DeepSeek: 7,5 Milliarden Dollar in der zweiten Runde und eine Milliarde Dollar Jahresumsatz
Zwei Quellen von The Information, zitiert von IT之家, berichten: Der Jahresumsatz von DeepSeek hat die Milliardengrenze überschritten. Die zweite Runde soll 50 Mrd. Yuan bei einer Bewertung von 500 Mrd. Yuan einsammeln. In Shanghai bereitet das Unternehmen den Börsengang vor.

Noch im Frühjahr lag der Jahresumsatz von DeepSeek unter 500 Mio. Dollar. Jetzt hat das Unternehmen die Marke von einer Milliarde Dollar überschritten, gerechnet auf das Jahr hoch. Das berichten zwei Quellen von The Information, die IT之家 zitiert. Zugleich schließt DeepSeek eine zweite Finanzierungsrunde über 7,5 Mrd. Dollar ab.
Die Größenordnung fällt auf, gemessen an der jüngsten Geschichte. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 verdiente DeepSeek rund 475 Mio. Yuan, zehnmal mehr als im gesamten Jahr 2025. Im selben Zeitraum gab das Unternehmen aber rund 11 Mrd. Yuan für KI-Infrastruktur aus: für die Miete von Servern mit KI-Chips, für den Kauf von Chips und Rechenhardware. Ein Jahr zuvor lagen diese Ausgaben bei rund 1,2 Mrd. Yuan. Die Umsätze wachsen schnell, die Aufwendungen wachsen noch schneller.
Die zweite Runde soll 50 Mrd. Yuan bringen, also etwa 7,5 Mrd. Dollar, bei einer Bewertung vor der Investition von nahezu 500 Mrd. Yuan. Abgeschlossen werden soll sie bis Ende Oktober. Daten von Reuters zufolge hat DeepSeek CITIC Securities beauftragt, den Börsengang am chinesischen Innovationsmarkt vorzubereiten. Der Antrag soll in diesem Jahr gestellt werden, der Handel im nächsten Jahr beginnen.
In der ersten Runde, die im Juni abgeschlossen wurde, sammelte das Unternehmen mehr als 50 Mrd. Yuan ein. Die Bewertung nach der Transaktion überstieg 338 Mrd. Yuan. Größter Einzelinvestor war Liang Wenfeng selbst mit rund 20 Mrd. Yuan. Tencent steuerte rund 10 Mrd. bei, mit CATL verbundene Firmen rund 5 Mrd. Kleinere Anteile übernahmen JD, NetEase, IDG und ein staatlicher Fonds zur Förderung von KI. Die neue Runde sieht eine fünfjährige Sperrfrist vor und räumt externen Investoren kein Stimmrecht ein.
Liang soll den Investoren gesagt haben, dass mehr als 70 Prozent der Rechenleistung des Unternehmens in das Training neuer Modelle fließen. Für den Betrieb der bestehenden Modelle bleiben weniger als 30 Prozent. Er behauptet zudem, die Anhebung der API-Preise habe keine Kundenabwanderung ausgelöst. Interne Tests zeigten, dass die leichteren Modelle des Unternehmens stabil auf Consumer-Grafikkarten laufen.
Im Hintergrund läuft der Handel mit dem bloßen Zugang zur Runde. Vermittler verlangen bis zu 18 Prozent Vorabgebühr und 35 Prozent der künftigen Gewinne für ein Paket mit einem Nennwert von 100 Mio. Yuan. Üblich sind rund 2 Prozent Provision. Es gibt auch mehrstufige Anlagevehikel, die weitere Provisionsebenen aufschlagen.
Die Höhe dieser Provisionen zeigt, wie sehr Investoren in ein Unternehmen drängen, das sich noch vor Kurzem fast ausschließlich aus eigenen Mitteln finanzierte. Umgekehrt bedeutet der hohe Einstiegspreis, dass ein Teil der möglichen Rendite schon verbraucht ist, bevor das Kapital überhaupt im Labor ankommt. DeepSeek steht damit vor dem klassischen Dilemma eines Unternehmens, das schneller wächst als seine Eigentümerstruktur: Geld für das Training ist vorhanden, doch der Preis für seine Beschaffung steigt mit dem Interesse. Der angekündigte Börsengang in Shanghai soll dieses Problem lösen. Die Börse liefert Kapital ohne Vermittlerprovisionen, verlangt aber Transparenz, auf die sich das chinesische Labor erst vorbereitet.
Quellen
3- 01曝 DeepSeek 确定 75 亿美元第二轮融资,年化营收突破 10 亿美元ZH
- 02曝 DeepSeek 已聘请中信证券筹备 IPO 事宜ZH
- 03DeepSeek 投资份额有多抢手?1 亿元入场先收 1800 万前端费用ZH
Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
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