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Chip-Verpackung ist der neue Flaschenhals: 17,5 GW KI-Rechenzentrumsleistung als Obergrenze

Die heutige Kapazität für Advanced Packaging trägt Beschleuniger mit einem Bruttoverbrauch von rund 13 GW. Zählt man CPUs, Speicher und Kühlung hinzu, ergibt sich eine Gesamtleistung von etwa 17,5 GW. Diese Zahlen meldete The Register am 30. September unter Berufung auf die Investmentbank Jefferies und das Analyseunternehmen SynMax.

TechnologieAnalyseKatrin HoffmannVeröffentlicht: 2. Oktober 20265 Min. LesezeitQuellen 15
Chip-Verpackung ist der neue Flaschenhals: 17,5 GW KI-Rechenzentrumsleistung als Obergrenze

Das ist die entscheidende Zahl. Nicht die angekündigte Pipeline, nicht die 80 GW, die einige Nachfrageprognosen für 2.028 implizieren. Die Verpackungsgrenze.

Jefferies teilte den Bericht mit The Register, das ihn am 30. September veröffentlichte. SynMax, das wöchentlich Satellitenbilder von Rodungen, ersten Strukturen und Baufortschritten auswertet, schätzt, dass die US-Deployments von etwa 11 GW Bruttokapazität in 2.025 auf 16-18 GW in 2.026 steigen. Das liegt über der früheren Prognose von 14-16 GW. Die praktische Obergrenze für 2.027 sieht das Unternehmen im niedrigen 20er-Bereich der Gigawatt. Zwei weitere Verpackungsprojekte, die 2.027 online gehen sollen, könnten weitere 6 GW hinzufügen, sofern die Kapazität schneller wächst als prognostiziert. Die Lücke zwischen Bodenfläche und Silizium ist nun von der Umlaufbahn aus sichtbar. The Register berichtete, dass die Rodung für neue Projekte stagniert und die sichtbare Aktivität weit hinter dem Tempo zurückbleibt, das nötig wäre, um die über 80 GW der angekündigten Pipelines zu liefern. Ein früherer Jefferies-Bericht ergab, dass nur die Hälfte der für 2.026 geplanten US-Kapazität im Bau war. Bei bis zu 80 Prozent der 2.028-Pipeline hatte die Arbeit noch nicht begonnen.

Warum Verpackung, nicht Wafer

Die Fertigung von Beschleunigerdies ist nur die halbe Miete. Sie müssen anschließend mit Komponenten wie High-Bandwidth-Memory verpackt werden, bevor OEMs sie in Server einbauen können.

Advanced Packaging kombiniert mehrere Dies und Speicher über hochdichte Verbindungen. Dieser Ansatz wird in vielen fortgeschrittenen CPUs und KI-Beschleunigern verwendet. Sogar Chips, die in den USA hergestellt werden, müssen oft ins Ausland, typischerweise nach Taiwan, zur Verpackung geschickt werden. Das schafft einen Engpass zwischen der Halbleiterproduktion und dem betriebsbereiten Rechenzentrumsvermögen.

Bei der A*STAR Innovate Together 2026 in Singapur beschrieben Ingenieure von KLA, ASM, ASMPT und der National University of Singapore die Engpässe in prozesstechnischen Begriffen, wie EE Times am 30. September berichtete. Die Paketgrößen werden größer, während Interconnect-Pitches und Defekttoleranzen schrumpfen. Surya Bhattacharya, Leiter der System-in-Package-Abteilung am A*STAR Institute of Microelectronics, erklärte, dass fortgesetztes Transistor-Scaling nicht mehr ausreicht, um die KI-Rechenanforderungen zu erfüllen. Systeme müssten daher mehr Dies und Funktionen integrieren. Damit wird die Verpackung zu einem integralen Bestandteil des Systemdesigns, nicht zu einem Nachgedanken. Avi Shantaram von ASM International sagte, Hybrid Bonding sei für die nächste Generation hochdichter 3D-Interconnects wichtig. Die Herausforderung gehe jedoch über das Bonding-Werkzeug hinaus. Waferrauheit, Dishing beim chemischen mechanischen Polieren, Sauberkeit und Partikelkontrolle beeinflussen alle das Ergebnis. Gary Widdowson, CTO der Halbleiterlösungen von ASMPT, merkte an, dass Hybrid Bonding thermisches Kompressionsbonding nicht sofort ersetzen werde. Dieses behalte Vorteile in Reife und Kosten. „Wir haben es mit einem kompletten Prozess zu tun, nicht mit einem einzelnen Geräteproblem“, sagte Widdowson laut EE Times.

