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Freeport-McMoRan genehmigt 4,5-Milliarden-Dollar-Ausbau der Kupfermine Bagdad in Arizona

Der Vorstand von Freeport-McMoRan hat am 4. November 2026 einem Ausbau der Kupfer- und Molybdänmine Bagdad in Arizona für 4,5 Mrd. Dollar zugestimmt. Der Ausbau bringt jährlich rund 225 Mio. Pfund Kupfer zusätzlich, die erste Produktion ist für Mitte 2030 geplant.

KonjunkturAnalyseDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 6. November 20264 Min. LesezeitQuellen 15
Freeport-McMoRan genehmigt 4,5-Milliarden-Dollar-Ausbau der Kupfermine Bagdad in Arizona

Freeport zufolge entsteht eine neue Aufbereitungsanlage mit einer zusätzlichen Nennkapazität von rund 115.000 Tonnen pro Tag, dazu ein Primärbrecher, ein Förderband über Land, eine Wasserleitung, eine Stromleitung und weitere Bergbauausrüstung. Nach Einschätzung des Unternehmens verdoppelt das Projekt die Abbauraten und die Durchsatzmengen in Bagdad mehr als.

Langfristig erwartet Freeport eine Kupferproduktion von über 400 Mio. Pfund pro Jahr, rund 225 Mio. Pfund oder etwa 102.000 Tonnen mehr als bisher. Die Molybdänproduktion soll auf über 20 Mio. Pfund steigen, ein Plus von rund 12 Mio. Pfund. Rechnet man das Molybdän hinzu, ergibt sich nach Angaben des Unternehmens über die Lebensdauer der Mine ein Zugewinn von rund 130.000 Tonnen Kupferäquivalent pro Jahr.

Der Bau soll etwa dreieinhalb Jahre dauern und mehr als 4.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze stützen. Kathleen Quirk, President und CEO, nannte das Projekt "einen wichtigen Schritt zur Umsetzung der US-Kupferwachstumsstrategie von Freeport". Nach dem Ausbau wäre Bagdad die zweitgrößte Kupfermine der USA, hinter dem ebenfalls in Arizona gelegenen Betrieb Morenci.

Höhere Kosten

In früheren Präsentationen von Freeport war von einer Zusatzinvestition von rund 3,5 Mrd. Dollar die Rede, die das Unternehmen noch als in Prüfung bezeichnet hatte. Der genehmigte Betrag liegt etwa 1 Mrd. Dollar oder 29 Prozent höher. Fachberichte führten den Anstieg auf gestiegene Kosten, geänderte Projektvorgaben und überarbeitete Schätzungen nach weiterer Planung zurück. Freeport warnt, dass die Inflation die Schätzungen erneut nach oben treiben könnte.

Die Projektwirtschaftlichkeit trägt bei einem Kupferpreis von etwa 4,00 Dollar pro Pfund und einem Molybdänpreis von 20 Dollar pro Pfund. Skaleneffekte, Automatisierung und die Gutschriften aus dem Molybdän-Nebenprodukt sollen die langfristigen Netto-Betriebskosten pro Einheit nach Berechnung von Freeport um etwa 20 Prozent senken.

Lage der US-Versorgung

Die US-Minen förderten 2025 nach USGS-Schätzungen, die StockTitan zitiert, rund 1,0 Mio. Tonnen Kupfer. Die zusätzlichen 102.000 Tonnen entsprechen damit etwa einem Zehntel der nationalen Produktion. Allein Arizona lieferte in diesem Jahr rund 70 Prozent des US-Kupfers. Bagdad förderte 2025 149 Mio. Pfund Kupfer, der geplante Zuwachs von rund 225 Mio. Pfund würde die Produktion der Mine also mehr als verdoppeln.

Nettoimporte deckten 2025 nach USGS-Daten, die Mining.com zitiert, 57 Prozent des US-Verbrauchs an raffiniertem Kupfer. Bergbauunternehmen lenken Milliardensummen in bestehende Standorte, weil große neue Lagerstätten schwerer zu finden und zu erschließen sind, berichtete Briefs. Kupfer wurde in diesem Jahr wegen knapper Versorgung und Störungen in großen Minen nahe Rekordständen gehandelt.

Zeitplan und Finanzierung

Planung, Beschaffungsvorbereitung und vorbereitende Arbeiten laufen. Einen Auftragnehmer für Planung, Beschaffung und Bau hat Freeport noch nicht benannt. Etwa 20 Prozent der Projektkosten sollen 2027 finanziert werden, 30 bis 35 Prozent 2028 und der Rest 2029 und 2030, nach der Finanzpolitik von Freeport als freiwillig eingestuft.

Bagdad ist seit 1945 in Betrieb und hat Reserven von 2,6 Mrd. Tonnen mit einem Gehalt von 0,43 Prozent Kupferäquivalent, die Reichweite liegt vor zusätzlichen Ressourcen bei über 80 Jahren. 2025 wurde die Mine der erste große US-Betrieb mit einer vollständig autonomen Transportflotte. Freeport betreibt sieben Kupferstandorte in den USA, eine Schmelze und ein Drahtwalzwerk in Miami, Arizona, sowie eine Raffinerie und ein Drahtwalzwerk in El Paso, Texas, meldete Construction Review. Mehr Konzentrat aus Bagdad würde diese inländische Kette versorgen.

Eine im März 2025 erlassene Rohstoffverordnung von Präsident Donald Trump wies die Behörden an, vorrangige Projekte zu beschleunigen, und erweiterte den Zugang zu Befugnissen des Defense Production Act für die heimische Mineralienproduktion, ausdrücklich einschließlich Kupfer, berichtete Mining.com.

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Quellen

15
  1. 01Freeport-McMoRan stock: $4.5 billion Bagdad expansion approvedEN
  2. 02Freeport Approves $4.5B Bagdad Copper Expansion in ArizonaEN
  3. 03Freeport approves $4.5bn expansion, modernisation of Arizona copper projectEN
  4. 04Freeport greenlights $4.5B boost at Arizona's Bagdad copper mineEN
  5. 05Freeport Approves $4.5 Bln Expansion Project At Bagdad Copper, Molybdenum Operation In ArizonaEN
  6. 06Freeport-McMoRan greenlights $4.5 billion Bagdad mine expansion in ArizonaEN
  7. 07Freeport-McMoRan (FCX) Arizona Plan Would Add 10% to US Copper MiningEN
  8. 08Freeport approves $4.5 billion Bagdad copper expansionEN
  9. 09Can Freeport-McMoRan's Growth Projects Drive the Next Expansion Wave? - Yahoo FinanceEN
  10. 10Can Freeport-McMoRan's Expansion Pipeline Fuel the Next Growth Wave? - Yahoo FinanceEN
  11. 11Freeport announces plans to boost US copper and molybdenum productionEN
  12. 12Two New Commissioners Headed to the Arizona Corporation CommissionEN
  13. 13UK found to be ‘dangerously’ reliant on China for critical minerals needed for defence and AIEN
  14. 14AI’s Expansion Hits the Limits of Local PowerEN
  15. 15FCC moves to knock down copper network retirement roadblocks in CaliforniaEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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