Thailands Tourismusausschuss billigt Entwurf für 450-Baht-Gebühr
Der Nationale Tourismuspolitikausschuss Thailands hat am Freitag einen Entwurf für eine Gebühr von 450 Baht auf ausländische Besucher gebilligt. Der Plan geht nun in eine 30-tägige öffentliche Anhörung, die Einziehung soll im ersten Quartal 2027 beginnen.

Eine Abgabe von 450 Baht mit Zeitplan
Der Nationale Tourismuspolitikausschuss hat Entwurfsgrundsätze und eine Entwurfsmitteilung für eine Gebühr von 450 Baht auf ausländische Besucher gebilligt, die per Flugzeug, zu Land oder zur See einreisen. Das sagte Tourismus- und Sportminister Surasak Phancharoenworakul.
Vizepremierministerin Suphajee Suthumpun, die den Ausschuss leitet, gab die Entscheidung am Freitag bekannt. Der Satz von 450 Baht liegt höher als die 300 Baht für Flugankünfte und 150 Baht für Ankünfte zu Land und zur See, die ein früherer Rahmen vorsah. Dieser wurde zurückgestellt, als Covid-19 im Jahr 2020 die Ankünfte einbrechen ließ. Der Vorschlag geht nun in eine 30-tägige öffentliche Anhörung, kehrt danach in den Ausschuss zurück und anschließend ins Kabinett, falls er weiterverfolgt wird. Die Einziehung soll im ersten Quartal 2027 beginnen, und zwar mit Flugreisenden 180 Tage nach Veröffentlichung der Mitteilung im Royal Gazette. Die Straits Times berichtete, die Regierung belebe die Gebühr als langfristige Finanzierungsquelle wieder, für Versicherung, Erneuerung der Reiseziele und den Wechsel zu höherwertigem Tourismus. Das Ministerium erwartet für 2026 nahezu so viele ausländische Ankünfte wie die knapp 33 Millionen, die 2025 verzeichnet wurden. Das stützt aus Sicht der Regierung die Finanzierung von Qualität statt von Masse.
Jeder ausländische Besucher, der per Flugzeug anreist, würde die 450 Baht zahlen, entweder im Flugpreis oder an einem Zahlungsschritt vor der Einwanderungskontrolle. Der Entwurf nimmt königliche Gäste, Gäste der Regierung und Inhaber von Diplomatenpässen aus. Ein Teil des Geldes deckt Unfall- und Notfallversorgung ab, die der Staat derzeit selbst trägt.
Wohin das Geld fließt
Vorrang hat eine Versicherung, die ausländische Touristen ab dem Moment der Einreise abdeckt. Im Mittelpunkt steht die Behandlung in führenden Privatkliniken.
Der Staat trägt derzeit im Schnitt 300 bis 400 Millionen Baht pro Jahr an medizinischen Kosten, die Ausländer verursachen, wenn Krankenhäuser nicht den vollen geschuldeten Betrag erstattet bekommen. Die Association of Thai Travel Agents schätzt, dass die Gebühr etwa 10 Milliarden Baht pro Jahr an außerbudgetären Einnahmen bringen könnte. Weerasak Kowsurat, der das Beraterteam von Suphajee leitet, bezifferte die Summe auf nahezu 10 Milliarden Baht. Was nach der Versicherung übrig bleibt, geht an den Tourism Promotion Fund für Attraktionen, Infrastruktur, Umweltsanierung, Forschung und Qualifizierung von Arbeitskräften.
Wie sie es einziehen würden
Zwei Wege der Einziehung werden geprüft.
Der erste schlägt die Gebühr auf die Flugpreise auf, sodass Touristen keine separate Zahlung spüren. Der Nachteil: Die Systeme der Fluggesellschaften können Touristen nicht von Geschäftsreisenden, thailändischen Staatsangehörigen oder anderen Ausländern unterscheiden. Daher wäre ein Rückerstattungsverfahren nötig.
Der zweite nutzt Scan-and-pay im Einwanderungssystem, das Visumkategorien klar erkennt, aber einen Zahlungsschritt vor der Einreise hinzufügt. Beamte prüfen außerdem die Zahlung über die Online-Anmeldung TM6 zur Einreise, Kioske an Flughäfen und QR-Codes. Die Einziehung zu Land und zur See folgt etwa 360 Tage nach der Flugphase. So hat die Regierung Zeit, den Andrang an Grenzkontrollstellen zu entlasten, besonders an der Grenze zu Malaysia. Eine Regelung für mehrfache Einreisen, gekoppelt an die Versicherungsdauer, wird erwogen, sodass ein Besucher mit einer Police für einen Monat einmal zahlt.
Wer mehr zahlt und wer fernbleibt
Ein dreistufiges Versicherungsmodell in der Diskussion würde jedem Besucher aus einem Teil der 450 Baht eine Grunddeckung geben. Zusätzliche Deckung wäre für riskante Aktivitäten oder Mietwagen nötig.
Weerasak sagte, er glaube nicht, dass die Gebühr ausländische Besucher deutlich abschrecken würde, räumte aber ein, dass einige preissensible Reisende verloren gehen könnten. "Wer nicht bereit ist, diese Gebühr zu zahlen, sagt Thailand vielleicht etwas darüber, welchen Markt er vertritt", sagte er. Eine Umfrage der Nation Group ergab, dass mehr als 40 Länder irgendeine Form von Besuchergebühr erheben. Weerasak nannte den Fonds den ersten großen Fonds Thailands, der dem Tourismus gewidmet ist.
Wie es weitergeht
Die 30-tägige Konsultation läuft. Suphajee hat Beamte angewiesen, Meinungen direkt bei Tourismusunternehmen einzuholen statt sich auf Online-Antworten zu verlassen.
Weerasak hat einen zweiten Aufsichtsausschuss aus Tourismusbeteiligten vorgeschlagen. Dessen Haushaltssitzungen sollen nach dem Modell der offenen Regierungsführung live übertragen werden.
Quellen
14- 01Thailand advances proposed 450-baht tourist fee towards early 2027 collectionEN
- 02Thailand proposes $17 fee to fund tourism upgradeEN
- 03Thailand weighs tourist fee and extra insurance for risky activitiesEN
- 04Visitors to Thailand could face higher tourist arrival fee, minister saysEN
- 05Visitors to Thailand may have to pay arrival fee of more than 300 baht per personEN
- 06Thailand's tourist arrivals fall 4.59% to 25.46m in 10 monthsEN
- 07Siam Legal Advises on Thailand’s Proposed 300 Baht Tourist Entry Fee and Insurance FrameworkEN
- 08Thailand Cultural Tourism Boom Accelerates as Grab Unveils TASTE Digital Framework and 15 Billion Baht Economic ImpactEN
- 09ThaiVerse opens digital gateway to Thailand’s cultural heritage and tourismEN
- 10Thailand’s Tourism Sector Faces Prolonged Recovery HorizonEN
- 11Thailand Unveils 2030 Vision for High-Value, Sustainable Tourism at WTM LondonEN
- 12Thailand Tourism Forecast 2026: Foreign Arrivals Predicted to Drop 4.5% to 31.5 Million VisitorsEN
- 13Thailand's foreign tourist arrivals down 4.59% on year so far in 2026EN
- 14Thailand exempts airports, hotels, licensed nightlife venues from Buddhist holiday alcohol banEN
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