Die Ökonomie ist gnadenlos. Ein Sponsor-Blog auf SemiEngineering.com, veröffentlicht am 1. Oktober, bezifferte den Engineering-Aufwand für einen ASIC typischer Komplexität auf über 1.000 Ingenieursmonate. Zudem stellte er fest, dass Pionierarbeit in Synthese, Place and Route den Flaschenhals zu Verifizierung verschoben hat. Das ist eine Design-Seiten-Einschränkung, die parallel zum Verpackungsengpass läuft.

Yield als Entlastungsventil

Ein Startup behauptet, den Mangel ohne weitere Wafer lindern zu können. Satya Nitta, Mitgründer und Exekutiv-Vorsitzender von Emergence AI, sagte gegenüber EE Times auf der SEMICON India 2026, die Nachfrage übersteige das Angebot und jede Fab laufe auf Volllast. „Man kann Chips nicht schneller herstellen, aber man kann definitiv mehr Chips pro Wafer mit KI ausbringen“, sagte er. Nitta beschrieb Agenten, die das gleiche Fehlermuster über 30 Prozent von 1.500 Produkten hinweg finden und einen Redesign des betroffenen Blocks vorschlagen. Arbeit, die nach seinen Angaben jenseits menschlicher kognitiver Grenzen liege. IDMs unter den Kunden des Unternehmens forderten es bereits auf, die Arbeit in die Fab zu erweitern. Anderorts wird die Toolchain direkt automatisiert. OpenAI und Synopsys unterzeichneten eine mehrjährige Partnerschaft, um GPT-Synopsys zu bauen. Das Modell soll über Chipdesign und Verifizierung nachdenken und die EDA-Tools von Synopsys bedienen, berichtete The Decoder am 30. September. Frühe Tests mit Halbleiterkunden laufen bereits. Beide Unternehmen werden das Produkt gemeinsam vermarkten und Umsatz teilen.

Ändert nichts an der kurzfristigen Arithmetik. Speicher ist eine zweite Einschränkung: MaxLinear erklärte, dass sein neuer Puma 9 DOCSIS-Chip DDR5 neben DDR4 unterstützen werde, um das Supply-Chain-Risiko zu senken. SVP Puneet Sethi sagte gegenüber Light Reading, dass DDR5-Preise und -Versorgung gelassener sein sollten als bei DDR4. AMD kauft derweil das KI-Forschungslabor World Labs für etwa $8.200.000.000 in Aktien. Der am 28. September angekündigte Deal solle laut Data Center Knowledge künftige Chipdesigns informieren, während KI-Modelle sich entwickeln.

Ob die Verpackungskapazität schnell genug wächst, ist die offene Frage. Die Obergrenze ist nicht theoretisch. Sie beträgt 17,5 GW.

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Quellen

15
  1. 01America is planning more AI datacenters than its chip supply can fillEN
  2. 02AI Drives Larger, Denser Packaging, Raising New Challenges for Equipment MakersEN
  3. 03Emergence AI Targets Fabless Chipmakers With Neuroformal AIEN
  4. 04OpenAI and Synopsys team up to build an AI model that designs chips like a seasoned engineerEN
  5. 05Why LLMs Are The Best Thing To Happen To Chip DesignEN
  6. 06Crossing Chiplet Boundaries With PCIe Over UCIeEN
  7. 07MaxLinear claims new 'Puma 9' DOCSIS chip is a big cost-cutterEN
  8. 08MaxLinear intros 'AI-ready' Puma 9 DOCSIS chipsetEN
  9. 09AMD to Acquire World Labs for $8.2B to Advance AI Models and RoboticsEN
  10. 10Huawei boss claims homegrown AI chip sales top Nvidia in ChinaEN
  11. 11Qualcomm Unveils Snapdragon 8 Elite Gen 6 and Elite Extreme Gen 6: Next Gen Flagship Mobile ChipsEN
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  13. 13Experts worry about Nvidia's AI chip sales in China and influence over TrumpEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Katrin Hoffmann

Katrin Hoffmann

KI, Modelle und Technik

Katrin Hoffmann schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Primärquellen wie Herstellerangaben, Studien und Protokolle statt auf Pressemitteilungen. Bei Benchmarks prüft sie Messmethoden, Testumgebungen und Reproduzierbarkeit, bevor sie Zahlen übernimmt. Für ihre Artikel spricht sie mit Entwicklern und Forschern, wartet auf Konferenzankündigungen und vergleicht Versionsstände von Modellen und Standards. Privat betreibt sie Selfhosting und Heimnetze und dokumentiert ihre eigene Infrastruktur, was ihrer Redaktionsarbeit zugutekommt. Sie veröffentlicht keine Zahlen ohne nachvollziehbare Quelle.

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