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Rooppur Block 1 beginnt Testphase C, Netzanschluss steht noch aus

Bangladeschs erster Kernreaktor hat am 29. Oktober die Testphase C (Power Start-Up) begonnen, nachdem die BAERA sie genehmigt hatte, teilte NPCBL mit. Block 1 nutzt seine Leistung zunächst intern und braucht vor der Einspeisung ins Landesnetz die Zertifizierung D.

KonjunkturErklärtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 5. November 20264 Min. LesezeitQuellen 32
Rooppur Block 1 beginnt Testphase C, Netzanschluss steht noch aus

Block 1 liefert noch keinen Strom an Kunden. Die erzeugte Wärmeleistung dient dem Eigenbedarf, während die Prüfungen an der Turbine und weitere Tests weiterlaufen, teilte NPCBL mit.

Ein Netzanschluss würde Bangladesch eine zusätzliche Stromquelle bringen und das Land zum 33. Kernkraftwerksbetreiber der Welt machen. Die erste Tranche soll bei etwa 300MW liegen, ein Viertel der Kapazität von Block 1 mit 1.200MW. Die unmittelbare Entlastung für das Netz bleibt damit begrenzt.

Die Genehmigung für Phase C und was sie umfasst

Die BAERA genehmigte am 29. Oktober das Power Start-Up der Phase C. Nach Angaben von NPCBL begannen die Arbeiten dieser Phase im Block 1 offiziell nach der Genehmigung.

Phase C steigert die Reaktorleistung schrittweise, damit Reaktor, Turbogenerator und Sicherheitssysteme gemeinsam geprüft werden können. Ein Hauptziel ist, den Generator von Block 1 mit dem Landesnetz zu synchronisieren, sobald die nötigen Tests abgeschlossen sind. Das geschieht in Stufen und nach den Vorgaben der Aufsicht und der Inbetriebnahme.

Der Genehmigung vorausgegangen war die Teilgenehmigung B-2, die die BAERA am 8. Oktober erteilte und die den Start einer kontrollierten Kernreaktion freigab. Die erste Kritikalität, eine sich selbst erhaltende Kettenreaktion bei minimaler Leistung, begann am 11. Oktober gegen 15.34 Uhr, sagte Md Anwar Hossain, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Technologie, der Zeitung The Daily Star.

Was 300MW bedeuten und was nicht

Die Leistungssteigerung ist bewusst langsam angelegt. Der Block läuft zunächst bei etwa 3% der Kapazität, die Leistung steigt auf 20-30%, bevor Strom ins Netz eingespeist werden könnte.

Die Projektleitung erklärte, es könne 15 bis 20 Tage dauern, bis die nächste Stufe erreicht sei und die Probeeinspeisung ins Netz beginne. Projektvertreter sagten der Zeitung The Business Standard, der Teststrom könne bis Ende Dezember das Landesnetz erreichen. Beides ist kein festes Datum. Sobald die Erzeugung 300MW erreicht, folgt eine weitere Prüfung. Bei zufriedenstellenden Ergebnissen will das Projekt die Erlaubnis zur Einspeisung beantragen, sagte BAERA-Chef Mahmudul Hasan.

Block 1 hat eine Nennleistung von 1.200MW, die beiden Blöcke in Rooppur kommen zusammen auf eine Auslegungskapazität von 2.400MW. Ein Test mit 300MW entspricht damit einem Viertel der fertigen Anlage. Die ersten Elektronen aus dem Netz schließen Bangladeschs Versorgungslücke nicht allein.

Die Sicherheitsabfolge hinter dem Zeitplan

Die B-2-Genehmigung hatte sich wegen Problemen mit den automatischen Überdruckventilen von Block 1 verzögert. Ein russisches Spezialistenteam löste das Problem, und das System bestand mehrere Tests, sagten Projektvertreter.

Der physische Anfahrvorgang einschließlich der ersten Kritikalität sollte etwa 30 bis 40 Tage dauern. Die Tests der Phase C umfassen den Reaktor, die primären und sekundären Systeme, den Turbogenerator, die elektrischen Systeme, Mess- und Leittechnik sowie Reaktorschutz- und Sicherheitssysteme. Bei jeder Leistungssteigerung führt das Projekt festgelegte Tests und Bewertungen durch. Besonderes Augenmerk gilt der Turbinensteuerung und dem Turbinenschutz sowie dem Generator und der zugehörigen elektrischen Ausrüstung.

Nach der B-2-Genehmigung steigt die Wärmeleistung allmählich. Das Projekt kann zur Stromerzeugung übergehen, sobald der Reaktor etwa 37% seiner vorgeschriebenen Wärmeleistung erreicht. Hasan sagte, die Turbinenprüfungen liefen und würden mit steigender Leistung fortgesetzt.

Kosten und Finanzierung

Das Geld kommt überwiegend aus Russland. The Business Standard berichtete von anfänglichen Projektkosten von 113.093 crore Taka. Ein Vorschlag sieht vor, sie nach Wechselkursanpassungen um 26.181,26 crore Taka oder 23,15% zu erhöhen. Die Engineering Division von Rosatom ist Generalplaner und Generalunternehmer.

Die Anlage nutzt zwei russisch entworfene Reaktoren des Typs WWER-1200 der Generation III+.

Wie es weitergeht

Die nächste Hürde ist die Zertifizierung D, die Block 1 erhalten muss, bevor er ersten Kernkraftstrom ins Landesnetz einspeist. Die BAERA hat erklärt, dass auf die B-2-Genehmigung die weiteren Stufen C und D folgen, jede mit eigener Freigabe.

Die Teststromerzeugung kann nach ihrem Beginn sieben bis acht Monate weiterlaufen, bevor die kommerzielle Produktion startet.

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Quellen

32
  1. 01Rooppur begins trial power generation in first unitEN
  2. 02Rooppur nuclear plant's Unit 1 moves closer to grid connectionEN
  3. 03Power start-up at Unit 1 of Rooppur nuke plant to commence FridayEN
  4. 04Power start-up at Rooppur NPP Unit 1 begins todayEN
  5. 05Rooppur Unit 1 gets nod to start first controlled nuclear reactionEN
  6. 06Rooppur unit-1 begins nuclear fission reactionEN
  7. 07Rooppur Unit 1 nears power generation, grid connection likely in March-April - The Business StandardEN
  8. 08PM expected to open Solar Expo on 3 November - The Business StandardEN
  9. 09BERC raises wheeling charges, boosting Power Grid Bangladesh's revenue by Tk700 crore - The Business StandardEN
  10. 10Pakistan's rooftop solar boom offers policy lessons for Bangladesh energy transition: Experts - The Business StandardEN
  11. 11Rooppur nuclear power plantEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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