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Sony und Universal verklagen Suno wegen v6 und werfen dem Unternehmen weitere Verstöße vor

Sony Music und Universal Music Group haben am 18. September 2026 eine neue, 45 Seiten lange Klage gegen Suno eingereicht. Sie werfen den v6-Modellen vor, weiterhin Rechte zu verletzen, weil sie teilweise auf früheren Ausgaben trainiert wurden. Der Fall soll klären, ob ein lizenzierter Neuaufbau frühere Kopien heilt.

KI & ModelleNachrichtLena BrandtVeröffentlicht: 7. November 20264 Min. LesezeitQuellen 12
Sony und Universal verklagen Suno wegen v6 und werfen dem Unternehmen weitere Verstöße vor

Was die Labels vorwerfen

Sony Music Entertainment und Universal Music Group reichten die 45 Seiten lange Klage beim US-Bezirksgericht für den District of Massachusetts ein, zusammen mit ihren Tochterlabels als weitere Kläger. Die Klage kommt mehr als zwei Jahre, nachdem Sony, UMG und Warner im Juni 2024 über die RIAA gegen Suno vorgegangen waren. Die Labels stützen sich auf Sunos Eingeständnis, dass die neue v6-Familie auf den Ausgaben früherer Modelle trainiert wurde. In der Klageschrift heißt es: „Ein neues Modell auf den Ausgaben eines rechtsverletzenden Modells zu trainieren, beseitigt die Rechtsverletzung nicht; es wäscht sie rein.“ v6 sei „kein Neuanfang, sondern die Frucht desselben vergifteten Baums“, so die Labels.

Die Klage beziffert die Zahl der Aufnahmen, die Suno seit seinem Start verletzt haben soll, mit 60.202. Diese Summe sei nach Angaben der Labels „nur ein kleiner Teil“ der verletzten Werke. Die Labels argumentieren, dass v6 weiter gegen Rechte verstößt, weil es teilweise auf Nutzerausgaben früherer Modelle aufbaut. „Es ist ein Produkt dieser belasteten Modelle und der unautorisierten Kopien der Aufnahmen der Kläger, die Suno behält und weiter nutzt“, heißt es in der Klage.

Suno wies den Vorwurf zurück. Ein Sprecher nannte die Behauptungen „sowohl faktisch als auch rechtlich grundlegend falsch“ und sagte, die Plattform übernehme „musikalische Eigenschaften“, wenn ein Nutzer den Namen eines Künstlers eingebe, „nicht damit jemand das Werk eines anderen nachahmt, sondern damit Menschen die Sprache der Musik lernen und etwas Eigenes schaffen“. Der Sprecher erklärte, Suno habe v6 gemeinsam mit Warner Music Group, BMG und Believe gestartet. v6 sei auf lizenzierten Inhalten der Partner trainiert worden, auf Interaktionen einschließlich Kreationen und Präferenzsignalen der Community sowie auf den gesammelten Erfahrungen des eigenen Teams.

Der Streit um v6

Suno stellte v6 am 9. September 2026 vor, neun Tage vor der Klage. Jack Brody, Chief Product Officer von Suno, sagte gegenüber Rolling Stone, die Modelle seien „von Grund auf auf lizenzierten Daten unserer Partner, auf Nutzerdaten und dann auf der Summe aller Erfahrungen, die in sie eingeflossen sind, trainiert“ worden. Er nannte v6 „das erste Modell, das in direkter Partnerschaft mit der Industrie entwickelt wurde“. Suno kündigte an, frühere Modelle, die auf nicht lizenzierten Daten trainiert wurden, nicht mehr zu unterstützen. Die Labels halten dagegen, dass v6 teilweise Nutzerausgaben aus diesen früheren Modellen verwendet.

Suno hat eingeräumt, Material aus öffentlich zugänglichen Quellen einschließlich YouTube und Deezer gesammelt zu haben. Unternehmensvertreter haben erklärt, die Trainingsmetadaten enthielten keine Künstlernamen. Das Modell könne Material, auf dem es trainiert wurde, nicht reproduzieren, und Suno arbeite daran, die Erkennung von Nachahmungen zu verbessern.

