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Selenskyj warnt vor Aufhebung der Russland-Sanktionen vor Friedensgesprächen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am 9. Oktober davor gewarnt, dass ein US-Geschäft über den Kauf von russischem Diesel weitere solche Deals nach sich ziehen könnte. Die Sanktionen gegen Moskau dürften nicht aufgehoben werden, solange die Kämpfe andauern, sagte er.

WeltAnalyseDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 5. November 20263 Min. LesezeitQuellen 13
Selenskyj warnt vor Aufhebung der Russland-Sanktionen vor Friedensgesprächen

Selenskyj sprach am Freitagabend des 9. Oktober mit Journalisten. Zuvor hatte Trump die Diesel-Vereinbarung angekündigt, während ukrainische Unterhändler in Florida über ein Ende des Krieges oder einen Waffenstillstand verhandelten, wie die Kyiv Post berichtete. Das Geschäft könne der erste von mehreren solchen Schritten sein, sagte Selenskyj. Die Sanktionen gegen Moskau dürften nicht fallen, bevor die Kämpfe aufhören.

Trump schrieb auf Truth Social, Russland habe zugestimmt, mehr als 300.000 Tonnen Diesel an die USA und die Weltmärkte zu liefern. Im November sollten weitere 500.000 Tonnen folgen, danach 1.000.000 Tonnen, sagte er. Weitere 3.000.000 Tonnen würden vom Zustand der russischen Raffinerien abhängen. Trump begründete die Vereinbarung mit niedrigeren Kraftstoffpreisen für US-Landwirte, Viehzüchter und Lastwagenfahrer und nannte das seine „größte Priorität“. Zusammen mit der von ihm so bezeichneten vollständigen Kontrolle über die Straße von Hormus werde das Geschäft die Kraftstoffkosten im Land schnell senken.

Das US-Finanzministerium erließ die General License 135. Sie genehmigt Transaktionen für Verkauf, Lieferung, Löschung und Einfuhr von russischem Diesel bis zum 7. April 2.027. Laut der Kyiv Post kam die Genehmigung drei Wochen, nachdem Trump am 18. September den Lindsey O. Graham Sanctioning Russia and Iran Act unterzeichnet hatte. Das Gesetz soll Russlands Energierechnungen austrocknen.

Das Geld werde den Krieg befeuern, sagte Selenskyj. „Das ist zusätzliches Geld für diesen Krieg gegen uns, ohne Frage“, sagte er laut der Kyiv Post. The Mirror berichtete, er habe Washingtons Schwenk in Richtung Moskau mit dem Film Home Alone verglichen. Der Diesel-Deal öffne Russland die Tür für weitere ähnliche Schritte, sagte er. Angesichts seiner Rohstoffe und der zentralisierten Kontrolle darüber könne Russland Amerika eine „wirtschaftliche Ehe“ anbieten, warnte er.

Sanktionen vor den Gesprächen

In einem Interview mit TSN.Tyzhden sagte Selenskyj, er wolle nicht, dass sich die Staatschefs der Ukraine, der USA und Russlands treffen, während alle Sanktionen gegen Moskau bereits aufgehoben sind. „Sanktionen wurden wegen der Aggression verhängt, nicht um sich zu unterhalten“, sagte er laut Ukrinform. Für die Aufhebung gebe es ein bestimmtes Verfahren. Die Lockerung vor dem Ende des Krieges sei sehr gefährlich.

Diese Haltung habe er der amerikanischen Delegation übermittelt, berichtete die Kyiv Post. Er warnte, seien die Sanktionen erst einmal aufgehoben, könne es schwierig werden, sie wiederherzustellen. Mehr als 20 einzelne Sanktionspakete seien gegen Russland beschlossen worden, sagte er. Er bezweifelte, ob sich dieselbe Koalition erneut zusammenbringen ließe, falls Moskau sein Wort breche. Die Ukraine solle nicht ohne Sanktionen, Gelder oder eingefrorene Vermögen dastehen, wenn sie sich mit Putin an den Tisch setze.

Drei Angebote zu den Raffinerien

Im selben Interview mit der Journalistin Alla Mazur sagte Selenskyj, die Ukraine habe Washington drei Wege angeboten, die Angriffe auf russische Raffinerien zu stoppen. Keiner sei angenommen worden, die Angriffe gingen weiter, berichtete die Kyiv Post. Der erste war ein Energie-Waffenstillstand: Russland trifft keine ukrainische Energieinfrastruktur mehr, die Ukraine keine Diesel-Anlagen und Raffinerien. Der zweite war Starlink-Abdeckung über Russland, damit ukrainische Drohnen ballistische Raketenwerfer zerstören können, die Kiew ausfindig macht. Der dritte waren Patriot-Abfangraketen. Selenskyj bezeichnete sie als den einzigen Punkt, der weder von Musk noch von Putin abhängt.

Das wirtschaftliche Gewicht der Raffinerie-Ziele spielte Selenskyj herunter. Russland mache nur 2% der weltweiten Diesel-Exporte aus, sagte er, die anderen 98% lieferten andere Exporteure. Er stellte die Kampagne als Frage der Gerechtigkeit dar, nicht des Preises. „Man mag gehasst werden, aber man sollte zumindest als Gegner respektiert werden“, sagte er.

Wie es weitergeht

Die Ukraine, die USA, die EU und die NATO planten diese Woche ein breites Treffen in Brüssel zu Sicherheitsgarantien und europäischer Integration, sagte Selenskyj. Laut der Kyiv Post sollte es voraussichtlich am Dienstag oder Mittwoch stattfinden. Die Ukraine, die USA und die EU wären auf Präsidentenebene vertreten, die NATO durch ihren Generalsekretär. Selenskyj wiederholte, er sei bereit, an einem trilateralen Treffen mit Trump und Putin teilzunehmen, meldete Ukrinform.

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Quellen

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  1. 01Zelensky: Trump's Diesel Deal Fuels Putin's War While Ukraine Seeks PeaceEN
  2. 02Zelensky warns of Trump cosying up to Putin as he says Ukraine abandoned by US 'like Home Alone'EN
  3. 03Zelensky warns against lifting sanctions on Russia "just to have chat"EN
  4. 04Zelensky: Ukraine Offered US 3 Ways to Stop Strikes on Russian Oil RefineriesEN
  5. 05Zelensky warns Ukraine risks losing US support over White House peace plan - BBCEN
  6. 06Ukraine's allies hold talks on White House peace plan at G20 - BBCEN
  7. 07TechCrunch Founder Summit 2026: Doors open at 9 a.m. ET in BostonEN
  8. 08Ukraine’s drone strikes spur hasty Russian plans for underground data centersEN
  9. 09 Putin demands Russian data centers supply capacity to the state in wake of Ukraine drone attacks EN
  10. 10 Hackers claim to have stolen 23TB of data from Russian statistics body, including Ukraine war casualty figures EN
  11. 11Russian Police Arrest 3 Suspected VasyGrek Hackers, Dismantle Criminal InfrastructureEN
  12. 12Alibaba’s Joe Tsai champions open-source AI at Wuzhen Summit amid US pushbackEN
  13. 13Russia-Aligned Gorbag Hackers Exploit WinRAR Flaw to Deploy Data-Stealing MalwareEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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