Delhi senkt Netzverluste von 50 auf 5 Prozent, doch bei Europas Lkw und Ladepunkten verschiebt sich die Rechnung
Delhis Stromverteilung wurde umgebaut, die Verluste sanken von rund 50 Prozent auf 5 Prozent, berichtete IEEE Spectrum am 29. September. Eine neue Analyse von Transport & Environment kommt zum Ergebnis, dass Elektro-Lkw in sechs von neun großen EU-Märkten bereits die günstigste Option sind.

Delhis Wende ist die Schlagzahl der Woche. IEEE Spectrum berichtete am 29. September, dass die indische Hauptstadt die Stromverluste von etwa 50 Prozent auf 5 Prozent drückte. Der Umbau dauerte Jahre und umfasste Zähler, konsequente Abrechnung und politischen Willen. Der Artikel beschreibt, wie der Ausgangspunkt im Alltag aussah: Im Januar 2002 fiel in einem Haushalt in New Delhi dreimal in einer Woche der Strom aus. Licht, Mixer und Wasserkocher gingen aus, bevor die Kinder zur Schule mussten.
Diese Geschichte ist nicht nur für Indien wichtig. Netzverluste sind die stille Abgabe auf jedem Elektrifizierungsplan. Verliert ein Versorger die Hälfte des Stroms, bevor er einen Kunden erreicht, sind Erzeugung, Kabel und Investitionen verschwendet. Delhis Sprung auf 5 Prozent verändert die Rechnung, wer am Ende zahlt.
In derselben Woche wurde die Kalkulation für den Straßengüterverkehr härter. Transport & Environment veröffentlichte eine Analyse der Gesamtbetriebskosten, über die CleanTechnica am 28. September berichtete. Danach sind Elektro-Lkw in sechs von neun großen EU-Märkten schon heute die günstigste finanzielle Wahl. Auf diese sechs Märkte entfallen 46 Prozent aller neuen schweren Lkw, die in der EU verkauft werden. Die Einsparungen sind nicht marginal. Nach den Zahlen von T&E erreichen sie über fünf Jahre 100.000 Euro in den Niederlanden, 85.000 Euro in Deutschland und 69.000 Euro in Dänemark, die Amortisation ist nach zwei Jahren erreicht. Wer einen in China gebauten Lkw einsetzt, kommt in den Niederlanden auf 128.000 Euro über fünf Jahre. T&E führt die Verschiebung auf die CO2-Ziele der EU für Lkw zurück, auf fallende Fahrzeugpreise und auf nationale Maßnahmen wie Kaufzuschüsse und niedrigere Straßenmaut.
Das Laden bleibt die schwache Stelle
Geprüft wird die Lkw-Rechnung am Stecker. Auf den Philippinen beginnt im Oktober der 14. Philippine Electric Vehicle Summit. Das gesetzliche Ziel lautet 311.700 Elektrofahrzeuge und 7.300 eigene Ladestationen bis 2028, festgelegt im Electric Vehicle Industry Development Act. Raymond Tribdino schrieb am 29. September in einem CleanTechnica-Kommentar, die Zahl der Ladepunkte Mitte 2026 sei der zerbrechliche Teil des Fahrplans. Volkswagen bereitet unterdessen seine eigene Volumen-Wette vor. CleanTechnica berichtete am 29. September, dass der ID. Tiguan Anfang Oktober Premiere feiert und Anfang 2027 auf die Märkte kommt, als Nachfolger von ID.4 und ID.5. Markenchef Thomas Schäfer sagte in der Mitteilung, mehr als 8.300.000 gebaute Tiguan zeigten die Stärke des Namens. Das Unternehmen gibt an, dass die Auslieferungen von ID.4 und ID.5 seit 2021 die Marke von 950.000 Einheiten überschritten haben.
Die Elektrifizierung verändert auch, wie viel Energie das System bewegen muss. Hannah Ritchie schrieb am 29. September, ein System nach der Wende, modelliert mit den Zahlen des Oxford-Professors Nick Eyre, würde die globale Endenergienachfrage von heute 416 Exajoule auf 247 EJ senken, während die Stromnachfrage von 110 EJ auf 189 EJ steigt. Das Netz bekommt mehr zu tun, die gesamte Energiebilanz wird kleiner.
Investoren beobachten die Hardware, die die Last trägt. Tesla erhielt am 29. September das US-Patent 12.746.987 B1 für ein "Electric Fan Car" mit vier Kanallüftern im hinteren Diffusor, berichtete Electrek; ein Patent für einen aktiven Heckflügel liegt bereits vor. Ob daraus ein Roadster wird oder nichts, es erinnert daran, dass Performance-Technik weiter Ingenieursaufmerksamkeit bindet.
Nicht jede Netzgeschichte handelt von der Erzeugung. Die niederländische Polizei bestätigte die Festnahme eines 24 Jahre alten Mannes aus Amsterdam im Zuge der Ermittlungen gegen ShinyHunters, berichtete The Hacker News am 29. September; die Anhörung vor dem Bezirksgericht Rotterdam war für denselben Tag angesetzt. Der Sicherheitsjournalist Brian Krebs und DataBreaches.Net identifizierten ihn als Pepijn van der Stap; ShinyHunters bestritt jede Verbindung zu ihm.
Unterdessen will SK pharmteco mindestens 200.000.000 Dollar über fünf Jahre ausgeben, um seine Entwicklungs- und Fertigungsinfrastruktur auszubauen, berichtete Endpoints News am 29. September. Industrielle Elektrifizierung und Netzkapazität sind inzwischen dasselbe Gespräch, ob die Last aus einer Fabrik, einem Lkw-Depot oder einem Rechenzentrum kommt.
Quellen
8- 01How Delhi cut electricity loss from 50 to 5 percentEN
- 02Are Electric Trucks Cheaper To Operate Than Diesel?EN
- 03Op-Ed: Upcoming Philippine Electric Vehicle Summit is an Audit of National PolicyEN
- 04Electric Future, Established Name: The New ID. Tiguan Premieres in OctoberEN
- 05Electrification efficiency: The world will need less energy after the transitionEN
- 06Tesla patents 'Electric Fan Car' with 4 ducted fans ahead of Roadster revealEN
- 07Dutch Police Arrest 24-Year-Old Amsterdam Man in ShinyHunters InvestigationEN
- 08SK pharmteco unveils $200M+ investment to expand CDMO capabilitiesEN
Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
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