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KI-Geld für die Wissenschaft fließt in Laborroboter: Prognose sieht 4,44 Milliarden Dollar Markt

The Business Research Company hat am 3. November prognostiziert, dass der Markt für künstliche Intelligenz in den Life Sciences im Jahr 2026 4,44 Milliarden Dollar erreichen wird, nach 3,59 Milliarden Dollar im Jahr 2025. Zwei Finanzierungsrunden aus den Tagen davor zeigen, wohin dieses Geld geht: in Roboter und Chemielabore, nicht in das Training von Modellen.

KI & ModelleErklärtLena BrandtVeröffentlicht: 4. November 20265 Min. LesezeitQuellen 20
KI-Geld für die Wissenschaft fließt in Laborroboter: Prognose sieht 4,44 Milliarden Dollar Markt

The Business Research Company hat ihre Prognose am 3. November veröffentlicht. Sie erwartet, dass der Markt für künstliche Intelligenz in den Life Sciences im Jahr 2026 4,44 Milliarden Dollar erreicht, nach 3,59 Milliarden Dollar im Jahr 2025.

Laborautomation verwandelt KI-Budgets in der Wissenschaft in Hardware und Serviceverträge. Für Forschungsteams, die Anbieter auswählen, deren Support sie auch in drei Jahren noch brauchen, sind solche Runden deshalb ein Kaufsignal.

Warp Sciences ist aus dem Verborgenen hervorgetreten und hat 215 Millionen Dollar eingesammelt, um einen in den USA ansässigen Auftragsforscher für Chemie aufzubauen, wie The Robot Report am 28. Oktober berichtete. Einen Tag später teilte Opentrons Labworks mit, 40 Millionen Dollar in einer Series E eingesammelt zu haben, angeführt von Avego unter Beteiligung von BroadOak Capital Partners, meldete citybiz. Warps Runde ist mehr als fünfmal so groß wie die von Opentrons. Beide Runden lagen nur einen Tag auseinander und zielen auf Roboter und Chemielabore, nicht auf Modelltraining. Damit prüfen sie zwei Vertriebsmodelle in einem Markt.

Opentrons verkauft installierte Roboter an Labore, die bereits welche haben. Warp verkauft Chemie als Dienstleistung.

Beide wollen dieselben Kunden aus Pharma und Biotech. Keines der Unternehmen nannte eine Bewertung, und keines veröffentlichte Kundenergebnisse, die belegen, dass die Entdeckung tatsächlich schneller wurde. Sie stehen an entgegengesetzten Enden desselben Problems.

Weil sagte: "KI hat die Softwareentwicklung und die Mathematik dramatisch beschleunigt, aber in den physikalischen Wissenschaften noch nicht dieselbe Wirkung entfaltet". James Flexner, Managing Partner bei Avego, brachte die engere Fassung: "Jede KI-gesteuerte Entdeckung muss noch in einem echten Labor getestet werden". Die Größenunterschiede haben einen Grund. Opentrons verkauft Kapazität an Labore, die bereits Geräte kaufen, ein Geschäft mit installierter Basis und Vertriebskanal. Warp verkauft eine Dienstleistung, der man Moleküle anvertrauen muss, die ein Kunde noch nicht patentiert hat. Diese Vertrauenslücke prägt den Vertrieb beider Firmen.

Warps erste Dienstleistung ist die Synthese von Analoga zur Lead-Optimierung. Das Unternehmen stellt Varianten von Molekülen her, die Forschungsteams vergleichen können, während sie nach einem Wirkstoffkandidaten suchen.

Erfahrene Chemiker begleiten die Experimente, während das Labor zunehmend automatisiert wird, und die KI-Modelle werden mit Daten aus diesen physischen Experimenten trainiert. Das Unternehmen erklärt, keine eigene Wirkstoffpipeline zu besitzen. Weil war zuletzt Chief Product Officer und Vice President of Science bei OpenAI. Chief Scientific Officer Solomon Reisberg hatte Führungsrollen in der medizinischen Chemie bei Terremoto Biosciences. Diese Kombination aus KI-Produkterfahrung und Wirkstoffchemie ist das Verkaufsargument. Sie ist auch der Grund, warum Warp Chemie als Dienstleistung verkaufen kann, ohne ein Molekül zu besitzen.

Keines der beiden Unternehmen verkauft ein Modell. Beide verkaufen Laborzeit.

Opentrons hat mehr als 11 000 Roboter in Laboren in über 80 Ländern installiert. Seine Anlagen erreichen 90% der 20 größten Pharmakonzerne der Welt und jede der 20 besten Forschungsuniversitäten der USA, teilte das Unternehmen mit. Zu den Kunden zählen außerdem 14 der 15 größten globalen Biopharmaunternehmen. Diese installierte Basis ist das Kapital. Ein Start-up, das Chemiedienstleistungen verkauft, muss jeden Kunden von Null gewinnen; Opentrons kann Software und neue Geräte in Labore verkaufen, die seine Maschinen bereits betreiben. Der Unterschied zählt, wenn Verkaufszyklen Monate dauern. Er zählt auch, wenn ein Labor ein neues Protokoll will, ohne seine Geräteflotte zu ersetzen.