Lizenzverträge mit Suno und Udio

Warner Music Group legte seinen Rechtsstreit im November 2025 bei und unterzeichnete einen Lizenzvertrag mit Suno. Damit war Warner das erste große Label, das mit dem Unternehmen zusammenarbeitete. Der Vertrag erlaubt Nutzern, Songs mit Stimmen, Namen und Abbildern von Warner-Künstlern zu erstellen, die dem zustimmen. Suno verpflichtete sich zu neuen lizenzierten Modellen im folgenden Jahr und dazu, Downloads auf zahlende Abonnenten zu beschränken, die mehr zahlen und ein Limit erhalten. Im Rahmen der Vereinbarung übernahm Suno außerdem die Live-Musik-Plattform Songkick.

Universal Music Group einigte sich im Oktober 2025 mit Udio und kündigte für 2026 einen gemeinsamen lizenzierten Abonnementdienst an. UMG erklärte, der Dienst werde auf autorisierter und lizenzierter Musik trainiert. Udios bestehendes Produkt sollte während einer Übergangsphase verfügbar bleiben. Kreationen sollten in einem abgeschotteten Bereich gehalten und vor dem Start Fingerprinting und Filter eingeführt werden. Auch BMG und Believe haben Verträge mit Suno geschlossen, die v6 ermöglichten. Sony Music verklagt weiterhin sowohl Suno als auch Udio, UMG verklagt weiterhin Suno.

Suno sammelte 400.000.000 US-Dollar in einer Series D bei einer Bewertung von 5.400.000.000 US-Dollar ein, mehr als das Doppelte der vorherigen Runde. Im Februar gab das Unternehmen bekannt, die Marke von 2.000.000 Abonnenten überschritten zu haben. Laut Billboard behauptet das Unternehmen, 100.000.000 Menschen hätten auf dem Dienst Songs erstellt.

Wie es weitergeht

Die Labels haben das Gericht gebeten, festzustellen, dass Suno ihre Werke verletzt hat, gesetzliche Schadensersatzansprüche zuzusprechen und Suno zur Zahlung ihrer Anwaltskosten zu verurteilen.

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Quellen

12
  1. 01Sony Music, Universal Music Group Sue Suno Over Label-Backed Model: 'Fruit of the Same Poisoned Tree'EN
  2. 02As Some Labels Strike Deals With Suno, Artist Reps Sound Off: 'It's the Wild, Wild West'EN
  3. 03Suno Is Now (Legally) Training AI on Licensed Music After First Lawsuit Settlement With Major LabelEN
  4. 04Warner Music signs deal with AI song generator Suno after settling lawsuitEN
  5. 05Universal Music Group Settles Major AI Lawsuit With Udio After Song Theft ClaimsEN
  6. 06UMG settles Udio lawsuit; companies plan new AI-music service togetherEN
  7. 07Suno Raises $400 Million At A $5.4 Billion Valuation While The Record Labels Sue Over 61,000 SongsEN
  8. 08Universal and Warner labels ask court to dismiss musicians' AI licensing lawsuitEN
  9. 09A Short History of AI-Generated Music: From ‘Fake Drake’ to Blockbuster Legal Settlements - BillboardEN
  10. 10Suno’s latest legal opponent fought the tobacco industry – and won a quarter of a trillion dollars - Music Business WorldwideEN
  11. 11Round Hill Music Sues Suno, Anthropic for Copyright Infringement, Seeking Up to $1 Billion in DamagesEN
  12. 12Lawsuit: Man introduced his wife to ChatGPT. She used it to plan his murder.EN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Lena Brandt

Lena Brandt

KI, Modelle und Technik

Lena Brandt schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Studien und öffentlich zugängliche Datensätze, statt Pressemitteilungen ungeprüft zu übernehmen. Bei Modellvergleichen kontrolliert sie Benchmark-Werte, Trainingsdaten und Versionsnummern und rechnet Angaben zu Rechenleistung und Kosten selbst nach. Sie spricht mit Entwicklern und Forschern, wartet auf angekündigte Updates und vergleicht Releases, bevor sie eine Einschätzung abgibt. Privat beschäftigt sie sich mit 3D-Druck, alten Rechnern und der Frage, wie Modelle aus Internetmüll lernen – Themen, die regelmäßig in ihre Texte einfließen. Sie publiziert keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst überprüfen konnte.

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