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Sudans Verteidigungsminister sagt, mehr als 20 Länder helfen der RSF

Sudans Verteidigungsminister Hassan Daoud Kabroun erklärte am 28. Oktober 2026, mehr als 20 Länder unterstützten die Rapid Support Forces. Namen nannte er nicht, Belege legte er nicht vor.

WeltAnalyseDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 6. November 20264 Min. LesezeitQuellen 7
Sudans Verteidigungsminister sagt, mehr als 20 Länder helfen der RSF

Kabroun sagte der Nachrichtenagentur SUNA, die ausländische Hilfe habe vier Formen: logistische Unterstützung, Söldner, Geld und Drohnen. Er nannte den Konflikt einen umfassenden Krieg gegen Sudan und seine Bevölkerung. Dieser Krieg ziele darauf, das Land zu zerstören, seine Ressourcen auszubeuten und die Zusammensetzung der Bevölkerung zu verändern.

Er wies auch die Vorstellung zurück, es handle sich um einen Bürgerkrieg oder um einen Machtkampf zwischen zwei Kräften. SUNA ist ein staatliches Medium. Die Aussage gibt also die Darstellung der Regierung wieder und ist kein unabhängiger Befund.

Sudans Armee und die RSF kämpfen seit dem 15. April 2023 gegeneinander. Zuvor hatten sich ihre Führungen über die Pläne zerstritten, die paramilitärische Truppe in die Armee einzugliedern. Die Armee führt Abdel Fattah al-Burhan, die RSF Mohamed Hamdan Dagalo, bekannt als Hemedti. Nach Schätzungen der UN und internationaler Stellen hat der Konflikt Zehntausende Menschen getötet und rund 13.000.000 Menschen vertrieben.

Ein Muster ausländischer Vorwürfe

Die von Militärs geführte Regierung Sudans erklärt seit Monaten, die RSF könne ohne Nachschub von außen nicht weiterkämpfen. Anfang dieses Jahres teilte die Armee mit, Drohnenangriffe auf Khartum und dessen Flughafen gingen vom Flughafen Bahir Dar in Äthiopien aus, die Drohnen habe die UAE geliefert. Sudan rief daraufhin seinen Botschafter in Addis Abeba zurück. Äthiopien wies die Vorwürfe als haltlos zurück, und die UAE hat wiederholt bestritten, die RSF zu bewaffnen.

Die Darstellung deckt sich mit der öffentlichen Position der Armee. Anfang Oktober sagte Armeechef Abdel Fattah al-Burhan, die "militärische Option" werde fortgesetzt, bis die RSF aus Sudan entfernt sei, und lehnte Verhandlungen ab, wie Al Jazeera berichtete. Der Plan Washingtons, eine im Juni vorgelegte 90-tägige humanitäre Waffenruhe, sah eine sofortige Pause vor, danach Gespräche über einen dauerhaften Waffenstillstand und einen zivil geführten Übergang. Die Armee verlangt, dass die RSF sich aus allen Städten zurückzieht, die sie seit Mai 2023 besetzt hat.

Der Vorwurf kommt eine Woche, nachdem Regierungen und internationale Gremien in Genf zum sechsten Konsultationstreffen zu Sudan zusammenkamen, das die Schweiz und die UN gemeinsam organisierten. Auch dort kamen mehr als 20 Länder und Organisationen zusammen, eine andere Gruppe als die Länder, die Kabroun beschuldigt. Die Teilnehmer erklärten, der Krieg lasse sich militärisch nicht lösen, und forderten eine dringende humanitäre Waffenruhe, ein Ende der ausländischen Einmischung und neue Gespräche über einen dauerhaften Waffenstillstand. Eine Waffenruhe wurde nicht vereinbart. Sie unterstützten die Vermittlung durch das Quad, also die Vereinigten Staaten, Saudi-Arabien, die UAE und Ägypten, sowie durch das Quintett aus Afrikanischer Union, EU, IGAD, Arabischer Liga und UN. Weder die Armee noch die RSF waren vertreten. Die wichtigste Vermittlungsgruppe, das Quad, hat vier Mitgliedsländer. Eines davon, die UAE, ist ein Land, das Khartum seit Langem beschuldigt, die RSF zu unterstützen.

Die Haltung des State Department dazu, wer Sudan regieren sollte, ist älter als das Treffen in Genf. Im vergangenen Monat erklärte es, weder die Armee noch die RSF noch ihre Führungen "repräsentieren eine legitime, verfassungsgemäße Regierung für Sudan", wie Al Jazeera berichtete.

Was offen bleibt

Keine Regierung hat öffentlich auf den Vorwurf geantwortet. Unklar ist auch, ob die Erklärung einen neuen diplomatischen Schritt ankündigt, etwa eine förmliche Beschwerde bei den Vereinten Nationen.

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Quellen

7
  1. 01Sudan Accuses Over 20 Countries in WarEN
  2. 02Sudan Army Retakes Blue Nile BaseEN
  3. 03Sudan's al-Burhan rejects talks, vows to retake all territory from RSFEN
  4. 04US withholds visa for Sudan army chief ahead of UNGA over opposition to US-backed 90-day ceasefire planEN
  5. 05Sudan’s al-Burhan rejects talks, vows to retake all territory from RSFEN
  6. 06 US Army successfully flies a hybrid electric drone with 3D-printed heavy-fuel rotary engine — uses advanced engineering to ditch a bulky liquid cooling system EN
  7. 07Responsible GenAI Use During Active Armed Conflict: Evidence from Sudan's Emergency Response RoomsEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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