LesezeitQuellen 20
Kazatomprom bestätigt Förder- und Absatzprognose für Uran 2026

Prognose bestätigt

Kazatomprom hält die Förderprognose für 2026 auf Basis von 100% bei 27.500 bis 29.000 Tonnen und die Absatzprognose des Konzerns bei 19.500 bis 20.500 Tonnen. Das teilte das Unternehmen in seinem Betriebs- und Handelsupdate zum zweiten Quartal mit. Die Spanne für die Förderung ist unverändert gegenüber der zuvor gesetzten, und die Absatzmengen können von Quartal zu Quartal deutlich schwanken, hieß es.

Die Produktion im ersten Halbjahr lag auf Basis von 100% bei 13.291 Tonnen und damit 9% über den 12.242 Tonnen des Vorjahres. Der Absatz des Konzerns betrug 7.586 Tonnen und entsprach damit weitgehend dem ersten Halbjahr 2025. Der durchschnittlich erzielte Preis stieg um 16% auf 67,88 Dollar je Pfund.

Der Umsatz wuchs um 9% auf 717.800.000.000 Tenge, der Nettogewinn sank dagegen um 9% auf 240.400.000.000 Tenge. Belastet wurde das Ergebnis durch einen stärkeren Tenge und höhere Finanzierungskosten. Der konsolidierte Lagerbestand überschritt 8.200 Tonnen und lag damit 23% über dem Vorjahr.

Die Produktion im zweiten Quartal lag rund 4% bis 5% über den internen Erwartungen, doch das Unternehmen behielt die Jahresspanne bei, berichtete Crux Investor.

Marktumfeld

Kazatomprom ist der größte Uranproduzent der Welt. Die zurechenbare Förderung des Unternehmens machte 2025 etwa 20% der globalen Primärproduktion aus, Kasachstan lieferte rund 40%, wie das Unternehmen mitteilte. Vorstandschef Meirzhan Yussupov beschreibt den Ansatz des Konzerns als "Wert vor Menge" und sagt, man wolle den Markt nicht mit billigem Uran überschwemmen.

Die langfristigen Preisindikatoren für Uran haben nach Angaben von Kazatomprom ihren höchsten Stand seit 18 Jahren erreicht, weil Versorger der Versorgungssicherheit mehr Gewicht geben. Der Langfristindikator von TradeTech lag im August bei 97 Dollar je Pfund, der Spotpreis bei etwa 88 Dollar, ein Aufschlag von rund 9 Dollar, berichtete Crux Investor. Laufzeitverträge binden Lieferungen an Versorger fünf bis zehn Jahre im Voraus, deshalb fließt dieser Aufschlag in die Preise ein, die Produzenten für künftige Mengen erwarten.

Die Prognose von Cameco für den 2026 erzielten Preis liegt laut seiner Ergebnisveröffentlichung vom 5. August bei 91 bis 96 Dollar je Pfund.

Kosten und die Verzögerung bei TQZ

Die C1-Barmittelkosten stiegen im ersten Halbjahr in Dollar gerechnet um 37% gegenüber dem Vorjahr, die All-in-Sustaining-Kosten um 25%, wie Kazatomprom in seiner Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen mitteilte. Die Kosten für Schwefelsäure sprangen um 39%, zudem belasteten eine höhere Förderabgabe und ein stärkerer Tenge.

Das Unternehmen hob die Prognose für die Investitionsausgaben an, um langfristige Kapazitäten zu sichern, und senkte den Umsatzausblick für das Gesamtjahr in Tenge, vor allem weil der Tenge gegenüber dem Dollar an Wert gewonnen hat.

Kazatomprom verschob die Inbetriebnahme seiner Schwefelsäureanlage TQZ um 6 bis 12 Monate, nachdem die Bauarbeiten unterbrochen worden waren, um mögliche paläontologische Fundstücke zu bergen. Auswirkungen auf den Abbau erwartet das Unternehmen nach eigenen Angaben nicht und will die Förderprognose für 2027 bei Bedarf anpassen.

Säurelieferungen aus Russland

Die Resolution Nr. 1158 Russlands vom 12. September 2026 änderte das Genehmigungsverfahren für Schwefelsäureexporte, ohne sie zu verbieten. Bis zum 31. Dezember 2026 sind Einzelgenehmigungen nötig. Kazatomprom teilte mit, die russischen Lieferanten hätten bestätigt, ihre Lieferpflichten für 2026 zu erfüllen, und für die diesjährige Prognose erwarte man keine wesentlichen Auswirkungen. Das Unternehmen reicht Unterlagen bei den russischen Behörden ein und verhandelt über Lieferverträge für 2027.

Schwefelsäure wird bei der In-situ-Laugung in allen 14 Bergbaubetrieben des Konzerns eingesetzt, die 27 Lagerstätten umfassen.

Ressourcenbasis

Kazatomprom hat nach eigenen Angaben eine sechsjährige Explorationslizenz für den Block Kyzyltu in der Region Kyzylorda gesichert, mit vorläufigen Schätzungen von etwa 10.000 Tonnen Uran. In sechs Gebieten Kasachstans laufen derzeit Explorationen, teilte das Unternehmen mit.

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Quellen

20
  1. 01Kazatomprom 3Q26 Operations and Trading UpdateEN
  2. 02Uranium Investing: Why Miners Fall While the Metal Holds FirmEN
  3. 03Mid-year updates from major uranium producersEN
  4. 04How Rising Nuclear Demand Is Reshaping the Global Uranium MarketEN
  5. 05Kazatomprom Delivers Solid First-Half Results Amid Regulatory Shifts and Project DelayEN
  6. 06Kazatomprom Earnings Call: Growth Meets Cost HeadwindsEN
  7. 07Kazatomprom (KAP) Obtains Kyzyltu Uranium Exploration Licence and Affirms Stability of Russian Sulphuric Acid Supply for 2026EN
  8. 08Uranium's $9 Term Premium Signals a Deficit: Multi-Year Shift or Temporary Squeeze?EN
  9. 09Kazatomprom plans uranium supply deals with China and RussiaEN
  10. 10Kazatomprom (LSE:KAP) Stock Sees Fair Value Cut As Analysts Split On Uranium OutlookEN
  11. 11Kazatomprom CEO Meirzhan Yussupov on uranium markets, China and nuclear growthEN
  12. 12Robot integration brings high-precision production to midmarket manufacturersEN
  13. 13Human bodies produce 2 billion metric tons of CO2 a year just by staying aliveEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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