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ECOWAS und Sahel-Allianz führen erste Ministergespräche in Dakar

ECOWAS und die Allianz der Sahelstaaten haben am 17. Oktober in Dakar ihr erstes Ministertreffen abgehalten. Beide Seiten vereinbarten gemeinsame Arbeitsgruppen, die einen Kooperationsrahmen ausarbeiten sollen, wie der Pidgin-Dienst der BBC berichtete.

WeltAnalyseDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 5. November 20263 Min. LesezeitQuellen 20
ECOWAS und Sahel-Allianz führen erste Ministergespräche in Dakar

Das Treffen in Dakar am 17. Oktober war die erste Ministerrunde des ECOWAS-AES-Dialogs über Zusammenarbeit, meldet BBC Pidgin. Die drei Sahelstaaten waren im Januar 2025 aus dem westafrikanischen Block ausgetreten, nachdem sie die Allianz der Sahelstaaten gegründet hatten.

Arbeitsgruppen und ein Rahmenwerk

Für die Bereiche, die beide Seiten benannt haben, sollen gemeinsame Arbeitsgruppen entstehen, heißt es in dem Bericht. Dort wollen die Fachleute Ideen austauschen und ein vollständiges Kooperationsabkommen vorbereiten, das die künftigen Beziehungen regelt. In einer am späten Samstagabend veröffentlichten gemeinsamen Erklärung heißt es, die Gespräche hätten in einem Geist der Brüderlichkeit, des gegenseitigen Respekts und der Offenheit stattgefunden. Die Erklärung betont, wie wichtig gute nachbarschaftliche Beziehungen sind, ohne die Souveränität jedes Landes anzutasten.

Anwesend waren die Außenminister der drei AES-Länder. Auch Cheikh Niang, Vorsitzender des ECOWAS-Ministerrats, und Karamoko Jean-Marie Traore, Koordinator des AES-Ministerrats, nahmen teil.

Nigerias Staatsminister für auswärtige Angelegenheiten, Sola Enikanolaiye, sagte, die Region müsse auf den Bindungen durch Geografie, Geschichte, Kultur und soziale Beziehungen aufbauen. In einer Erklärung des Außenministeriums nannte er gemeinsame Herausforderungen: Freizügigkeit für Menschen, Waren und Dienstleistungen, Frieden und Sicherheit, Terrorismus, schlechte Infrastruktur, Armut und Ernährungsunsicherheit. Nigeria unternehme zudem Schritte, um die Gemeinsamen Kommissionen mit Niger, Mali und Burkina Faso wiederzubeleben.

Warum der Austritt zählt

Nach dem Austritt der drei Länder äußerten ECOWAS-Mitglieder Bedenken wegen der Handelswege, der Bewegung von Menschen und Waren und der Zusammenarbeit gegen Unsicherheit in ganz Westafrika, so der Bericht von BBC Pidgin. Die AES entstand 2024 als Konföderation für gegenseitige Verteidigung und wirtschaftliche Integration, nach den Putschen in Mali, Burkina Faso und Niger. Die drei Junten haben außerdem eine gemeinsame Sicherheitstruppe angekündigt, die extremistische Gewalt in der Sahelzone bekämpfen soll. Nigers ranghöchster Militär, Brigadegeneral Moussa Salaou Barmou, nannte keine operativen Einzelheiten. Die von der Irish News zitierten Analysten sagten, die Wirksamkeit der Truppe hänge von Ressourcen und externer Unterstützung ab, und die Grundlage jedes Regimes sei wackelig.

Die Beziehungen zwischen der ECOWAS und den drei Sahelländern sind seit den militärischen Machtübernahmen in Niger 2023, in Burkina Faso 2022 und in Mali 2020 angespannt. Nach dem Putsch in Niger verhängte die ECOWAS Grenzschließungen, eine Flugverbotszone für kommerzielle Flüge und ein Einfrieren der Vermögen der Zentralbank. Sie drohte, Truppen zu schicken, um die demokratische Ordnung wiederherzustellen.

Wie es weitergeht

Die Arbeitsgruppen sollen ihre Ergebnisse den Ministern vor der nächsten Sitzung vorlegen, so der Bericht von BBC Pidgin. Für dieses Treffen und für weitere technische Gespräche hat keine Seite einen Termin oder einen Ort angekündigt. In der gemeinsamen Erklärung heißt es, beide Seiten wollten einen "ausgewogenen und realistischen Rahmen" schaffen, der die Interessen ihrer Bevölkerungen schützt.

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Quellen

20
  1. 01Wetin Ecowas and Alliance of Sahel States (AES) cooperation discussion mean for West AfricaEN
  2. 02Ibrahim Traore: Burkina Faso military leader na new Chairman of di Alliance of Sahel StatesEN
  3. 03Juntas ruling Niger, Mali and Burkina Faso agree to create joint security forceEN
  4. 04Burkina Faso, Mali and Niger launch Tafouk TV channel to push their own narrativeEN
  5. 05Sahel: How this African region became the hub of global jihadEN
  6. 06West Africa bloc lifts sanctions on Mali, Burkina FasoEN
  7. 07The US Midterm Election Results Remind Us To Focus On The “Foundation Of Our Democracy”EN
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  13. 13Election Deniers Aren’t Contesting Their Massive LossesEN
  14. 14Sierra Club Response to Midterm Election ResultsEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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