Atwood sagte: "Millionen Wissenschaftler verbringen einen Großteil ihres Tages mit manueller Arbeit, die ein Roboter erledigen kann". Das ist das Verkaufsargument.

Der Erlös der Series E finanziert KI-gesteuerte Versuchsdurchführung, die tiefere Integration mit Geräten und Software Dritter sowie den Eintritt in neue Märkte und Regionen. Die Plattform Flex verbindet Roboterinstrumente mit Software. Sie automatisiert und standardisiert Versuchsabläufe.

Warp verkauft auch Geografie. In einer Umfrage der Biotechnology Innovation Organization aus dem Jahr 2024 berichteten 74% der Befragten von Verträgen mit chinesischen Unternehmen für präklinische und klinische Dienstleistungen, wie Reuters meldete. Der BIOSECURE Act, im Dezember 2025 als Gesetz unterzeichnet, legte einen Rahmen für Beschränkungen der Bundesbeschaffung und -förderung bei designierten Biotechnologieunternehmen fest, die als bedenklich gelten. Reisberg sagte, er habe mit Chemiepartnern im Ausland gearbeitet, die Geschwindigkeit und Wert lieferten, mache sich aber weiter Sorgen um den Schutz des geistigen Eigentums hinter seinen Programmen. Warps Antwort ist ein Partner in den USA, bei dem der Schutz des geistigen Eigentums im Mittelpunkt der Beziehung steht.

Ob Wirkstoffentwickler für Nähe zahlen, ist die offene Frage.

Nicht alle Werkzeuge sind kommerziell. OpenScience, ein Open-Source-Forschungsagent, der am 31. Oktober auf GitHub veröffentlicht wurde, nimmt eine Aufgabe in Alltagssprache entgegen, plant sie, führt Code und Experimente aus und zeichnet jeden Schritt auf. Er bringt Konnektoren zu ChEMBL, UniProt, PubMed und arXiv mit, dazu zehn Adapter für NVIDIA-BioNeMo-Endpunkte, die das Projekt als experimentell kennzeichnet. Auch Hardwareanbieter integrieren. Carterra und Grenova Robotics kombinierten Carterras Vega mit dem kollaborativen Roboter KX2 zu einer automatisierten HT-SPR-Arbeitszelle, berichtete AOL am 28. Oktober. Die Prognose ist der Teil, an dem eine Zahl hängt. The Business Research Company erwartet, dass der Markt für KI in den Life Sciences 2026 um 23,6% wächst und bis 2030 10,43 Milliarden Dollar erreicht, eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 23,8% ab 2026. Das sind Projektionen eines Marktforschungsunternehmens, keine geprüften Ergebnisse.

Eine Prognose zählt Ausgaben; eine Finanzierungsrunde zählt die Überzeugung von Investoren, dass diese Ausgaben kommen. In dieser Lücke leben die Automatisierungsanbieter derzeit. Die Runden zeigen auf Geräte, Reagenzien und Chemiezeit, nicht auf Foundation Models.

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Quellen

20
  1. 01Warp Sciences emerges from stealth, to apply robotics to drug researchEN
  2. 02Opentrons Raises $40 Million Series E Led by Avego to Expand AI-Driven Laboratory AutomationEN
  3. 03Open Science: The open-source AI workbench for scientific researchEN
  4. 04Life Sciences Market for Artificial Intelligence Projected to Reach $10.43Bn by 2030EN
  5. 05Opentrons Announces $40M Series E Round to Standardize AI-Driven Science on Its RobotsEN
  6. 06Carterra and Grenova Robotics Integrate Carterra Vega with KX2 Collaborative Robot to Create Automated HT-SPR Work CellEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Lena Brandt

Lena Brandt

KI, Modelle und Technik

Lena Brandt schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Studien und öffentlich zugängliche Datensätze, statt Pressemitteilungen ungeprüft zu übernehmen. Bei Modellvergleichen kontrolliert sie Benchmark-Werte, Trainingsdaten und Versionsnummern und rechnet Angaben zu Rechenleistung und Kosten selbst nach. Sie spricht mit Entwicklern und Forschern, wartet auf angekündigte Updates und vergleicht Releases, bevor sie eine Einschätzung abgibt. Privat beschäftigt sie sich mit 3D-Druck, alten Rechnern und der Frage, wie Modelle aus Internetmüll lernen – Themen, die regelmäßig in ihre Texte einfließen. Sie publiziert keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst überprüfen konnte.

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