Banxico senkt den Leitzins auf 6,25 Prozent, der Rat stimmt mit 3 zu 2
Banxico hat am Donnerstag, 5. November 2026, den Zielwert für den Tagesgeldsatz um 25 Basispunkte auf 6,25 Prozent gesenkt. Der neue Satz gilt ab Freitag, 6. November. Der Peso beendete am Tag darauf acht Verlustwochen in Folge, der FIX von Banxico lag bei 18,6297 Pesos je Dollar.

Die Entscheidung
Der fünfköpfige Rat stimmte mit 3 zu 2. Gouverneurin Victoria Rodríguez Ceja, José Gabriel Cuadra García und Omar Mejía Castelazo votierten für die Senkung, Galia Borja und Jonathan Heath wollten bei 6,50 Prozent bleiben. Banxico nannte den Schritt eine einmalige Anpassung.
Die Märkte hatten damit nicht gerechnet. 30 der 36 von Citi befragten Institute erwarteten einen unveränderten Satz.
Mexico News Daily berichtete, die Entscheidung habe den Dollar in der Sitzung am Donnerstag bis auf 18,96 Pesos getrieben. Er schloss bei 18,7499, ein Verlust von 0,99 Prozent für den Peso gegenüber dem Schlusskurs vom Mittwoch. Der neue Satz galt ab Freitag, 6. November.
Danach beendete der Peso acht Verlustwochen in Folge. Der FIX von Banxico, der Referenzkurs, den die Notenbank jeden Geschäftstag veröffentlicht, lag am Freitag, 6. November, bei 18,6297 Pesos je Dollar. Eine Woche zuvor waren es 18,7962, ein Gewinn von rund 0,9 Prozent für den Peso. Vorausgegangen war ein Anstieg des Dollars gegenüber dem Peso um 11,4 Prozent zwischen dem 4. September und dem 30. Oktober.
Das Rätsel: Lockerung trotz Preisdrucks
Die Teuerung bewegte sich in die falsche Richtung. Die jährliche Inflationsrate stieg von 3,42 Prozent in der ersten Septemberhälfte auf 3,62 Prozent in der ersten Oktoberhälfte 2026, getrieben von den Preisen außerhalb des Kernbereichs. Die Kerninflation, die schwankungsanfällige Posten wie Kraftstoff ausklammert, ging im selben Zeitraum nur leicht zurück, von 3,79 auf 3,78 Prozent.
Die Notenbank senkte den Satz trotzdem und setzte ihre eigene Prognose nach oben. Für das vierte Quartal 2026 erwartet sie nun 3,7 Prozent Teuerung, nach 3,5 Prozent im September. Die Kernprognose stieg von 3,6 auf 3,7 Prozent. Das Ziel liegt bei 3 Prozent mit einer Toleranzspanne von 2 bis 4 Prozent. Banxico rechnet weiter damit, dass sich die Inflation im vierten Quartal 2027 dem Ziel nähert.
Niedrigere Sätze erreichen Kreditnehmer nicht gleichmäßig. Eine Senkung verbilligt das Leihen in der gesamten Wirtschaft, doch die Banken geben sie unterschiedlich schnell weiter, wie Rio Times Online anmerkte.
Warum der Rat dennoch senkte
Die Wirtschaft wuchs weiter. Banxico stellte fest, dass die Aktivität im dritten Quartal 2026 anhaltend zulegte. Die drei Gouverneure, die zustimmten, argumentierten, es seien keine Nachfragepressungen erkennbar, und das Ausmaß der geldpolitischen Straffung wirke noch. Banxico erklärte, die entspannten Bedingungen begrenzten die Weitergabe von Wechselkursbewegungen an die Preise.
Die Erklärung las sich wie eine Vorgabe für die kommenden Monate. Der Rat erklärte, den Satz längere Zeit auf dem erreichten Niveau zu halten, werde "die Konvergenz der Inflation auf ihr Ziel stützen". Das sei "angebracht, um externen makroökonomischen Herausforderungen zu begegnen".
Der Peso wirkt für die Notenbank in beide Richtungen. Banxico zählt einen weiteren Rückgang des Peso zu den Risiken, die die Inflation nach oben treiben könnten. Die Währung hat sich nach der Entscheidung im September abgewertet.
Risiken und der Abstand zur Fed
Banxico nannte vier Aufwärtsrisiken für seine Prognosen. Dazu gehören eine hartnäckige Kerninflation und eine weitere Abwertung des Peso. Die Notenbank führte außerdem Störungen durch Handelspolitik an, Inflationseffekte aus geopolitischen Konflikten, Klimaeffekte und nicht näher benannte Kostenpressungen. Nach unten verwies sie auf eine schwächere Aktivität in Mexiko oder den Vereinigten Staaten, eine geringere Weitergabe von Kosten und einen stärkeren Peso. Die Risikobilanz bleibe nach oben gerichtet, erklärte die Notenbank.
Der Abstand zu den US-Sätzen verringerte sich, schloss sich aber nicht. Die Federal Reserve ließ ihre Zielspanne bei ihrer Oktober-Sitzung auf 3,75 bis 4 Prozent. Mit 6,25 Prozent liegt Mexikos Leitzins weiterhin 2,25 Prozentpunkte über der Obergrenze dieser Spanne.
Für den Peso bleibt weniger Spielraum. Rio Times Online merkte an, dass ein engerer Abstand der Währung weniger Renditepolster lässt, falls die US-Sätze steigen.
Der Satz berührt auch die öffentlichen Finanzen. Das Finanzministerium, Hacienda, erwartet, dass das umfassendste Maß der Staatsverschuldung bis Ende 2027 55,0 Prozent der Wirtschaftsleistung erreicht. Das steht im Haushaltspaket für 2027, das es am 8. September 2026 an den Kongress schickte.
Wie es weitergeht
Banxico veröffentlicht das Protokoll der Sitzung vom 5. November am Donnerstag, 19. November. Darin wird sich zeigen, wie der Rat den Peso abwog. Die nächste Zinsentscheidung ist für Donnerstag, 17. Dezember angesetzt.
Eine Woche beweist wenig. Rio Times Online merkte an, dass eine einzelne Gewinnwoche keinen Trend begründet. Der tägliche FIX wird zeigen, ob der Anstieg hält.
Quellen
5- 01Mexican Peso Ends Eight Weeks of LossesEN
- 02Bucking expectations, Banxico lowers the interest rate, despite some inflation concernsEN
- 03Bank of Mexico Surprises and Cuts Interest Rate to 6.25%EN
- 04Mexico Cuts Rate as Debt Heads to 55% of GDPEN
- 05Price hikes aren’t all that’s at stake in FirstEnergy Ohio’s rate caseEN
Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
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