Let’s Game Now setzt 30 Crore Rupien auf eine Franchise-Esports-Liga
Anand Mahindra hat am 28. Oktober 2026 bestätigt, dass er in Let’s Game Now investiert hat, die Firma hinter der Indian Super Gaming League. Die Runde umfasst 30 Crore Rupien und wurde gemeinsam von Mahindra und Bestvantage Investments angeführt; ein nicht genanntes Family Office aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ist ebenfalls beteiligt.

Der Scheck und die Geldgeber
Die Runde beträgt 30 Crore Rupien. Let’s Game Now hat weder die Bewertung noch die abgegebenen Anteile noch die Höhe der einzelnen Beiträge bekannt gegeben.
Mahindra bestätigte die Investition am 28. Oktober 2026 in einem Beitrag auf X. Im selben Beitrag verglich er die Ambitionen der ISGL mit der Pro Kabaddi League, die er 2014 mit auf den Weg gebracht hat. Diese Liga machte aus einer traditionellen Sportart ein landesweit beachtetes Fernsehformat. Er schrieb: „I’m delighted to invest in Let’s Game Now, the company behind the Indian Super Gaming League“. Er ergänzte, das Ziel sei es, „to help create a whole generation of Indian gaming champions“. Bestvantage Investments führte die Runde mit an, ein nicht genanntes Family Office aus den Vereinigten Arabischen Emiraten beteiligte sich ebenfalls.
Let’s Game Now sitzt in Bengaluru. Santanu Basu gründete das Unternehmen 2018. Basu war früher professioneller FIFA-Spieler, vertrat Indien im Ausland und verbrachte sieben Jahre bei der US-Organisation Tempo Storm. Er hat mehr als 500 College-Veranstaltungen organisiert oder daran teilgenommen. 2013 startete er die Asian Football Gaming Championship, die mehr als 27 indische Spieler ins Ausland gebracht hat. Mitgründer Gautam Badalia war zuvor Vorstandsvorsitzender von Route Mobile, das später von Proximus übernommen wurde.
Die ISGL ging früher in diesem Jahr an den Start, bevor die Finanzierung bekannt wurde.
Acht Teams, fünf Spiele, Stadtqualifikationen
Die Liga wurde mit acht Teams angekündigt. Die meisten kommen aus dem indischen Sport. Es sind Mumbai City FC, FC Goa, Chennaiyin FC, Kerala Blasters FC, Inter Kashi, Puneri Paltan, Bangalore Bhargavas und Andhra Agneyas. Sie umfasst fünf Spiele: Schach, EA Sports FC 26, Call of Duty: Mobile, FAU-G und Cricket 26. Diese Mischung stellt globale Titel neben Cricket-Titel und einheimische Produktionen. Die Kombination zielt auf indisches Publikum und nicht auf den internationalen Wettkampfbetrieb.
Die Zahl der Teams ist in den Berichten nicht einheitlich: Das Interview von The Economic Times mit Basu nennt sechs Teams, die Finanzierungsberichte listen acht. Die Stadtqualifikationen begannen im März 2026 in Mumbai. Das Format soll als Leiter funktionieren: Lokale Qualifikationen führen in den Hauptwettbewerb, statt dass die Liga auf eingeladene Kader setzt.
Basu sagte der Economic Times, Saransh, der in der ersten ISGL-Saison für Mumbai City FC spielte, habe anschließend Indien beim Esports World Cup in Paris vertreten. Die Liga gebe Spielern „consistency and a real scope for long-term career development“, sagte er.
Der kommerzielle Test
Let’s Game Now gibt an, 50.000.000 Menschen in 18 Ländern zu erreichen. Das Unternehmen nennt außerdem eine Community von mehr als 1.400.000 Mitgliedern, mehr als 2.000 organisierte Veranstaltungen und über 30 Kunden.
