Roscosmos belebt PTK NP wieder, während Raumfahrt-Start-ups 251 Millionen Dollar einsammeln und KI-Autonomie planen
Der Roscosmos-Chef Dmitri Bakanow sagte am Dienstag, die Fallschirmabwurftests des seit Langem verzögerten bemannten Raumschiffs der nächsten Generation würden in diesem Herbst im Fernen Osten beginnen. Das berichtet Interfax, dessen Äußerungen für Ars Technica übersetzt wurden.

Das ist die jüngste harte Tatsache in einer Woche, die außerdem eine Serie D über 251.000.000 Dollar für die pharmazeutische Fertigung im Weltraum brachte, das Versprechen, 2027 ein vollständig KI-autonom fliegendes Raumschiff zu starten, und eine Namensschenkung von 500.000.000 Dollar an die Informatikfakultät der Carnegie Mellon University.
Eric Berger von Ars Technica berichtete am 30. September, Bakanow, der Roscosmos nach Dmitri Rogosin übernommen hat, habe die Marke "Eagle" fallen gelassen, die Rogosin im September 2019 eingeführt hatte. Interfax nennt das Fahrzeug jetzt PTK NP, die technische Bezeichnung, die bis 2016 galt. Bakanow sagte der Redaktion, der erste Schritt sei "der Start und die Erprobung eines neuen, vielversprechenden, wiederverwendbaren bemannten Transportraumschiffs". Geplant sind Fallschirmabwurf und Tests im Fernen Osten in diesem Herbst, Tests des Notrettungsmodus an der Startrampe später in diesem Jahr und Tests "im Bereich des maximalen Staudrucks" im Jahr 2027. Berger merkt an, es sei unklar, ob echte Flughardware, Attrappen oder Mock-ups verwendet würden. Der Hinweis auf den maximalen Staudruck deute auf eine Art Startabbruchtest hin. Russische Vertreter halten an einem ersten bemannten Start 2028 oder 2029 fest, wahrscheinlich auf der Rakete Angara A5M. Berger rät davon ab, diesen Termin in Tinte zu schreiben.
Das Projekt wurde wiederholt umbenannt: PPTS im Jahr 2009, PTK NP bis 2016, Federazija ab Januar 2016 und Orel ab September 2019. Europa und Russland diskutierten vor zwei Jahrzehnten über ein gemeinsames bemanntes Raumschiff der nächsten Generation. Europa sollte ein Servicemodul für eine Kapsel mit bis zu sechs Passagieren liefern. Europa stieg aus, Roscosmos machte allein weiter.
Geld bewegt sich in den Orbit und in Labore auf der Erde
Am selben Tag berichtete Endpoints News, das kalifornische Start-up Varda habe eine Serie D über 251.000.000 Dollar eingesammelt, um die pharmazeutische Fertigung im Weltraum voranzutreiben. Die Redaktion beschreibt diesen Bereich seit Langem als nächsten Schritt der Arzneimittelproduktion. Der am 30. September um 15:35 UTC veröffentlichte Bericht nennt keine Investoren und keinen namentlich genannten Hauptgeldgeber im verfügbaren Text. Varda hat in diesem Bericht kein Startdatum für die Fertigung genannt.
Separat berichtete SpaceNews am 30. September, das Bergbauunternehmen AstroForge plane, im nächsten Jahr ein Raumschiff zu fliegen, das seine Fähigkeit testen soll, mithilfe künstlicher Intelligenz vollständig autonom zu operieren. Jeff Fousts Artikel mit dem Dateline Washington beschreibt eine vollständige Autonomiedemonstration und keine teilweise. Er nennt aber weder die Mission noch die Trägerrakete oder ein konkretes Startfenster.
Die Carnegie Mellon University gab am 30. September bekannt, der Citadel-Gründer und CEO Ken Griffin habe 500.000.000 Dollar gespendet, woraufhin die School of Computer Science in Kenneth C. Griffin School of Computer Science umbenannt wurde. Die Universität erklärte, die Schenkung sei Teil einer Investition von 1.000.000.000 Dollar in Pittsburgh und einer weiter gefassten Zusage von 3.000.000.000 Dollar, die sie als größte in der Geschichte der Hochschulbildung bezeichnet, einschließlich eines neuen Campus in Miami. CMU erklärte, das Geld finanziere GPUs, Server, Speicher und Netzwerke für Forschende, und zitiert Präsident Farnam Jahanian und Dekan Martial Hebert. Die Universität steht laut U.S. News & World Report landesweit an erster Stelle bei den Graduiertenprogrammen für KI, Programmiersprachen und Systeme.
"Wir waren nie ein Ort, der darauf wartet, dass die Zukunft ankommt. Wir haben unseren Ruf aufgebaut, indem wir sie erschaffen haben", sagte Hebert in der Mitteilung der CMU.
Zwei der Beiträge dieser Woche sind überhaupt keine Raumfahrtgeschichten. Ein am 30. September veröffentlichter Beitrag von Quote Investigator verfolgt die Zeile "Informatik handelt nicht von Computern, ebenso wenig wie Astronomie von Teleskopen". Er findet ein anonymes Auftauchen 1986 in George Johnsons "Machinery of the Mind", eine Astronomie-Analogie von Anthony Ralston aus dem Jahr 1971, eine Kritik von W. N. Holmes aus dem Jahr 1974, ein Interview mit Donald Knuth von 1982 und eine Zuschreibung von 1989, in der Jacques Arsac die Aussage 1968 Alan Perlis zuschreibt. Ein technischer Beitrag im Blog Deferworks vom 30. September eröffnet eine sechsteilige Serie über Join-Reihenfolge in der Query-Optimierung. Er zitiert vier Arbeiten der Münchner Schule, beginnend mit Moerkotte und Neumanns VLDB-Arbeit von 2006 über DPccp bis hin zu Birler und Neumanns DBPL-Arbeit von 2025 über die vollständige Enumeration des Join-Suchraums. Ein GitHub-Repository, Helheim, tauchte ebenfalls am 30. September auf und bietet ein Emacs-Konfigurationsframework rund um eine Helix-Emulationsschicht.
Zusammengenommen sagt die Woche mehr über Finanzierung und Softwareambitionen als über flugerprobte Hardware. Vardas Finanzierungsrunde und AstroForges Plan blicken nach vorn. Russlands Testplan ist der einzige Punkt mit einem Datum, das an physischer Hardware hängt. Seine eigene Geschichte spricht für Skepsis.
Quellen
7- 01So what's happening with Russia's new, long-delayed crewed spacecraft?EN
- 02Varda gets $251M to make medicines in space, a long-sought area for drugsEN
- 03AstroForge to test full spacecraft autonomy using AIEN
- 04$500M Gift Will Fuel Next Era of Computer Science at Carnegie MellonEN
- 05Quote Origin: Computer Science Is Not About Computers, Any More Than Astronomy Is About TelescopesEN
- 06Join Ordering, Part 1: The Shape of the Search SpaceEN
- 07Helheim-Emacs: Helheim to Helix is what Spacemacs and Doom are to VimEN
Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
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