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China drängt Japan, Takaichis Taiwan-Äußerungen zu korrigieren

Das chinesische Außenministerium hat am Freitag erklärt, die Beziehungen zu Japan stünden vor ernsten Schwierigkeiten, und die Verantwortung liege allein bei Tokio. Fast ein Jahr ist es her, dass Premierministerin Takaichi Sanae sich zu Taiwan geäußert hat.

WeltNachrichtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 7. November 20264 Min. LesezeitQuellen 18
China drängt Japan, Takaichis Taiwan-Äußerungen zu korrigieren

Peking erneuert seine Forderung

Guo Jiakun, Sprecher des chinesischen Außenministeriums, sagte am Freitag in einer Pressekonferenz, die japanische Regierung „drehe sich noch immer im Kreis und weiche der Frage aus“. Er bezog sich auf die Taiwan-Äußerungen von Premierministerin Takaichi Sanae.

Bei derselben Pressekonferenz nannte Guo die Bedingungen Pekings. Japan solle seine „falschen Worte und Taten“ zu Taiwan korrigieren, bei historischen Fragen eine richtige Haltung einnehmen und „eine objektive und vernünftige Wahrnehmung Chinas“ entwickeln, sagte er.

Die Äußerung, um die es in dem Streit geht, stammt vom 7. November 2025. Damals sagte Takaichi vor dem Haushaltsausschuss des Unterhauses, ein Taiwan-Notfall könne eine Situation bedeuten, die die Existenz Japans bedroht.

Takaichi sagte am Freitag vor Journalisten in ihrem Büro in Tokio, Japan werde „den Dialog fördern, um unsere nationalen Interessen zu schützen und eine konstruktive und stabile Beziehung aufzubauen“, berichtete Kyodo News. Kabinettssekretär Kihara Minoru sagte, die Position der Regierung zu Taiwan sei unverändert gegenüber dem japanisch-chinesischen Kommuniqué von 1972.

NHK berichtete, die beiden Regierungen sprächen noch immer nicht miteinander. Japanische Wirtschaftsverbände versuchten, Kanäle auf niedrigerer Ebene offen zu halten.

Die Rechnung für den Stillstand

Chinas Reaktion ging über eine Reiseempfehlung hinaus. Das Land verschärfte die Kontrollen für Ausfuhren zivil-militärisch nutzbarer Güter, darunter Seltene Erden, und riet chinesischen Staatsbürgern von Reisen nach Japan ab, berichtete Jiji Press. Die japanische Regierung will mit privaten Unternehmen zusammenarbeiten, um die Folgen abzufedern. Sie setzt dabei auf staatliche Vorräte und vielfältigere Bezugsquellen.

Die Japan National Tourism Organization meldet, dass chinesische Besucher in Japan von Januar bis September nur halb so viele waren wie im gleichen Neunmonatszeitraum ein Jahr zuvor. Goldwin, ein Hersteller von Outdoor-Bekleidung, sagte bei einer kürzlichen Bilanzpressekonferenz, die Verkäufe an chinesische Besucher seien um 20 bis 30 Prozent gesunken. Vierzig japanische Unternehmen dürfen grundsätzlich keine dual-use Güter aus China ausführen, berichtete Jiji Press. Handelsminister Akazawa Ryosei räumte laut demselben Bericht Bedenken in der Wirtschaft wegen einer stabilen Versorgung mit Seltenen Erden ein. Der Dialog zwischen Tokio und Peking über Exportkontrollen ist seit September letzten Jahres ausgesetzt.

Wirtschaftsverbände versuchen, einen Kanal offen zu halten

Keidanren, der japanische Unternehmensverband, hat eine für Mitte November geplante Delegationsreise nach China verschoben, berichtete Jiji Press. Der Wirtschaftsverband der Region Kansai plant für Ende des Jahres eine Mission nach China. „Es ist nötig, aus verschiedenen Richtungen heranzugehen, nicht nur aus politischen und diplomatischen“, sagte Ken Kobayashi, Vorsitzender der Japanischen Industrie- und Handelskammer. Keidanren-Chef Yoshinobu Tsutsui sagte am Freitag vor Journalisten, der Verband müsse „mehrschichtige Kommunikation“ fördern.

Im September besuchte der frühere Außenminister Iwaya Takeshi als Vorsitzender einer Freundschaftsorganisation China. Er traf getrennt mit dem chinesischen Außenminister Wang Yi und Vize-Premier He Lifeng zusammen, berichtete NHK.

NHK berichtete von Anzeichen dafür, dass Peking für einen Dialog mit japanischen Unternehmen und mit Abgeordneten offen ist, die nicht der Regierung Takaichi angehören.

China dominiert die weltweite Versorgung mit Seltenen Erden. Nach einer Kollision zwischen Patrouillenschiffen der japanischen Küstenwache und einem chinesischen Fischerboot bei den Senkaku-Inseln im Jahr 2010 senkte Japan den Anteil seiner Importe Seltener Erden aus China von rund 90 Prozent auf etwa 60 Prozent, berichtete Jiji Press. Ein Vertreter eines großen japanischen Maschinenbauers sagte, das Land „sei bei der Raffinierung und Verarbeitung von Rohstoffen noch immer von China abhängig“.

Wie es weitergeht

Der APEC-Gipfel soll später in diesem Monat in Shenzhen stattfinden. Wang Guangtao, außerordentlicher Professor am Zentrum für Japanstudien der Fudan-Universität, sagte der Global Times, er sei pessimistisch, was chinesisch-japanische Begegnungen am Rande des Gipfels angehe.

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Quellen

18
  1. 01China slams Japan for failing to correct mistake one year after Takaichi's Taiwan remarksEN
  2. 02China calls for correction of Takaichi's comment on TaiwanEN
  3. 03Japan Biz Community Working to Ease Tokyo-Beijing TensionsEN
  4. 04Japan, China Shifting to Selective Economic DependenceEN
  5. 05Kyodo News Digest: Nov. 7EN
  6. 06Japan keeps accelerating moves toward remilitarization one year after Takaichi's erroneous remarks on Taiwan questionEN
  7. 07Japan's Prime Minister Takaichi: A First-Month Report Card - Shorenstein Asia-Pacific Research CenterEN
  8. 08Japan PM Takaichi eyes $65bn economic stimulus package - Nikkei AsiaEN
  9. 09Takaichi’s Ambitious Economic and Security Agenda for Japan - The Diplomat – Asia-Pacific Current Affairs MagazineEN
  10. 10Japan’s new PM is preparing large economic stimulus to tackle inflation, sources sayEN
  11. 11Takaichi Cabinet approves largest post-pandemic stimulus planEN
  12. 12Analysis-Japan faces day of policy reckoning as Bessent calls time on big stimulusEN
  13. 13Japan's Takaichi pushes for tougher cybersecurity laws as attacks surge - Nikkei AsiaEN
  14. 14Japan PM Takaichi vows effort to reduce Okinawa base burden in first meeting in 13 yearsEN
  15. 15Japan’s Takaichi: Prioritise measures to bolster economy by building on competitive strengths - www.tmgm.comEN
  16. 16Japan Picks 28 Priority Items for 370-T.-Yen Investments - Nippon.comEN
  17. 17Japan launches emergency cybersecurity package after wave of attacksEN
  18. 18What Bangladeshi Prime Minister Tarique Rahman Brought Home From JapanEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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