Diese Zahlen beschreiben Reichweite, nicht Umsatz. Indisches Gaming-Publikum über Werbung, Sponsoring und Merchandise zu monetarisieren bleibt schwierig, und Gaming-Start-ups tragen hohe Kosten für Nutzergewinnung und Serverinfrastruktur. Die ISGL wird zudem Produktions-, Marketing- und Betriebskosten der Liga tragen müssen, die aus wiederkehrenden Einnahmen zu decken sind. Das Unternehmen hat keinen detaillierten Zeitplan für die nächste Phase der Liga veröffentlicht und die geplante Franchise-Ökonomie nicht offengelegt. Das bestehende Geschäft sind Events und Übertragung: Online-Wettbewerbe, Offline-Veranstaltungen und Live-Übertragungen für Marken in Südasien und Südostasien. Dieses Netzwerk könnte Teilnehmer und Publikum liefern. Der schwierigere Schritt ist, aus Reichweite dauerhafte Zuschauerzahlen und wiederkehrende Einnahmen zu machen.
Die 30 Crore Rupien kaufen Zeit, um das Format aufzubauen. Sie belegen noch nicht, dass jemand dafür zahlen wird, es anzusehen.
Was Mahindra einbringt
Mahindras Bilanz ist das stärkste Argument für die Runde. Er half 2014, die Pro Kabaddi League zu starten, und seine Beteiligung verbindet die ISGL zudem mit der Global Chess League, einem weiteren strukturierten Wettbewerb, den er unterstützt hat.
Einem naheliegenden Einwand kam er im selben X-Beitrag zuvor. „I know gaming raises concerns about screen time & distraction. But responsible, competitive esports is a different ball game“, schrieb er.
Er argumentierte außerdem, das Ökosystem schaffe Rollen über die Spieler hinaus: Trainer, Analysten, Content-Ersteller, Designer und Produzenten. Diese Stellen hängen an einer Bedingung. Die Liga muss Saison für Saison Sponsoring verkaufen. Seine Beteiligung könnte zudem Marken, Sponsoren und weitere Investoren zu einer Liga ziehen, die noch keinen kommerziellen Kalender veröffentlicht hat.
Die offenen Fragen
Vier Punkte bleiben ungenannt: die Bewertung, die abgegebenen Anteile, der Beitrag jedes Investors und die Franchise-Ökonomie.
Die längerfristigen Aussichten der ISGL hängen an einer Aufgabe. Sie muss aus einem Franchise-Format einen kommerziell tragfähigen Wettbewerb mit stetiger Teilnahme und stetigen Zuschauerzahlen machen. Die nächsten Meilensteine sind wiederkehrende Sponsoring-Einnahmen und die finanzielle Stabilität der acht Franchise-Eigentümer. Die ISGL muss diese Eigentümer und kommerziellen Partner noch gewinnen und zugleich Publikum über Spiele und Saisons hinweg aufbauen. Auch die Berichte widersprechen sich, wessen Geld fließt. The Economic Times beschreibt eine Investition aus Mahindras Family Office, andere Berichte eine persönliche Investition, die gemeinsam mit Bestvantage angeführt wird.
Derzeit hat die Liga einen Geldgeber mit Erfahrung im indischen Sport, acht Teams mit bestehender Fangemeinde und 30 Crore Rupien Anlaufzeit. Ein veröffentlichtes Geschäftsmodell hat sie nicht.
Quellen
19- 01Let’s Game Now secures ₹30 crore to push franchise esports league planEN
- 02Let's Game Now Raises ₹30 Crore to Scale Esports LeagueEN
- 03From a Mumbai pavement to India’s esports league table: Santanu Basu's journeyEN
- 04Anand Mahindra Invests ₹30 Crore in Indian Super Gaming LeagueEN
- 05Let’s Game Now raises ₹30 Crore to build Indian Super Gaming LeagueEN
- 06From 300 to under 100: Europe’s Regional Leagues are losing their pro players - Sheep EsportsEN
- 07Congress Is Cutting Off Transportation Investments that Help Families Save MoneyEN
- 08The ETS Investment Engine: Scaling Europe’s Strategic E-fuel Market for Shipping & AviationEN
- 09Putting the show in showjumping: Inside the Premier Jumping League’s US$300m plan to transform equestrianEN
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- 14Let’s Game Now Raises Rs. 30 Crore: Can It Build India's Next Big Sports League? - Analytics InsightEN
- 15Let’s Game Now Closes ₹30 Crore Investment Round Backed by Anand Mahindra - Indian Startup TimesEN
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- 18Let’s Game Now Raises Rs 30 Crore Led by Anand Mahindra and Bestvantage Investments to Build ISGLEN
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