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Bithumb meldet Sicherheitsvorfall bei interner Mitarbeiter-Groupware

Bithumb hat am 28. Oktober mitgeteilt, dass das Unternehmen am Vortag unbefugten Zugriff auf seine interne mobile Groupware entdeckt habe. Dabei seien Mitarbeiterdaten offengelegt worden. Ob auch Kundendaten abgeflossen sind, wird noch geprüft.

TechnologieAnalyseKatrin HoffmannVeröffentlicht: 5. November 20263 Min. LesezeitQuellen 30
Bithumb meldet Sicherheitsvorfall bei interner Mitarbeiter-Groupware

Den unbefugten Zugriff auf die interne mobile Groupware entdeckte Bithumb am Dienstag, 27. Oktober, und veröffentlichte den Vorfall einen Tag später. Das System nutzen Mitarbeiter für Kommunikation und Verwaltungsaufgaben, teilte die Börse mit. Erste Erkenntnisse deuteten auf Mitarbeiterdaten hin. Ob auch Kundendaten betroffen sind, wird noch untersucht.

Diese Unterscheidung ist wichtig, weil Kunden die Groupware nicht nutzen und das System physisch vom Handelsnetzwerk der Börse getrennt ist, so das Unternehmen. Die Krypto-Guthaben der Kunden seien nicht betroffen. Wie viele Personen betroffen sind, welche Datenkategorien entwendet wurden und wer hinter dem Zugriff steckt, hat Bithumb nicht mitgeteilt.

Was Bithumb bekannt gab

Eine externe Partei habe auf die mobile Groupware-Plattform Daou Office eines Drittanbieters zugegriffen, die Bithumb für die Kommunikation der Mitarbeiter und tägliche Aufgaben betreibt, berichtete The Korea Herald. Bithumb meldete den Vorfall der Korea Internet & Security Agency und der Personal Information Protection Commission. Weitere Einzelheiten will das Unternehmen nach Abschluss der Untersuchung nennen.

Die Börse hat die Angreifer nicht benannt und nicht beschrieben, wie sie eindrangen. Auch ob Kontodienste wie Ein- oder Auszahlungen gestört waren, teilte sie nicht mit. Die kompromittierte Umgebung könne nicht genutzt werden, um an die virtuellen Guthaben der Kunden zu gelangen, weil sie von der Handelsplattform getrennt sei, erklärte Bithumb.

Eine größere Welle

Die Meldung fällt in eine wochenlange Serie von Cyberangriffen auf den südkoreanischen Finanzsektor. Daishin Securities erklärte am selben Tag, persönliche Daten und Kreditinformationen von 38.490 Kunden seien nach einem Eindringen in einen Server für die Online-Kontoeröffnung kompromittiert worden. Das Brokerhaus entdeckte am 17. Oktober verdächtige Zugriffe und prüfte über 10 Tage mehr als 60.000 Anfragen, die als legitimer Datenverkehr getarnt waren, wie The Korea Herald berichtete.

Auch Mirae Asset Global Investments bestätigte unbefugten Zugriff auf einige Websysteme und erklärte, die Zugangswege blockiert zu haben. Die Lebensversicherungstochter des Konzerns meldete Anfang der Woche einen Vorfall und zog eine Vor-Ort-Prüfung der Financial Supervisory Service nach sich. Die FSS hat Prüfer zu Daishin entsandt und bewertet die Vorfälle bei Bithumb und Mirae, so The Korea Herald.

Die Financial Services Commission und die FSS berichteten am 14. Oktober, dass Vorfälle bei 16 Unternehmen und Institutionen etwa 100.000 Datensätze mit Kundeninformationen betrafen, meldete The Korea Times. Gemessen an den 38.490 betroffenen Kunden bei Daishin lässt Bithumbs Schweigen zur eigenen Zahl das Ausmaß einer möglichen Kundenbetroffenheit offen.

Druck der Aufsicht

FSS-Chef Lee Chan-jin traf sich am 28. Oktober mit den Verwaltungsratsvorsitzenden von acht Bankengruppen und sagte, die Angriffe gingen über Kernsysteme hinaus. "Cyberangriffe werden zunehmend raffinierter, die Ziele weiten sich auf Nicht-Kernsysteme aus", sagte Lee laut The Korea Herald. Er warnte, KI könne es Angreifern erleichtern, Schwachstellen zu finden und gleichzeitige Angriffe zu starten.

Das Financial Security Institute warnte davor, die Kampagne einem Staat zuzuschreiben. Ein Vertreter sagte, allein anhand von IP-Adressen ließen sich Nationalität oder Zugehörigkeit eines Angreifers nicht bestimmen, weil Adressinformationen manipuliert und Datenverkehr über andere Standorte geleitet werden könne, berichtete The Korea Times.

Der zweite Test für die internen Kontrollen

Der Vorfall ist nicht das erste Betriebsproblem von Bithumb in diesem Jahr. Im Februar schrieb die Börse Nutzern 620.000 BTC statt 620.000 Won gut, ein Fehler, der damals mehr als 40.000.000.000 Dollar wert war. CEO Lee Jae-won räumte nach diesem Vorfall Schwächen in den internen Kontrollen des Unternehmens ein, berichtete Crypto Economy.

Der neue Vorfall nahm seinen Ausgang über ein Kommunikationstool für Mitarbeiter, nicht über die Handels-Engine. Er wird an dieser Vorgeschichte gemessen werden, während Bithumb prüft, ob Mitgliederdaten auf demselben System lagen.

Wie es weitergeht

Das Ausmaß einer möglichen Offenlegung von Kundendaten ist weiter unklar. Bithumb will nach eigenen Angaben weitere öffentliche Erklärungen abgeben, sobald Ergebnisse vorliegen. Bis dahin können Nutzer nicht erkennen, ob ihre Daten auf dem kompromittierten System lagen.

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Quellen

30
  1. 01Bithumb, Mirae Asset, Daishin join growing list of cyberattack victimsEN
  2. 02Cyberattack wave widens across Korean financial sectorEN
  3. 03Bithumb Investigates Data Breach Following Cyberattack On Internal Groupware SystemEN
  4. 04Bithumb Security Breach Raises Concerns Over Customer Data LeakEN
  5. 05South Korean Crypto Exchange Bithumb Confirms Hack of Internal System, Investigates Data LeakEN
  6. 06Bithumb Security Breach Leaves Customer Data Under ReviewEN
  7. 07DreamHost confirms data breach exposed FTP logins and webmail sessionsEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Katrin Hoffmann

Katrin Hoffmann

KI, Modelle und Technik

Katrin Hoffmann schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Primärquellen wie Herstellerangaben, Studien und Protokolle statt auf Pressemitteilungen. Bei Benchmarks prüft sie Messmethoden, Testumgebungen und Reproduzierbarkeit, bevor sie Zahlen übernimmt. Für ihre Artikel spricht sie mit Entwicklern und Forschern, wartet auf Konferenzankündigungen und vergleicht Versionsstände von Modellen und Standards. Privat betreibt sie Selfhosting und Heimnetze und dokumentiert ihre eigene Infrastruktur, was ihrer Redaktionsarbeit zugutekommt. Sie veröffentlicht keine Zahlen ohne nachvollziehbare Quelle.

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