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Demokraten erobern den Kongress und erhalten das Recht auf Vorladungen

Bei den Zwischenwahlen am 3. November haben die Demokraten die Kontrolle über beide Kammern des Kongresses gewonnen, berichteten MIT Technology Review und WIRED. Damit können sie Untersuchungen gegen die Regierung Trump einleiten und Vorladungen aussprechen. Für einen Veto-Überstimmung fehlen ihnen jedoch die nötigen Zwei-Drittel-Mehrheiten.

WeltErklärtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 4. November 20263 Min. LesezeitQuellen 20
Demokraten erobern den Kongress und erhalten das Recht auf Vorladungen

Recht auf Vorladungen, nicht auf Gesetze

Das Ergebnis bringt Kongress und Weißes Haus in eine Phase geteilter Regierungsgewalt. Die Abgeordneten dürften eher gegen die Regierung kämpfen als große Energie- und Klimagesetze zu verabschieden, berichtete MIT Technology Review. Die Zeitschrift wies darauf hin, dass der Inflation Reduction Act von 2022 Steuervergünstigungen sowie staatliche Zuschüsse und Kredite für saubere Energie enthielt, während der One Big Beautiful Bill Act von 2025 einen Großteil dieser Förderung strich. Beide Gesetze kamen zustande, als eine Partei sowohl beide Kammern als auch das Präsidentenamt kontrollierte.

Die Demokraten können Kabinettsmitglieder vorladen und Untersuchungen gegen von Trump ernannte Amtsträger und deren Behörden eröffnen. Vetos können sie nicht überstimmen, und keine der beiden Kammern ist von der Zwei-Drittel-Schwelle entfernt. Trump behält die Kontrolle über die Exekutivbehörden. Vorladungen können Entscheidungen also offenlegen, aber keine Regeln ändern.

Untersuchungen und ein anhängiges Gesetz

Die Führung der Demokraten hat Pläne erkennen lassen, Amtsträger wie EPA-Chef Lee Zeldin wegen Kürzungen bei Personal und Investitionen ins Visier zu nehmen, berichtete MIT Technology Review. Endpoints News schrieb, das Ergebnis dürfte eine Prüfung von Trumps Deals nach dem Prinzip der "meistbegünstigten Nation" bedeuten, dazu Untersuchungen gegen Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., Kursänderungen gegenüber China, Änderungen an den Förderregeln für die US-Forschung und mehr Unruhe bei Personal und Politik in der FDA.

CNBC nannte das Ergebnis eine deutliche Ablehnung von Musk und der Branche der künstlichen Intelligenz. Der Sender berichtete, Musk, der mindestens 474.000.000 Dollar für die Zwischenwahlen ausgegeben habe und damit zum größten bekannten Spender geworden sei, könne Untersuchungen zu seinen Bundesverträgen, seiner früheren Leitung des Department of Government Efficiency und den Verbindungen seiner Unternehmen nach Washington erwarten. Das Kongressinteresse könne die Regierungsaufträge von SpaceX verlangsamen, doch Trump behalte die Kontrolle über die Exekutivbehörden und das Vetorecht, so der Sender.

Die Geschäftsführerin des Sierra Club, Loren Blackford, sagte, die Wähler hätten "einen überwältigenden Ruf nach neuer Führung" ausgesprochen, und die Organisation werde daran arbeiten, die Regierung Trump zur Rechenschaft zu ziehen. Sie nannte das Ergebnis "eine klare Ablehnung von Donald Trumps und der Republikaner im Kongress Krieg gegen bezahlbare saubere Energie".

MIT Technology Review berichtete, der Senat solle am 9. November über den Bipartisan American Affordability and Jobs Act abstimmen, bevor der neue Kongress im Januar die Kontrolle übernimmt. Das Weiße Haus habe das Genehmigungspaket unterstützt, und es könne den Senat passieren, wenn sich eine Handvoll Demokraten der republikanischen Mehrheit anschließt. Die Demokraten könnten bis zum nächsten Jahr mit Nachverhandlungen warten, doch alles bräuchte weiterhin Trumps Unterschrift.

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Quellen

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  1. 01What's next for US energy policy after the midterm elections?EN
  2. 02Elon Musk's record election bet backfired. The backlash may reach beyond one billionaireEN
  3. 03Sierra Club Response to Midterm Election ResultsEN
  4. 04Post-Hoc Live: What the US midterm elections mean for biopharmaEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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